Der Finanzpodcast für Anfänger
00:00:00: Es gibt viele tolle Verbraucherschützer da draußen, aber viele glauben auch an den Homo Ökonomikus.
00:00:04: Also dann die Person, die glaubt alle handeln rein Rationale.
00:00:08: das Quatsch mindestens mal.
00:00:10: wenn ich sogar noch wichtiger sind neben Kosten die emotionalen Kosten.
00:00:14: also wie fühle Ich mich?
00:00:17: Wie viel Verlust kann ich ertragen damit ich Mal mit Gewinn belohnt werde?
00:00:21: und Darum ging jetzt Emotion Mit einzubeziehen?
00:00:33: Genau, darüber sprechen wir heute.
00:00:35: Denn ein ETF ist nicht nur ein Produkt es immer auch eine Entscheidung über Risiko und so wird auch diese Hymnfolge wie viele andere Hymnen folgen zeigen.
00:00:44: Geld ist ja ein Spiegel.
00:00:47: Wenn Geld zeigt ihr nicht nur wie der Markt funktioniert sondern wie du tippst Ingo warum was sozusagen?
00:00:53: Warum sagt das zu viel bei uns aus?
00:00:55: Wie wir damit umgehen?
00:00:56: wenn Ja unser ETF, für den wir uns entschieden haben gar nicht so gut läuft wie wir gehofft haben.
00:01:04: Weil häufig an dem Geld noch andere Dinge haften und nicht nur die rein rationale Entscheidungen.
00:01:12: etwas geht jetzt runter oder etwas geht hoch.
00:01:17: was meine ich damit?
00:01:18: Ich hatte vorhin beim Kaffee ein Gespräch.
00:01:20: dazu ging es darum Geld anzulegen knapp eine Million tatsächlich Und das Geld kam aus einer Erbschaft.
00:01:32: Die Erinnerung an den verstorbenen Vater war noch sehr stark, ja?
00:01:35: Das Erbo kam von ihm und die Frage ist jetzt wenn dieses Geld angelegt wird, das Geld vom Vater... Wenn das Depot jetzt runtergeht was geht dann runter?
00:01:49: Obwohl es die Zahl, also zum Beispiel ein ETF fällt und der kann Das schon mal als Spoiler rein rational gesehen in Krisen.
00:02:00: Um zwanzig, dreißig, vierzig teilweise bis zu fünfzig Prozent nach unten gehen so ein MSCI World?
00:02:06: Dann ist natürlich die Geldsumme weniger.
00:02:08: aber... ...die Frage ist was schmerzt eigentlich wirklich dann an der Stelle.
00:02:14: Ist es das Geld oder...?
00:02:16: Ist das
00:02:17: Vertrauen, Verbundenheit die man mit dem Vater hatte?
00:02:19: oder woran hast du gedacht?
00:02:21: Ja!
00:02:22: Ne, es wartet nicht so.
00:02:23: Also wenn man das Gefühl dann hat... ...das Vertrauen was in einem gegeben wurde oder dass ich andere die jetzt vielleicht schon mal vorher zugehört haben und jetzt nicht die Folge nochmal anhören und schon im Finanzpsychologischen drin waren also wenn diese große Menge gelb, diese große menge Ich auf einmal runter geht ist dann die Erinnerung an meinen Vater weniger Die Verbundenheit, die ich zu ihm gespürt habe.
00:02:50: Die Verantwortung, die Ich mitbekommen habe werde ich ja nicht gerecht.
00:02:53: bin ich ein schlechter Sohn, eine schlechte Tochter?
00:02:56: und wenn das in einem passiert also diese Projektion quasi aktiviert werden News wie Ja dass was Trump gerade macht auf einmal ne große Resonanzfläche treffen dann ist es vielleicht den einen oder anderen jetzt noch mal bildlich geworden Wie Geld und ETFs auch eine ganz andere Dimension von Risiko und Einflussnahme auf einen haben können, als die pure Zahl auf dem Konto.
00:03:26: Und die puren Minusprozent-Zahlen oder Euro plus Minuszahl.
00:03:30: Das heißt dieses klassische Denken wenn man an Risiko denkt wieviel kann ich verlieren?
00:03:37: Oder wie viel kann ich auch gewinnen?
00:03:39: das ist dann nur so eine Seite
00:03:42: definitiv.
00:03:42: also es gibt halt eben verschiedene Facetten von Risiko und auch von einer ETF-Anlage.
00:03:48: Und deswegen sagen wir auch mal, man sollte sich umfänglich darüber Gedanken machen je größer die Summen werden.
00:03:54: aber eigentlich egal wie groß die Summe ist sollte ich mir von Anfang an darüber Gedanken mache denn Ich kann auf der einen Seite die mathematische Seite betrachten vom Risiko... ...und auf der anderen Seite sollte ich aber auch die psychologische Seite von Risikopetrachten.
00:04:11: und wir unterscheiden da ... in fünf verschiedenen Merkmalen.
00:04:15: Bleiben wir mal auf der mathematischen Seite.
00:04:17: Wenn ihr Lieblings sagt, die mathematische.
00:04:23: Genau und die Anlage dauert ja viele hören... ... hundert Minus Alter.
00:04:28: also wenn ich... ...fünfzig bin dann kann ich zu fünftig Prozent Risiko Reiche anlegen weil... ...hundert minus fünfzig gleich fünfzig das Quatsch zumindestens... ...auf wenn man das auf verschiedenen Ebenen betrachtet.
00:04:41: da komme ich jetzt hin Bei der Anlage Dauer also wenn ich nur wenig Zeit habe, dass das Geld für mich angelegt sein kann.
00:04:49: Da stimmt das natürlich in gewisser Weise ja?
00:04:51: Also je kürzer das Geldzeit hat für mich zu arbeiten, also angelegt zu sein, desto weniger Risiko sollte ich eingehen weil das muss man sich so vorstellen wie so ein Herzstillstand aber impositiv Wenn ich kurzfristig Geld anlege dann kann es sehr super gut laufen.
00:05:09: Ich kann in einem Jahr plus fünfzig Prozent machen Ich kann aber auch in einem Jahr minus dreißig Prozent machen.
00:05:14: Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, der sich damit erfolgreich bin ist relativ also sehr schwankend.
00:05:22: Wenn ich das... Aber ich mache es hier gerade im Video so vor, wenn ich mir jetzt also so vorstelle wie so ein Seismografen und er schlägt nach oben, nach unten aus.
00:05:29: Aber je länger ich investiert bin desto geringer werden auf einmal die Ausschläge und wenn ich auf einmal zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißzig Jahre anlege dann komme ich quasi immer am gleichen Punkt raus.
00:05:40: Also ich mach immer die gleiche Rendite.
00:05:42: Das heißt, je länger ich eine
00:05:44: Faustregel wie viele Jahre?
00:05:45: also was ist kurz in kurz zwei Jahre fünf Jahre und lang?
00:05:49: Ja null bis vier Jahre.
00:05:51: Null bis vier jahre würde ich das Geld wenn man es braucht zum Beispiel als Notgroschen als Rücklage für eine Weltreise für Eigenkapital für die Immobilie.
00:06:00: Das sollte nirgendwo anders als auf dem Tagesgeld oder Festgeld Platz finden
00:06:05: das konservativ anlegen, aber so ab Jahr fünf sagt man ich brauche es irgendwie fünf sechs sieben Jahren.
00:06:10: da darf man schon ein bisschen...
00:06:13: Da kann man eine Mischung machen aus aus vierzig Prozent zum Beispiel Aktien ETFs und sechzig Prozent kurz laufenden Anleihen ETFs.
00:06:21: Aber da kann man damit anfangen.
00:06:22: ja und je mehr Zeit man hat, desto risikoreicher kann man werden rein mathematisch gedenken.
00:06:29: Ich habe also die Anlage genommen.
00:06:30: Darf ich eine Frage noch dazwischen stellen?
00:06:32: Ja!
00:06:32: Du hast doch diese magische Zahl zahlt zwölf im Kopf.
00:06:37: Stimmt es, dass nach zwölfe Jahren das man eigentlich da so ein bisschen auf der sicheren Seite ist?
00:06:41: Wenn ich jetzt zwölfte Jahre meinen ETFs liegen lasse dann wird schon quasi alles gut
00:06:46: werden?
00:06:47: Ja zumindest kann man nicht im Minus rauskommen.
00:06:50: also der Worst Case-Zeitraum war mal von August zweitausend bis August zwei tausend zwölft und man mit einem MSTI World keine Gewinne gemacht hätte danach aber schon.
00:07:02: Das heißt zwölf Jahre soll ich mindestens mitbringen, wenn nicht so viel Risiko eingehen.
00:07:07: Wenn ich nur zwölfe Jahre mitbringe, dann komme ich bei null raus.
00:07:11: Das hilft natürlich auch nicht weiter.
00:07:13: Statistisch meinst
00:07:13: du jetzt oder?
00:07:14: Also das ist jetzt nicht für jede Zwölfjahre sondern statistisch gesehen ist es so.
00:07:19: Genau!
00:07:19: Es gab halt die Internetblase zweitausend an die Finanzkrise zweitausend sieben wo quasi zwei Krisen schnell aufeinander gefolgt sind wodurch es sich nur ganz kurz erholt hat Aber dann sofort wieder runter ging.
00:07:34: Das heißt, ich habe eigentlich zwölf Jahre lang.
00:07:35: wenn ich im August... ...zwei tausend investiert hätte, hätte ich zwölfe jahrelang keine Gewinne gemacht.
00:07:41: Also das muss ich so mindestens mal mitbringen.
00:07:43: Aber das wäre Anlagedauer ja!
00:07:46: Wenn ich also hundert Prozent Risiko eingehe und das definieren wir immer als Aktien ETFs,... ...dann muss ich zwelfjahre Anlage Dauer mitbringen.
00:07:53: Wenn ich weniger Risiko angehe, dann kommen auch kürzere Anlagedauern in Frage Und das muss natürlich matchen, mit wann brauche ich das Geld?
00:08:06: Also wenn ich fünffünfzig bin und in zehn Jahren schon Geld brauche dann kann nicht alles so risikoreich anlegen.
00:08:12: Das heißt meine Anlagedauer begrenzt sich auf natürliche Art und Weise zumindestens für einen gewissen Teil meines Geldes.
00:08:20: Wenn man jetzt so alt ist wie wir Lena und sagt Wir wollen für die Altersvorsorge sparen okay Dann haben ja noch vierzig Jahre Zeit.
00:08:29: Also wenn ich alles so folgen denke, vor allem mit Masiano.
00:08:33: Und dann denke ich immer so ach, wenn einem der Job Spaß macht, dann einfach bis man umfällt.
00:08:38: Aber das ist eine andere Thematik.
00:08:39: darüber sprechen wir heute
00:08:40: nicht.
00:08:41: Ich wollte zeigen dass wir noch zu jung sind aber... Wir sind
00:08:43: sehr jung!
00:08:43: Ja,
00:08:44: sehr jung.
00:08:45: Nein, aber wenn man noch einen langen Anlagezeitraum hat also alles über zwanzig Jahre ja?
00:08:48: Dann wäre jetzt die Anlage dauerlich nichts zweifrig der begrenzten Faktor.
00:08:53: Es kommt ein anderer Punkt hinzu auch mathematisch die sogenannte Risikokapazität.
00:08:58: Das heißt, wie viel Geld brauche ich quasi als Risikopuffer?
00:09:03: Ja also im Hintergrund so als Sicherheitskissen mit Geld gefüllt.
00:09:09: Damit ich Risiko eingehen kann.
00:09:12: Also was brauche ihr als Notgroschen und was brauch ich als Rücklage für Emmy oder die Ausbildung zum Beispiel?
00:09:18: Was brauche Ich schon für ein Haus das ich mir in vier Jahren kaufen will als Eigenkapital?
00:09:22: da ist jeder unterschiedlich.
00:09:25: Manche sagen, ich brauch dann mehr Puffer.
00:09:28: Manche sagen, ich brauche da weniger Puffer.
00:09:30: Aber die Risikokapazität soll mit berücksichtigt werden weil wenn man das nicht richtig beachtet und nicht genügend quasi als Puffa hat... ...und aus Versehen zu viel Risiko eingeht dann kann es schnell dazu führen dass man sich in Phasen wo's vielleicht privat sich Situation verändern, wo man auf einmal mehr Geld zurückgreifen muss und gleichzeitig geht der Markt auch runter.
00:09:55: also mein ETF ...dass ich mich dann auf einmal unwohl fühle.
00:09:59: Ich bin total spannend, also... ...ich kann mir das total gut vorstellen.
00:10:02: Also dass man... ...sagen wir mal hat eine... ...also man ist generell ein sehr risikobereiter Mensch und denkt... ..."Ach komm!
00:10:07: Dann kann ich doch irgendwie als Mängers gespartes in ETF's
00:10:09: packen.".
00:10:11: Das könnte ja passieren.
00:10:12: aber da sagst du nein, lass uns auf die Zahlen schauen,... ...auf die Risikokapazität und wirklich schauen was... ...was brauche ich in der nächsten Zeit?
00:10:20: Was möchte ich jetzt Notgroschen haben
00:10:22: etc.,
00:10:23: ne?
00:10:23: Also das ist bisschen das man da nicht nur irgendwie... quasi nicht nur psychologisch dran geht und sagt ja ich bin doch voll mutig.
00:10:32: Ja genau dann können wir gleich noch hin wie man das im kontext sehen kann, da gibt es noch eine.
00:10:39: also wir hatten als mathematische merkmale anlage dauer die risikokapazität und dann gibts ein risiko bedarf.
00:10:46: also wie viel risikum will ich und muss sich denn eingehen damit ich mein ziel erreicher?
00:10:51: Wenn ich
00:10:52: nachher eine Million haben will, dann kann ich jetzt nicht nur auf dem Tagesgeldkonto das Geld parken.
00:10:57: Ja genau also kommt drauf an wie viel Geld du hast.
00:11:01: natürlich schon neunhundfünfzigtausend Haas der dann kommst du dahin.
00:11:04: aber es kommt ja häufig vor einer Altersvorsorge dass man sagt hey ich muss ich müsste einen Millionen haben um im Alter gut leben zu können.
00:11:12: Ich kann aber nur drei hundert Euro im Monat sparen.
00:11:15: mit fünf Prozent Rendite, erreiche ich dann dieses Ziel nicht.
00:11:18: Also muss sich sieben bis acht Prozent Renditen machen oder auch anders herum?
00:11:24: Ich habe dieses Tagesgeldkonto mit neunhundertfünfzigtausend und würde in zwanzig Jahren bei einer Million sein.
00:11:29: Na ja da muss ich nicht viel Risiko eingehen weil ich komme relativ einfach hin.
00:11:34: Das ist also Risikobedarf das sind alles Komponenten die kann ich mathematisch ermitteln.
00:11:40: Wie lange ist meine Anlage dauer?
00:11:42: Wieviel Rendite brauche ich, um mein Ziel zu reichen und auch rational gesehen wie viel Puffer brauche.
00:11:47: Da fragt man natürlich kurz nach womit fühlst du dich wohl?
00:11:50: aber das kann nicht dann ermitteln also eher mathematische Merkmale.
00:11:55: Dann kommen wir auf die Psychologische Seite nämlich die Risiko Wahrnehmung.
00:12:01: Das heißt wie nehme ich aktuell in meinem privaten Leben weltwirtschaftlich geopolitisch wie auch immer Wie nehme ich Risiko wahr?
00:12:14: Und um mal die Facetten aufzuzeigen, nehmen wir mal Corona.
00:12:18: Ich bin Student, habe gerade einen frischen Job, hab viel Geld übrig und investiere schon seit fünf Jahren in ETFs von zwei Tausend Fünfzehn bis Ende Zweitausend Neunzehn.
00:12:31: Und dann frage ich dich, wie siehst du denn jetzt Risiko?
00:12:33: Wie nimmst du Risiko gerade war.
00:12:35: Ich hab hundertprozent plus gemacht mit meinem Depot.
00:12:38: alles sieht super aus!
00:12:39: Ich habe einen neuen Job und verdienen gut.
00:12:42: Wie können wir noch mehr achten?
00:12:44: Frage ich die gleiche Person.
00:12:47: Die hat grad ein Haus finanziert, hatten Kredit nachwuchsbekommen... ...und ich frag Sie nicht im Dezember-Zweißen-Ninzen sondern im April-Zwei-Tausendzwanzig wo alles am Lockdown war, wie nimmste denn jetzt gerade Risiko
00:13:00: wahr?!
00:13:01: Kann wahrscheinlich jeder nachvollziehen dass diese personen wahrscheinlich risiko stärker wahrnehmen würde.
00:13:06: was ist also die... ...Entscheidung wie sie trifft.
00:13:09: Ich will vielleicht gerade nicht so viel Risiko eigentlich.
00:13:13: Das heißt es verändert sich nicht so.
00:13:14: drei dinge muss man immer im blick haben, also die situation dann der markt und Wie sich das halt zusammen anfühlt oder?
00:13:24: Ja genau jetzt machst du schon was man machen sollte.
00:13:27: man macht So ein kleines entscheidungsbefehl auf so einem tisch auf.
00:13:32: Also stellen wir mal so fünf Stühle virtuell an den Tisch und vier Stühlen haben wir jetzt schon.
00:13:38: Die Annahgedauer, die Risikokapazität im Risiko Bedarf und die Risiko Wahrnehmung.
00:13:45: Jetzt kommen das herausfordernde diese vier Stülle, die verändern ihre Positionen an dem Tisch sehr regelmäßig.
00:13:53: Habe ich genug Geld von der Kapazität her?
00:13:56: Denkt sich diese Position ja okay?
00:13:58: oder der Stuhl?
00:13:58: und dann können wir mehr Risiko eingehen.
00:14:01: ist vielleicht Geld zu dir gekommen und du hast auf einmal mehr, hast so weniger Risiko bedarf.
00:14:08: Anlagedauer je nach Alter.
00:14:10: was du wirklich hast kann sich auch verändern und die Risikovahrnehmung haben wir gerade festgestellt sowieso.
00:14:16: Das heißt wir haben vier sehr schwankende Risikomerkmalen die aber wichtig sind erstmal... ...zu wissen dass es A gibt und B das sie an diesem Tisch sitzen.
00:14:25: Und jetzt gibt es ein fünftes Risikomerkmal.
00:14:27: dann packen wir euch den Test auch mal in die Show Notes.
00:14:31: Damit ermittelt man die finanzielle Risikobereitschaft.
00:14:35: Wie entsteht bei uns allen schon frühkindlich und davor?
00:14:40: Das heißt, schon ab dem sechsten Monat der Schwangerschaft bildet sich im Mutterbauch quasi in uns über Dopamin- und Quartisol zum Beispiel die finanziale Risikopereitsschaft.
00:14:54: Und dann geht es weiter über den was man lernt mit Taschengeld Was man lerne Also von seinen Eltern mitbekommt bis zum Abschluss des ersten Ausbildungsweges.
00:15:08: Aber das muss dann gar nicht nur um Geld gehen, also Taschengeld sondern auch z.B.
00:15:11: gestern war ich auf dem Spielplatz mit Emmi und habe dann gesehen wie so eine Mutter die ganze Zeit hinterher gelaufen ist aus Angst dass es fällt oder was passiert und so.
00:15:20: Da hab' ich auch drüber nachgedacht.
00:15:21: Das geht doch nicht nur im Geld weil wenn du sagst es fängt schon in Muttern an.
00:15:24: Also wenn es schon in der Schwangerschaft anfängt da kann man ja auch nicht über Geld reden sozusagen.
00:15:28: Mit
00:15:28: Sicherheit!
00:15:29: vermutlich auch generell, wie geht man im Leben mit bestimmten Risiken um?
00:15:35: Total.
00:15:36: Also es gibt ja nicht nur die finanzielle Risikobereitschaft, es gibt auch soziale Risikobereitschaft und körperliche Risiko-Bereitshaft.
00:15:42: Unternehmerische Risiko Bereitschaft – da gibt's wieder leite Dinge!
00:15:45: Und das Spannende ist wenn sich das zu früh prägt, ist das nachweislich ein sehr stabiles Persönlichkeitsmerkmal gegenüber den anderen Vieren, die stark schwanken können.
00:15:58: Also wie risikobereit ich bin, ist Teil meiner Persönlichkeit.
00:16:02: Ist ein Teil deiner Identität und das verändert sich nicht einfach.
00:16:06: Und das ist ja meine Frage so ein bisschen also... ...ist es so, wie generell im Leben bin?
00:16:11: Bin ich denn auch so finanziell, wirst du sagen da gibt's wahnsinnige Unterschiede.
00:16:14: Also jemand kann
00:16:15: teilweise Musiker
00:16:16: sagen Ich fang irgendwie keine Ahnung morgen gehe ich keinen anderen Vollstimm springen aber investieren würde ich nie machen.
00:16:23: Gibt´s das auch?
00:16:24: Bestimmt!
00:16:26: Aber wahrscheinlich also unwahrscheinlicher.
00:16:28: Also jemand, der körperlich eine sehr hohe Risikobereitschaft hat.
00:16:31: Der wird wahrscheinlich nicht stockkonservativ anlegen.
00:16:35: Gibt's mit Sicherheit?
00:16:37: Aber kommt nicht so häufig
00:16:38: vor.
00:16:38: Dann sollten wir uns die Projektion anschauen von Geld dann gehen wir wieder ganz in die Pflanzpsychologie rein.
00:16:44: und ich glaube das ist immer das spannende dass mal zu verstehen, dass es erstmal so ein Merkmal gibt weil wenn ich das kenne und ins Verhältnis jetzt zu den anderen kann es mich sehr ruhig schlafen lassen auch im Phasen ... wo es sehr unruhig an den Märkten ist.
00:16:58: Und um mal... Es gibt eine Frage, dort in diesem Test,... ...den wir euch auch zur Verfügung stellen, da heißt es,... ...wie man große finanzielle Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen hat und ich erlebe es immer wieder als heute sagen,... ...naja ob ich ihn... also ich will jetzt starten mit ETFs!
00:17:13: Ich habe noch keine große finanzielle Entscheidung getroffen.
00:17:17: Dann kann ich mich ein Goethe-Institutsleiter erinnern, der bei uns in der Beratung war,... ...der mir das sehr bildlich beschrieben hat.
00:17:24: Er meinte nämlich ja,... Ich kann mich da gut dran erinnern.
00:17:27: Meine erste große finanzielle Entscheidung war, ich stand auf dem Jahrmarkt und musste mich entscheiden.
00:17:33: Zuckerwatte, Lolli, Karussell oder Spahn mit seinen zwei Fennigter.
00:17:42: Und da war der Drei!
00:17:43: Daran konnte der sich erinneren und der war fünfundsiebzig Ja?
00:17:47: Das sind finanziellen Entscheidungsmuster die sich in uns prägen Und die uns, auch wenn wir noch keine Erfahrungen mit ETF anlegen oder mit Fünfzig oder mit Hunderttausend Euro haben oder mit fünfhundert Euro.
00:18:01: Die uns immer wieder wie so eine Hand führen und Entscheidungen treffen lassen.
00:18:07: Und das mit an diesen Tisch zu setzen wo Anlage Dauer schon sitzt, wo Risikokapazität sitzt, Wo Risiko Wahrnehmung setzt sowas alles Das mit dahin zu führen und mit entscheiden zu lassen Das ist der Königsweg, der kündigen Weg.
00:18:25: Vermutlich gibt es aber auch wieder verschiedene Dimensionen oder im psychologischen Teil denn das kann auch sein dass man sozusagen den Glaubenssatz hat man muss sparen also von der Familie und dann hat man aber innerlich doch diese Bereitschaft.
00:18:38: so ich gehe gerne Risiko ein zum Beispiel.
00:18:42: Also das ist manchmal so bisschen Clash mit dem wie man beispielsweise aufgewachsen ist und wie man
00:18:47: sich fühlt.
00:18:48: Du meinst du bist ja risikorreich aber ein Glaubenserz limitiert dich Risikoarm zu sein?
00:18:54: Ja, zum Beispiel.
00:18:56: Kommt mit Sicherheit vor aber tendenziell wirst du wahrscheinlich eher Glaubenssätze haben die auch in die risikoreiche Richtung dann gehen wenn du risikorreicher bist vom Gesammprofil her.
00:19:06: Aber ich weiß nicht, vielleicht hätte ich einfach sofort persönlich sein müssen.
00:19:09: Ich glaube dass es bei mir so ist, ich glaube das ich eine extrem sparen war und sehr konservativ und vorsichtig je älter ich geworden bin, gemerkt hab euch.
00:19:21: Ich bin gar nicht so.
00:19:23: Also ich bin viel
00:19:23: risikobereiter.".
00:19:25: Ja das ist natürlich durchaus eine Wahrnehmungsgeschichte wo man sich auch besser kennenlernt.
00:19:29: Das ist ganz nebenbei etwas was wir häufig erleben und was dieser Test auch zeigt dass Menschen sich Risiko-Aversa einschätzen als sie tatsächlich sind.
00:19:42: Und im Rahmen deiner Findungsphase mit Geld Selbstwert, den man besser erkannt hat über unsere ganzen Folgen, die wir gemacht haben.
00:19:53: Kann es natürlich auch passieren?
00:19:55: Dass man auf einmal die Risiko Bereitschaft hat, die man tatsächlich auch hat aber sich vorher vom Umfeld und von anderen... ...hat in die Richtung aus Versehen unbewusst drängen lassen.
00:20:09: dass man Risiko ja mal ist hängt natürlich auch immer zusammen damit mit wem du gerade zusammen bist oder während deinem umfeld ist.
00:20:15: wenn
00:20:15: nur Leute
00:20:19: Ja, aber das erlebe ich häufiger.
00:20:21: Dass du wirst als Beispiel Frauen tatsächlich... Du hast dann einen Overconfidence-Bias von Männern.
00:20:29: Denkst du, die machen das schon?
00:20:31: Haben vielleicht sogar auch eine hohe Risikopereitschaft.
00:20:34: und wenn du nur von solchen Leuten umgeben bist, dann denkst du natürlich, du bist risikoärmer unterwegs.
00:20:38: Heißt aber nicht dass du risikoarm bist sondern nur im Verhältnis zu anderen vermeintlich oberflächlich bist du risicoärmer.
00:20:45: Aber vielleicht bist es gar nicht nur ein Ticken!
00:20:48: Und das ist eben sehr spannend zu betrachten.
00:20:51: Für alle, die jetzt gerade das Gefühl haben, Risiko ist gut und Risiko aushalten können ist super, kein Risiko eingehen ist schlecht?
00:21:01: Das stimmt nicht!
00:21:02: Also es ist nicht per se gesagt, je nachdem ob man viel Risiko aushalten kann oder nicht, dass es besser aber schlechter
00:21:09: war.
00:21:09: Auf keinen Fall.
00:21:13: Weil es nicht gut oder schlecht ist jeder ist gut so wie er erst mal isst an der Stelle.
00:21:18: jemand, der sehr risikorahmen anlegt kann Vorteile haben.
00:21:21: Jemand, der der sehr riskoreiche Anleg kann Vorteil haben.
00:21:24: das Wichtige ist dass es nicht unterbewusst in einem schlummert und man vielleicht einen wunsch hat Risikoreicher anzulegen.
00:21:32: aber ich kann nicht oder zu risikoreich anzulingen obwohl man eigentlich risikoärmer ist.
00:21:37: Wichtig ist sich bewusst zu sein was sind die eigenen Ressourcen da an der Stelle?
00:21:42: Und nicht ausversehen komplett ... falsch anzulegen.
00:21:47: Ich mache mal ein Beispiel, ich hatte eine Kundin... ...ich weiß gar nicht ob sie den Podcast auch hört aber egal..., ähm wir sagen keine Namen,... die kamen zu mir ins Erstgespräch, hatte vierhunderttausend Euro war so Ende Ende Fünfzig und wollte dass ich das mit ihr neu strukturiere.
00:22:06: Da meinst du ja ich komme dann in zwei Monaten wieder.
00:22:08: ich bin noch im Urlaub.
00:22:09: Ich habe sie wieder aus dem Urlaub.
00:22:10: man hat gesagt irgendwie hab alles verkauft.
00:22:13: Ich wollte einfach dass dieser Trump mir in meinem Urlaub Nicht auf die Nüsse geht.
00:22:19: War eine total doofe Idee, oder?
00:22:22: So was
00:22:23: wir gelernt haben, ETFs halten ist schon wichtig ja.
00:22:26: Das heißt sie hat aus einem Impuls von ich möchte irgendwie mir mein Urlaub nicht versauen lassen indem ich dann in die See meine Depots im Keller hat sie lieber verkauft und gesagt das Geld ist jetzt so sicher auf dem Tagesgeld konnte.
00:22:44: Genau!
00:22:46: Rational war meine Antwort, war eine DoVD.
00:22:50: Das nächste Gespräch waren mit ihr die ausführliche Risikoprofilierung wo wir genau diese verschiedenen Merkmale abgewogen haben und sie hatte ganz nebenbei nur MSCI World Emergent Markets.
00:22:59: ja also so wie man das überall immer hört und machen sollt oder kannst du nix falsch machen?
00:23:04: da hat sich ihr komplettes Geld drin gehabt.
00:23:07: Ist doch gut gelaufen!
00:23:08: ... und als dann ihr Risikoprofil gesehen habt.
00:23:12: Sie hatte ein mittleres Risikofil, ja?
00:23:14: Wenn man so auf einer Skala von eins bis hundert war sie in der Mitte bei fünfzig... Und als ich dann quasi mit ihr gezeigt habe du bist hier in der Mitte und dein Depot ist ganz rechts außen in der roten Zone.
00:23:31: Rote Zone heißt es ist quasi in so Stressphasen vorprogrammiert dass du innerlich Angst Unruhe was auch immer hast habe ich gesagt nichts natürlicher als das, dass du verkauft hast.
00:23:43: Also das Nervenkostüm und die Emotionen, die da in dir abgehen müssen, das passt nicht zu dem was du hattest.
00:23:52: Und darum geht's Geldanlage ist nicht nur rational.
00:23:58: Es gibt viele tolle Verbraucherschützer da draußen aber viele glauben auch an den Homo Ökonomikus.
00:24:02: also dann die Person häufig männlich die glaubt Es gibt die optimale Anlagewelt und alle handeln rein rationär, das Quatsch.
00:24:12: Mindestens mal wenn ich sogar noch wichtiger sind neben Kosten bei der wo wir auch schon bei ETFs gesprochen haben Die emotionaren Kosten.
00:24:21: also wie fühle Ich mich ja?
00:24:23: Und die Risikobereitschaft sagt quasi oder dass messen dieser risiko breitschaft hilft dabei herauszufinden Wie viel Verlust kann ich ertragen damit ich Mal mit Gewinn belohnt werde.
00:24:35: und darum geht's Emotionen mit einzubeziehen, das was du beschrieben hast in der Glaubenssätze.
00:24:42: Und dann diesen Tisch aufzumachen und sich bewusst zu machen.
00:24:47: so bin ich meinetwegen.
00:24:48: Ich bin in der Mitte.
00:24:49: ja also ich nehme in der mitte den den den tischplatz ein als risikobereitschaft.
00:24:54: an der einen ecke in so einem boxring sitzt die risiko kapazit gesagt wir brauchen aber puffa Nicht so viel Risiko bitte.
00:25:02: Auf der anderen Seite steht der Risiko Bedarf, er sagt aber wir haben nicht so viel Geld, wir müssen Risiko eingehen.
00:25:10: Die stehen sich komplett gegenüber die Risikobereitschaft in der Mitte und die Anlage dauerhaft.
00:25:13: auch durch den Rüssen-Tall können wir mehr Risiko eingehen von anderen Teilen nicht.
00:25:17: Klingt erstmal alles super kompliziert, aber kann man mit einfachen Techniken.
00:25:20: und Grundlage ist wie man ist die Risikkobereinschaft?
00:25:24: Kann man das sehr gut und sehr bewusst zusammenführen.
00:25:28: Und das Resultat dahinter ist, gerade wenn man beginnt oder vielleicht im höheren Alter wo die Rentenfase näher ist der Ruhestand näher auch beginnen will mit größeren Summen.
00:25:37: Das lässt Anlegerinnen in solchen Phasen wo sich die Welt verändert deutlich ruhiger schlafen.
00:25:46: Die emotionalen Kosten sind deutlich niedriger und man hat nicht bei jeder Kleinigkeit die da draußen gerade passiert oder auch größere Sache des Gefühl jetzt muss ich handeln.
00:25:56: Ja, so kann das nicht weitergehen.
00:25:58: Die Welt ist jetzt anders als sonst?
00:26:00: Nein!
00:26:01: Die Welt is'n nicht anders alssonst sondern die Projektionsfläche her auf die sie trifft, die verändert was bei dir und wenn du das Gefühl hast, die Erinnerung an meine Mutter, an meinen toten Vater werden geringer.
00:26:14: ich werd der Verantwortung nicht gerecht.
00:26:16: Ich bin kein guter Vater weil ich mein Kinder nicht zu viel vererben kann oder keine gute Mutter ja weil ich meinen Töchter nicht soviel vererbe kann.
00:26:23: Das ist es was wirklich passiert an der Stelle.
00:26:25: Und das sollte mehr Berücksichtigung in euren Depots finden, in eure Anlageentscheidungen.
00:26:33: Um jetzt ganz konkret zu werden würde ich vorschlagen Engel.
00:26:37: Wir alle... Ich hatte dir gerade zuhört!
00:26:40: Wir machen den Test?
00:26:41: Ich habe ihn ja schon mal gemacht, ich möchte ihn nochmal machen.
00:26:44: Und... Auch ganz spannend, der verändert sich ganz nebenbei nicht.
00:26:47: Das denkt man manchmal auch, dass wenn in gewissen Phasen also wenn man eine Punktzahl von fünfzig hatte, da kann man mal fünfzig oder siebenfünfzig haben und dann mal drehenvierzig das kann passieren aber jemand wird nicht bei dreißig dabei siebzig auf einmal.
00:27:00: Prüf ich jetzt mal Ingo was du red gesagt hast, denn es ist ja ein Teil unserer Identität wie du gesagt hast.
00:27:07: am Ende geht es immer nicht darum einen Score zu haben sondern wirklich zu verstehen wie verhalte ich mich?
00:27:13: passiert, wenn unser Diploma richtig im Keller ist zum Beispiel.
00:27:17: Kann ich dann auch schlafen?
00:27:18: Verkauf' ich alles wie in deinem Beispiel oder bin ich total cool?
00:27:23: und ja, schlöff einfach den Milchshake weiter!
00:27:28: Wir sprechen der nächste Folge auf jeden Fall darüber was wir damit machen.
00:27:31: jetzt mit dem Score.
00:27:32: also wie kann man denn weiter vorgehen als welche Strategie kann ich mir anschauen und dafür Ingo wirst du uns auch erklären habe ich mir überlegt
00:27:41: dass es für verschiedene
00:27:42: ETFs überhaupt gibt.
00:27:44: Also hört wieder rein, danke dir Ingle und bis nächsten Monimande!
00:27:48: Bis dann, ciao!
00:27:50: Ciao.