Der Finanzpodcast für Anfänger
speaker-0: in einem Depot sollte ich zu einem vernünftigen Anteil Aktien drin haben und natürlich Aktienfonds bzw. Aktien ETFs. Das hat man sozusagen jetzt auch auf Regierungsseite erkannt. kommen hohe Renditen bei heraus, wenn man das mit Geduld betreibt und das brauchen wir halt auch angesichts unseres demografischen Wandels in unserer Gesellschaft, angesichts des dies mit der gesetzlichen Rente aussieht.
speaker-1: bevor wir ins Thema reinspringen. alle die, die zum ersten Mal Hymn hören oder nur drauf geklickt haben, weil der Stand Saidi ist dabei. Es geht heute ⁓ die Vorsorge-Reform, die gerade ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommt. Saidi, du bist dafür da, dich zu sehen. Wieder mal bei Hymn.
speaker-0: Alters Ja, schön, dass ich dabei sein darf. Hallo Lena, hallo Ingo.
speaker-1: Saidi ist das Gesicht von Finanztipp. Er ein Verbraucherratgeber der TANZIGEN Stiftung und sich zum Ziel gesetzt hat, Finanzbildung in Deutschland voranzubringen. Das macht ihr super. Und du bist auch so wieder drin, Dinge zu erklären. Deswegen dachten wir, Saidi, musst zu uns kommen und mal mit deinen Worten erklären, was passiert da eigentlich gerade altersvorsorgemäßig in Deutschland. Und wenn du mal so einen Schritt zurücktrittst.
speaker-0: Was ist denn ein...
speaker-1: Das Problem, dass diese Reform lösen soll.
speaker-0: Das Problem ist natürlich vor über 20 Jahren entstanden und nennt sich natürlich Riesenerrente, die krachengescheitert ist. Es gibt zwar vereinzelt ganz vernünftige Riesenerentenverträge in Deutschland, aber das kannst du die Nadel im Heuhaufen suchen. Die, die allermeisten sind nicht gut, in aller Regel viel zu teuer. ist das erste Problem. Das zweite Problem ist, dass sie nicht genügend Rendite abwerfen. Das hängt zum einen mit den Kosten zusammen, aber auch damit, dort viel zu konservativ angelegt wird. Warum? Weil dort Garantien drin steckt. Da stehen leider sehr viele Menschen in Deutschland drauf auf so Garantien, aber tatsächlich kostet das halt sehr viel rendiert hat. Vor allen Dingen in der Niedrigzinsphase, Nullzinsphase sehr viel Rendite kostet. Und das dritte ist, es ist zu kompliziert. Und beim Thema Komplexität, da bin ich noch gespannt, weil da wird leider mit dem Altersvorsorge-Depot nicht alles gelöst. wir sind bei Finanzim guter Hoffnung, dass es Gott sei Dank auch relativ einfache Lösungen hoffentlich geben wird.
speaker-1: Und wo ging diese Reform jetzt für dich, fangen wir mal mit den guten Sachen an, in die richtige Richtung? was hilft den SparerInnen da draußen?
speaker-0: Die gute Richtung liegt schon im Namen Altersvorsorge Depot. Wir reden nicht über eine Rente, langweilige Geschichten, sondern da steckt schon der Kern drin. In einem Depot sollte ich zu einem vernünftigen Anteil und wahrscheinlich zu einem sehr hohen Anteil in sehr vielen Fällen Aktien drin haben und natürlich Aktienfonds bzw. Aktien ETFs. Das hat man Gott sei Dank von Seiten, das hat die letzte Regierung schon vorbereitet, hat man sozusagen jetzt auch auf Regierungsseite erkannt. Ja. so langfristiges Aktien sparen, ist für sehr, sehr, viele Leute eine gute Idee. Da kommen hohe Renditen bei raus, wenn man das mit Geduld und langem Atem betreibt. Und das brauchen wir halt auch angesichts unseres demografischen Wandels in unserer Gesellschaft, angesichts der gesetzlichen Rente aussieht. Und vor allen Dingen hat man sich halt verabschiedet davon, dass es unbedingt Garantien geben muss. Das hat man damals bei der Rieserrente halt falsch gemacht. Da hat sich damals die damalige Schulregierung das falsch einreden lassen. Das muss ja ganz sicher sein, immer das Geld bei den Deutschen, ja. Das ist eines der ganz großen Probleme, wir in diesem Land haben. haben genug Geld. Das ist nicht das Problem. klar, will jetzt nicht aufpassen, das ist natürlich sehr unterschiedlich. Es gibt genügend Menschen, die ein Riesenproblem haben, weil sie kaum was oder gar nichts zur Seite legen können. Aber insgesamt gesehen, auf der Durchschnitt bezogen sozusagen, haben wir in Deutschland schon ziemlich viel Geld. Wir machen nur viel zu wenig daraus. Und da geht das Altersvorsorge-Depot jetzt schon in die richtige Richtung. Aber es sind halt auch wieder Fallstrecken drin. Wir werden gleich bestimmt darüber sprechen. Es sind leider auch wieder Produkte möglich, die gar nicht günstig für die entsprechende Verbraucherin oder Verbraucher ausfallen werden.
speaker-1: Vielleicht ganz kurz etwas, was mich jetzt gerade so hell ruhig gemacht hat, dieses Sicherheitsdenken. Was ist denn für dich Sicherheit? Also wenn es gerade ⁓ Geld investieren, Geld anlegen, vielleicht auch Geld sparen.
speaker-0: geht. Also es gibt falsche und richtige Sicherheit. gehe nochmal auf die falsche Sicherheit ein. Die falsche Sicherheit ist schlichtweg die Angst Geld zu verlieren. Das ist auch erstmal verständlich und ist auch nicht gut, sagen wir so, erstmal Verluste zu machen. Aber was bei der falschen Sicherheit, diesem Angst Geld zu verlieren, ganz oft vergessen wird und das will mir auch nicht so richtig in den Kopf ist, dass es noch eine ganz große Gefahr gibt, die wir alle kennen, aber die wir irgendwie auf unser Geld sehr viele Leute nicht anwenden. nämlich dass die Preise steigen. Dass du dir in 10, 20, 30 Jahren für das Geld, was du angelegt hast, was du irgendwo auf der Seite gebunkert hast, nicht mehr und nicht ansatzweise mehr so viel kaufen kannst wie heute. Wie sehr viele Leute, also steigende Preise jetzt gerade auch durch den Irankrieg sozusagen beschäftigen uns immer und da regt sich auch jeder darüber auf. wenn dann die Benzinpreise hochgehen oder die Lebensmittelpreise, das droht uns. droht uns ja gerne, dann regen wir uns auch alle darüber auf, aber sind noch zu viele wenige Leute, wenden diese einfache Erkenntnis auf ihr Geld anders. Wenn ich da 10.000 Euro liegen habe, die sind in nicht morgen und auch nicht in drei Jahren wahrscheinlich, aber in zehn Jahren sind die deutlich weniger wert. Und das kann es halt nicht sein. So, das ist Thema falsche Sicherheit. Echte Sicherheit besteht darin, nicht darauf zu schauen, ich, Gott, darf das Geld, muss auch morgen genauso viel wert sein wie heute und übermorgen und so weiter und zwar nach dem Kontobetrag, nach der Zahl, ich da in meiner App oder auf meinem Kontoauszug oder sowas sehe, sondern es muss steigen, das ist auch Sicherheit und es muss vor allen Dingen diversifiziert sein. Das große Zauberwort. Ich muss mein Geld auf viele Töpfe, auf mehrere Renditebringer sozusagen verteilen. Ich alte Spruch, ich darf halt nicht alle Eier in einen Korb legen. Das ist die eigentliche Sicherheit und dann muss ich zulassen, dass mein Geld Teile meines Geldes auch ordentlich mal schwankt, auch zwischenzeitlich mal runter geht. Aber wenn ich Zeit mitbringe, ich Geduld mitbringe, wenn ich Coolness mitbringe, dann kann ich das mit, wenn ich den richtig gestreut habe, auch aussitzen und dann erholt sich das schon wieder und dadurch, dass es auch mal runter geht, wird es langfristig auch deutlich nach oben.
speaker-1: Jetzt ist Diversifikation ein gutes Stichwort, nicht immer in die richtige Richtung. Jetzt gibt es ja verschiedene Produktausgestaltungen, sag ich mal, an der Stelle. Und das ist jetzt die Frage, da weißt du sicherlich mehr, ihr wart ja auch viel aktivistisch unterwegs, positiv aktivistisch aus meiner Sicht, bei dem ganzen Thema. Was wird da jetzt kommen an Produktausgestaltungen? Das ist ja schon von Altersvorsorge ... Depot gesprochen, man würde also annehmen, kommen Broker auf einmal mit ins Spiel. Der Staat, Versicherungsgesellschaften, was kommt da jetzt eigentlich auf uns zu? Weil sicherlich wird die Medienlandschaft jetzt davon voll sein und jeder wird es mal, also meine Eltern haben gesagt, den Nachrichten habe ich davon gehört, was hat es denn damit auf sich? Ja, das geht gerade rum. Worauf kann sich der Verbraucher, die Verbraucherinnen da vorbereiten und was hältst du auch von den verschiedenen Varianten, die da wahrscheinlich an den Markt kommen?
speaker-0: Es wird eine sehr bunte Produktwelt, Produktlandschaft entstehen. ⁓ Schichten wir mal ein bisschen ab. Ich fange mit dem Schlimmsten an. Es wird more of the same geben. wird mehr oder weniger viele Versicherungsverträge, Rendenversicherungen sein, allem auch fondgebundene Rendenversicherungen sein, wo es keinen großen Unterschied zu einem Riesler-Vertrag geben wird. Und vor allen Dingen auch keinen großen Unterschied, was die Kosten angeht und was die Garantie angeht. Dann ist es nach wie vor möglich, auch nach der Reform sozusagen so einen Vertrag als mit einer vollen Beitragsgarantie, also mit 100 % garantierten Einzahlungen auf das, ich einzahle und auf die Zulagen vom Staat zu geben, es wird die Möglichkeit geben, 80 % Garantie darauf zu geben und das schreit alles danach nach den gut altbekannten Rentenversicherungen, die durch den Versicherungsvertrieb vor allen Dingen, aber auch natürlich auch durch Banken vertrieben werden, wo sehr oft leider nicht gut informierten Kundinnen und Kunden dann gesagt wird, nein. für ihre Altersvorsorge. Da dürfen sie natürlich nicht zocken. Dann dürfen sie nur sehr begrenzt auf Aktien sein. Sie wollen doch sicherlich, dass da mindestens das Gleiche drin ist, was sie eingezahlt haben. Und das haben sie mit diesem Vertrag garantiert. Und diese alten Argumente, die vor 20 Jahren und auch über die letzten 20 Jahre immer wieder funktioniert haben, die werden auch weiter funktionieren. Es gibt auch leider keinen Anhaltspunkt, dass das nicht funktionieren wird, weil, das haben wir letztes Jahr bei Finanztipp berichtet, es werden auch jetzt noch jedes Jahr zwei Millionen Rentenversicherungen, in aller Regel vorgebohren Rentenversicherungen, die in aller Regel viel zu teuer sind. jedes Jahr neu abgeschlossen. Es gibt nicht 2 Millionen, sondern es gibt zig Millionen übrigens von Verträgen, sondern jedes Jahr werden noch 2 Millionen neu abgeschlossen. Leider geht es in den entsprechenden Versicherungsvertrieben und Finanzvertrieben, Strukturvertrieben usw. denen geht es gar nicht schlecht. Die verdienen nach wie vor ganz gut ihre Kohle. Also das wird es für die Altersvorsorge geben. Dann wird es klassische Fondsparpläne geben, geförderte Fondsparpläne, natürlich in einem Depot drin mit aktiv gemanagten Fonds, weil Banken hier sicherlich ihre aktiv gemanagte Fonds platzieren wollen, wo also das Argument an sehr vielen Stellen sein wird, na da passt doch jemand auf ihr Geld auf, der federt es dann auch mal ab, wenn es an der Börse nach unten geht, dann holt er sie da richtig raus, der sucht überdurchschnittlich gut funktionierende performende Titel raus, der sorgt für die richtige Mischung in dem Fond und so weiter, das wird es auch geben. Das ist sozusagen schon mal eins besser, aber auch in da rechne ich immer noch mit Produkten, die deutlich zu viel kosten werden, also oberhalb von 1%, dann durchaus 1,5%. Jahr, das klingt immer nicht nach viel, aber das macht halt einen großen Unterschied ob mein Produkt 0,5 oder sogar nur 0,3, 2 Prozent pro Jahr kostet oder oberhalb von einem Prozent.
speaker-1: Wenn ich da mal ganz kurz einhaken darf, haben sogar mal so einen Wir haben so einen Rechner mal gebaut, wo man genau das zusammenlegt. Und wir haben das mal bei 100 Prozent simuliert, also 100 Prozent Garantie und ein Provisionsvertrag auf 1 Prozent Kosten gedeckelt. Dann kommt es gleich auf mit einem ungeförderten ETF-Depot. Das heißt, Prozentpunkt oder jeder 0,1 Prozentpunkt, der eigentlich auf dieser 1 Prozent oben draufkommt, macht es schon schlechter als ein normales ETF-Depot und ... Da sollten alle ganz aufmerksam zuhören an der Stelle. Also 1 % sind wir noch zu viel, ich, der Stelle. sind wir uns, ich, einig.
speaker-0: Ideal wäre natürlich so wenig wie möglich. Da komme ich gleich noch dazu, was auch von Beispiel Verbraucherzentralen gefordert wird, dass es noch deutlich günstiger gehen muss, weil wenn man das Beispiel, das natürlich zu dieser Reform auch beigetragen hat, das schwedische Modell anschaut, dort die Staatsfonds, haben Kosten in aller Regel von unter 0,1 Prozent. Da reden wir zum Teil von fünf Basispunkten oder so was in der Richtung oder sieben Basispunkten. Wenn man abschaut von anderen Ländern,
speaker-1: Dann auch komplett.
speaker-0: Ja, genau, komplett. das geht schon. Ich bin nur der Meinung, und das sieht man ja auch gerade an dem, sich ETFs entwickelt haben und die Kosten auch von ETFs entwickelt haben, da trägt der Wettbewerb halt auch ganz viel dazu. Also jetzt kommen schon Welt-ETFs auf den Markt, Weltaktien-ETFs mit tatsächlich 0,05%, also fünf Basispunkten Kosten. Ob die sich jetzt bewähren, weiß ich noch nicht. Aber man sieht, wie die Kosten sowohl bei den Depots als auch bei den Fonds oder ETFs sinken durch den knallharten Wettbewerb, da draußen passiert. Und das wünsche ich mir für das Altersvorsorge-Depot halt auch. Es wird also auch wichtig sein, dass diese Kosten transparent ausgewiesen werden, dass man die wirklich auch gut vergleichen wird. Das machen wir bei Finanze natürlich und wir werden es ausführlich durchrechnen. es ist natürlich auch, ich gebe mir auch keine Inszenen hin, wir erreichen natürlich nicht alle Millionen von Leuten, die das betrifft. Und es ist halt auch wichtig, der Kunde oder die Kundin das auch wirklich gut dann in der entsprechenden Information sehen kann und vor allen Dingen, dass keine Kosten versteckt werden können. Ingo wird das auch wissen, gut gerade Versicherer, nicht nur Versicherer, aber auch Versicherer, daran sind, Kosten irgendwo zu verstecken, der Gesetzgebung quasi, ich sag's mal ganz deutlich, vorbei zu schmuggeln, dass man es halt nicht optimal...
speaker-1: Ich find da ein Argument ganz spannend, Saeedi, was du gesagt hast, werden nicht alle erreichen. Jetzt ist ja ein Grund dahinter, warum Finanzvertriebe, wie du gesagt hast, vielen geht's sehr gut. Ich nenn's aus Wettbewerbsgründen keinen, das fliegt wieder in E-Mail rein. Aber die wachsen, die mehr Vertriebler, die machen mehr Umsatz. Wir haben das mal uns auch angeschaut, also ein Netto, ein Nettotarifversicherung. Bei Riester kostet's schon 0,7, inklusive ETF-Kosten. Also der Mantel 0,5 plus ETFs 0,2, sagen wir mal. Das heißt, da ist eigentlich gar nicht mehr viel Marge bei diesem 1-Prozent-Deckel, wenn ich da bleiben würde. Das heißt, logisch werden Vertriebe da draußen es teurer machen müssen und das irgendwie verkaufen, dass sie dann parallel deine Haftpflicht umsonst überprüfen. Was hältst du denn von dem Argument? Da kam ich drauf, ihr könnt nicht alle erreichen und Es muss teurer sein, weil der Vertrieb muss bezahlt werden, denn am Ende machen die Leute Altersvorsorge nicht freiwillig, sondern man muss sie darauf bringen. Das heißt, man muss sie auch auf das neue Altersvorsorge-Depot, Versicherung, wie auch immer, Was hältst du davon? Von dem an.
speaker-0: Zum einen ist es natürlich richtig, dass leider wir nicht schaffen werden, dass alle Leute sich darum selbst kümmern. Die grundlegende Message ist von uns da und zu der stehe ich natürlich. Du brauchst dafür keine Beratung. wird total simpel sein. Du lädst eine App aufs Handy runter. Vielleicht musst du noch eine Identifikation machen, wenn du neues Konto eröffnest. Dann suchst du dir einen ETF da drin aus, ob du den jetzt von dem Anbieter hoffentlich sinnvoll vorgeschlagen bekommst oder zum Beispiel von Finanztrip. Und dann machst du deinen Sparplan von maximal 150 Euro. Mehr wissen wir noch nicht, aber gehen wir mal von maximal 150 Euro aus. Ende! dann vor allen Dingen, die Schwierigkeit kommt danach. Liegen lassen, nichts machen und cool bleiben, wenn es mal schlecht läuft. Das ist die eigentliche Geschichte. Dafür will ich auch nicht, dass die Leute Geld bezahlen müssen. Aber es ist schon richtig, dass natürlich viele Leute sich auch damit befordert fühlen, weil die sich an dieses ganze Thema überhaupt nicht rantrauen. Das Problem besteht halt, dass wir in Deutschland immer noch viel zu sehr an diesem Provisionssystem. hängen und das was jetzt da draußen getrommelt wird, wir brauchen höhere Kosten in den Produkten drin, damit der Vertrieb auskömmlich entlohnt wird. Ja das kann ich ein Stück weit schon verstehen, aber das Anreizsystem ist halt komplett falsch. Weil du zahlst nicht für Beratung, du zahlst für den Verkauf, du zahlst dafür, dass jemand dich überredet etwas zu machen, was am Ende wahrscheinlich für dich zu teuer ist. Das ist so dieses ganze Thema wie wie man Finanzbildung in Deutschland organisiert. Das ist ein viel größeres Thema, wie man Leute grundsätzlich aufklärt, wie sie sich über mehr Geld kümmern sollten, sie mehr aus ihrem Geld machen könnten usw. Das ist noch viel größere Geschichte. hat auch die letzte Regierung was angestoßen mit der Nationalen Finanzbildungsinitiative, das jetzt aus meiner Sicht nicht komplett im Sand verlaufen ist, aber nicht wirklich erfolgreich war. ist noch viel, viel zu tun. Wir setzen uns ja mit der Finanzdipf-Stiftung auch dafür ein im Rahmen unserer Bildungsinitiative Finanzdipf Schule, dass dieses Thema eben mehr an die Schulen erreichen da heute schon ein paar tausend Lehrer, die sich da freiwillig letztendlich darum kümmern. Das ist total cool, aber da ist natürlich immer noch viel Luft nach oben. Aber am Ende krankt halt daran, dass wir in Deutschland zu, ich weiß es nicht, aber in den allermeisten Fällen keine wirkliche Finanzberatung haben, sondern natürlich nur Finanzvertrieb, Finanzverkauf.
speaker-1: Würdest du es selbst machen? Würdest du jetzt ein Altersvorsorge-Depot dir anlegen?
speaker-0: Ja genau, werde ich nächstes Jahr so gut wie sicher machen. Natürlich muss auch ich noch, wie wir alle müssen, bin ich als Privatperson, sei ich die Soli Lato und als Chefredakteur von Finanztab, da gibt es keinen Unterschied. Wir warten alle darauf auf die Produkte, ob die denn hoffentlich so günstig sind. Jetzt fahren wir mal zur guten Seite der ganzen Geschichte, wir haben von uns vorher über zu teure Angebote und so weiter unterhalten. Jetzt gibt es hoffentlich auch Anzeichen, dass es sehr gute Produkte geben wird. Nämlich schlichtweg ein Depot bei... Neobroker bei einer Direktbank online halt, wo ich schlichtweg mir einen Aktien-ETF reinlegen kann und darauf mit dem Sparplan dann Zulage vom Staat bekomme und das hoffentlich zu sehr günstigen Kosten. haben eben das ausgerechnet bei Finanzimum sagen bei 0,5 Prozent, das wäre so das Maximum, aber es gibt deutlich Hinweise, dass es günstiger gehen wird. Das war also letztendlich wesentlich nur die ETF-Kosten, dann vielleicht noch eine kleine Gebühr oder so vielleicht oben drauf haben, sodass wir vielleicht bei 0,2, 0,3 Prozent. rauslaufen und was dazu hilft, dass es auch ein staatliches Produkt geben wird. Also letztendlich einen staatlichen Fonds für die Altersvorsorge. Da hoffen natürlich alle, dass der noch mal deutlich niedriger von den Kosten her liegen wird und damit auch ein Wettbewerb zu den privaten Anbietern steht und damit auch so niedrigen Kostenanker setzen wird, an dem sich dann alle auch messen werden können. Da bin ich schon auch ein großer Freund von Wettbewerb, sodass auch der Staat natürlich dann Anreiz hat, schlichtweg ein gutes Produkt. zu niedrigen Kosten, aber auch guter Kapitalanlage aufzulegen. Wird sehr spannend, aber wenn es dann irgendwie eine gute Lösung geben wird, bin ich sehr optimistisch und dass ich nächstes Jahr von meinem, Teil meines ETF-Sparplans, ja ich spare mehr als 150 Euro weg, dass ich 150 Euro da ab 1. Januar da reinstecken werde.
speaker-1: Vor allem haben wir uns schon mal auch darüber Gedanken gemacht und ich habe die Fragen auch schon bekommen, wie kann das denn so ein Broker so günstig darstellen? Und eine spannende Entwicklung ist jetzt für die, die schon bisschen tiefer im Thema drin sind, war ja dieses Thema Payment for Auto Flow, dass man quasi nicht mehr sich diese Provision nehmen darf. Aber wenn jetzt zum Beispiel Skateable oder auch Trade for Public ihre eigenen Börsen haben und dann pro Jahr einmal die ganzen Zulagen ... als automatische Sparaufträge bekommen, dann ist es natürlich ganz nett, sich über den Spread schon mal ein paar Kosten reinzuziehen bzw. sich darüber dazu verdienen. Und andersrum, deswegen finde ich das eigentlich ganz positiv, gerade bei solchen Anbietern, könnte man natürlich annehmen, dass sie dann vielleicht erst recht mit sehr konkurrenzfähigen und sehr günstigen Produkten an den Start gehen können. Deswegen bin ich mal gespannt, gerade bei denen, die dann auch selbst eigene Börsen anbieten wie Scalable, wie die Kostenstruktur am Ende wirklich aussieht und ob es nicht sogar ein staatliches Produkt schlagen kann.
speaker-0: Ja, das wird man sehen. Ich glaube, da wird es eher Unterschiede in der Anlagephilosophie geben. Also wie weit kann ich auf der einen Seite, indem ich einfach stichweg so einen weltweiten Aktien-ETF bespare, ganz passiv investieren. Wie weit wird es auch gemanagt? Das wird man auch sehen müssen, da von der Anlagerstrategie her sozusagen das staatliche Produkt. aussehen wird. hoffe, dass man da auch wählen kann, dass ich mir sozusagen, dass ich auch bei dem staatlichen Depot mir sozusagen ausruhen kann, ich will jetzt ganz passiv investieren, ETF-like sozusagen, oder nee, da soll irgendwie ein Form-Manager auf mein Geld aufpassen, dann vielleicht auch zu höheren Kosten.
speaker-1: Dann gibt es den deutschen Staat MSCI
speaker-0: Also irgendwas in der Richtung, man hofft, dass es das gibt. Das ist halt auch das Spannende. Nochmal, bin ja so bisschen, stehe manchmal so in der Kritik, dass ich so eine staatliche Lösung ablehnen würde. Das überhaupt nicht richtig. Das Einzige, was ich sage, es sollte halt nicht das einzige Produkt, also einen Zwang da reinzugehen, das wäre auf alle Fälle falsch, weil niemand garantiert ja, dass das staatliche Produkt, auch wenn das total günstig ist, eine gute Geldanlage macht. Die müssen sich auch, da ist, glaube ich, der Wettbewerb auch... und das ist auch gut, so wird es ja wahrscheinlich kommen, dass ich auch mein Altersvorsorge-Depot wechseln Also wenn irgendwie ein Anbieter, dann kommt ein neuer Anbieter mit noch niedrigen Kosten oder jemand lässt sich was besseres einfallen, was das auch mal bedeutet. Wir reden ja hier über 40, 50, 60 Jahre oder so was in Richtung. Da wird es schon auch mal hoffentlich irgendwie Innovationen geben, wie auch immer die aussehen wird. Das kann ich ja natürlich heute auch nicht beurteilen, dass ich halt nicht festgenagelt bin und nicht in irgendeinem Vertrag drin stecke. Da ist mein Lieblingsgegenbeispiel sind immer hier Hürup-Verträge, wo ich halt einfach komplett auf, was weiß ich, 50, 60, 70 Jahre festgenagelt bin und nichts daran ändern kann, dass ich das halt auch umziehen kann. Und spannend ist halt an der Stelle auch, dass da letztendlich die ganze Bankenlandschaft jetzt schon sehr viel stärker, das hat bei Riese angefangen, aber diesmal die Bankenlandschaft auf die für sichere Landschaft trifft und die im Wettbewerb miteinander stehen. Und da ist, was die Bankenwelt halt schon immer voraus hatte, ist halt genau dieses Thema Kostentransparenz, dass die viel stärker miteinander im Wettbewerb stehen. Und naja, wenn da irgendjemand sich was einfallen lässt, was letztendlich der Markt nicht goutiert, was sich nicht rausstellt, dann wird das auch ganz schnell im Sinne eines guten Marktes wahrscheinlich wieder raus evolviert.
speaker-1: Jetzt hast du gesagt, zu Beginn, es ist nicht unbedingt einfacher geworden. Und gleichzeitig sagst du, eigentlich brauchst du keine Beratung. Ich hab jetzt natürlich einen kleinen Bias an der Stelle, weil wir eine Radberatung machen. Aber ich hab trotzdem aufmerksam zugehört, denn du hast ja selbst gesagt, es ist nicht unbedingt einfacher geworden. Magst du da mal so bisschen drauf eingehen, was ist im Verhältnis zu FOIA aus deiner Sicht komplizierter geworden? Und zumindest, ich nehme jetzt mal eure Sicht an als Finanztipp. Erklärungsbedürftiger.
speaker-0: Erklärungsbedürftige, würde ich nicht sagen. Es ist einfach nicht so stark vereinfacht worden, ich mir gewünscht hätte. es geht ja damit los, dass du auf die ersten 360 Euro, die du einzahlst, 50 Prozent Förderung bekommst. Und dann geht das sozusagen nach unten. Und allein so eine Abstufung, das muss man erst im Kopf haben. Relativ einfach finde ich da, Gott sei noch die Regelung für die Kinder. 300 Euro einzahlen, 300 Euro pro Kind bekommen. Das haben sie mal. Das kannst du dir einfach auch merken. sind so kleine Geschichten. Damit die Leute von dem Konzept überzeugt sind und sollen es ja auch machen, finde ich total wichtig. Das können sie sich irgendwie merken. Ich zahle 300 Euro, dann bekomme ich pro Kind auch 300 Euro. Solche Regelungen hätte man sicherlich noch mehr machen können. Das heißt jetzt nicht, dass ich sage, der Gedanke ist ja, dass man auf 360 Euro 50 % Förderung, also 180 Euro obendrauf bekommt, den verstehe ich schon. Man möchte halt sozusagen eine hohe Förderung für Leute mit geringem Einkommen haben. total sinnvolle Idee. Aus meiner Sicht hätte man halt immer bisschen mehr Geld in die Hand nehmen können und das noch bisschen aufblasen können. Aber gut, lassen wir das mal an der Seite. Und dann gibt es noch das ganze Thema Auszahlung aus meiner Sicht. Das ist natürlich jetzt noch nicht so relevant, aber das wird noch schon später spannend sozusagen. Du kannst einerseits einen Auszahlplan machen, der mindestens bis 85 laufen soll. Also hast du schon mal so, okay, mache ich jetzt bis 85 oder bis 90 bis 95? Wie soll ich das machen? Und auf anderen Seite hast du dann die Möglichkeit aber doch wieder eine garantierte lebenslange Rente zu machen. Und da gibst du halt den Leuten schon sehr viele Optionen an die Hand. Ja, das soll mit diesem sogenannten Standardprodukt besser gemacht werden. Glaube ich ehrlich gesagt nicht dran, dass das sehr viel einfacher gemacht wird. man hat schon sehr viele Möglichkeiten. Jetzt kann man sagen, ja, du lässt den Leuten Wahlfreiheit. Da bin ich auch grundsätzlich ein Fan davon. Aber so richtig mit dem der Gedanke, Vereinfachung für Leute, die sich mit dem Thema bisher vielleicht gar nicht oder nur sehr wenig beschäftigt haben, der ist nicht so richtig durchgeführt werden und irgendwo da stehen wir glaube ich beide dann an einer selben Stelle. Die Leute werden natürlich Hilfe brauchen, ob sie sich online bei Finanzlib informieren oder sagen, na ich habe ein größeres Thema und ich traue mich an die Sache einfach nicht ran, ich nehme jetzt Geld in Hand und auftrage einen Honorable.
speaker-1: was ja oft von Hörern Hörern bei uns gekommen ist, für mich ist das zu spät. war schon bei ETFs so generell beim Investieren. Wie ist das jetzt beim Altersvorsorgedepot? Was würdest du sagen Saidi, bis wann, bis zu welchem Alter würdest du es empfehlen?
speaker-0: Also, wenn wir davon ausgehen, dass die Kosten sehr niedrig sind, so wie wir es vorher gerade diskutiert haben und dass es sehr günstiges Angebot ist, würde ich behaupten, dass es kein Höchstalter gibt. Und zwar aus einem einfachen Grund. Es sind ja maximal gefördert 1800 Euro pro Jahr möglich. Und natürlich kann ich sogar noch, wenn ich sogar jenseits der 60 bin, auch nochmal 1800 Euro pro Jahr da einbezahlen. als sozusagen Baustein in meiner hoffentlich etwas größeren Altersvorsorge, wo ich dann sage, das ist ein gewisser Aktienanteil, den ich da drin habe, der dann hinten auch ausgezahlt wird. Jetzt kann man sagen, okay, das hat ein großes Risiko, dass wenn ich das jetzt mal mit 63 anfange, dass das dann 67 runtercrasht, weil ich gerade einen Börsencrash erwische. Das Schöne ist, und das ist noch bisschen die Frage, kann ich das Geld jenseits des Renteneintritts, also jenseits von 67, weiter in Aktien lassen? Die Frage ist noch nicht geklärt. Es sieht für mich so danach aus, wenn es diesen Auszahlplan gibt, dass das möglich ist. Und dann habe ich natürlich sofort einen sehr viel längeren Anlagerhorizont, was ich dann machen muss. Ich muss diesen Auszahlplan mehr strecken. Also den würde ich natürlich nicht bis 85 nur machen, sondern eher 90 oder sogar 95. Weil dann habe ich wieder den langen Anlagerhorizont von wir sagen ja bei Finanzsepp mindestens 15 Jahren und dann ändert sich sozusagen. nichts mit dem Rentenbeginn. Wenn die das jetzt so konstruieren, dass da irgendwie doch noch so ein Passus reinfliegt und sagt, nein, mit 67 muss das alles ganz sicher angelegt werden, dann schaut die Rechnung sofort ganz schön anders aus. Da muss man sich das auch mal genauer anschauen, ob man nicht da eben sozusagen dann, weil da braucht es ein Ablaufmanagement, weil sonst hast wirklich das Risiko, dass dein Aktien-ETF mit 65, 66 irgendwie durch den Boden knallt, weil wir ja gerade Börsencrash haben und das willst du natürlich in dem Moment nicht, dann braucht es ein ordentliches Ablaufmanagement. Aber es sieht nicht danach aus. Und deswegen glaube ich, dass es diesem Sinne kein Höchstalter gibt.
speaker-1: Auch das haben wir mal durchgerechnet mit diesem Rechner, den wir da gebaut haben, was du beschreibst. Ist auch ganz spannend. Es ist ja immer dieses Thema, was du angesprochen hast, lebenslange Rente und auch die Risiken, die da eingeplant werden, die Abzüge, die eine Versicherung macht an Stelle, die erst mal aus Versicherungsmathematik verständlich sind, für die Einzelperson immer eher schlechter da sind. Und wir haben das mal ausgerechnet, also wenn du tatsächlich bis 100 so einen Auszahlplan machen würdest und einfach von zwei Prozent Rendite ausgehst. Klar ist die Frage, bleiben die Kosten gleich hoch? Wenn ich so einen Ablaufmanagement damit einbaue, wenn wir annehmen würden, sie würden gleich hoch bleiben, dann würde man sich fast immer besser stellen mit so einem Auszahrplan bis 100, selbst bei 2 Prozent, als wenn man eine Leibrente nimmt. Und da schließt sich eine Frage an. Gibt es aus deiner Sicht, wir schließen jetzt mal so, mein Arbeitgeber gibt mir 100 Prozent zur betrieblichen Altersvorsorge dazu, gibt es aus deiner Sicht ein besseres Produkt, mit der Altersvorsorge zu starten, die ersten 150 Euro, die ich in ein kostengünstiges Altersvorsorge-Report packen kann?
speaker-0: Das hast du, glaube ich, das entscheidende Wort schon gesagt, wenn ich mit Alterslose gestarte und in aller Regel, wenn ich starte, bin ich ja noch jung. Das heißt, ich habe noch wirklich lange Zeit und dann lautet meine klare Antwort nach allem, was wir heute wissen, nein. Ich würde in aller Regel die ersten 150 Euro in so einen geförderten ETF-Sparplan stecken, einfach weil ich noch so lange Anlageholz haben und damit, das muss ich jetzt vielleicht kurz für die Hörerinnen und Hörer hier erklären, weil in der betrieblichen Altersvorsorge, ja, da gibt es auch schon andere Modelle, aber in aller Regel habe ich da ja wieder eine Garantie drin. Wie bei Riester, das ist ganz ähnlich von der Konstruktion her. Und dadurch ist die Rendite nach oben hin begrenzt. Jetzt hast du gerade das Gegenbeispiel gesagt, jetzt kriegt ihr auch 100 Euro oder 100 Prozent vom Arbeitgeber.
speaker-1: 100 % gefördert. Ich bekomme einfach alles geschenkt vom Arbeitgeber.
speaker-0: Okay, gut, okay, sind natürlich geschenkter Gaul, dem würde ich nicht machen. wenn man sagen würde, ja, ich bekomme jetzt wirklich einen hohen Arbeitgeberzuschuss, dann müsste man das gegen das entsprechende Produkt rechnen. Das wird für die allermeisten Leute nicht möglich sein. Jetzt können die sagen, okay, ich nehme die Direktversicherung oder was auch immer, Pensionskasse, die von meinem Arbeitgeber da angeboten wird und gehe noch zum Hohneraberater. muss ich auch sagen, lohnt sich das wirklich, natürlich er für seine Arbeit gut verdienen, das ist ja auch völlig in Ordnung. Lohnt sich dieser kleine Case für Leute, die dann eine schnelle Lösung wollen. Wenn ich wirklich eine super Förderung von meinem Arbeitgeber bekomme, zum Beispiel auf jeden Euro, den ich da einsahle, bekomme ich einen Euro vom Arbeitgeber um drauf, dann kann ich das schon auch mitnehmen. Das wäre wahrscheinlich immer auch eine ganz gute Idee, diese Förderung mitzunehmen. Und wenn ich es dann schaffe, dann mache ich 50-50. Ganz pragmatisch für jemanden, so eine Daumenregel haben will, da stecke ich 50 Prozent. in betriebliche Altersvorsorge. Sagen wir mal, ich kann ja 200 Euro leisten, dann mache ich 100 Euro in die betriebliche Altersvorsorge. In dem Bewusstsein, ist eher ein bisschen sicher angelegtes Geld, da ist wahrscheinlich eine Garantie drauf, aber ich bekomme ja vom Arbeitgeber nochmal 100 Euro obendrauf und mache nochmal 100 Euro in gefördetes Altersvorsorge. Die Potenzialniedrigen Kosten, das würde ich als pragmatische Lösung, jeder kann natürlich die Gewichte da auch anders verschieben, fände ich das in Ordnung. Aber ich würde, ganz kurz noch, ich würde nie 100 % ich würde nie nur betrieblich Altersvorsorge machen, weil wahrscheinlich wirst du die nicht dein ganzes Leben haben und viele andere Sachen. Also nur darauf zu setzen. würde immer auch schauen, dass ich Altersvorsorge depot beziehungsweise privaten ETFs
speaker-1: Wenn wir davon weggehen von Ingues Idee, dass der Arbeitgeber da mitmacht, was ist, wenn man jetzt einfach sagt, man ist jung, wenn man irgendwie startet, aber, glaub ich nicht, beziehungsweise was ich auch von unseren Hörern und Hörern höre, ist das gar nicht immer so. Viele trauen sich an das Thema Altesversorge einfach nicht dran. heißt, wie alt jetzt jemand ist, was würdest du sagen, wenn wir nochmal Ingues Frage aufnehmen, womit starten
speaker-0: Egal. Also wenn du diese Möglichkeit betriebte Altersvorsorge nicht hast oder die nicht attraktiv ist, weil dein Augeber da nichts Gutes anbietet und wenn du nicht vorhast ein mobiles kaufen und zu bauen, das ist nochmal ein ganz anderes Thema, dann sieht jetzt zum heutigen Stand, wo wir diesen Podcast aufnehmen, alles danach aus. Die ersten 150 Euro würdest du in hoffentlich ein günstiges Altersvorsorge-Depot stecken. Punkt.
speaker-1: Jetzt haben ja viele auch bestehende Verträge. Was mache ich denn jetzt damit? Gibt es da schon so erste Tipps von euch als Finanztipp? Weil damit gehe ich ja dann auch in die gedreckte Konfrontation mit dem Finanzvertrieb, der es mir vielleicht vermittelt hat. Da sind noch Provisionen offen. Spoiler. Interessenkonflikt, aber unabhängig davon. Wie steht ihr zu bestehenden Verträgen? Gibt's da auch schon Daumenformeln, wo ihr sagt, in 80, 90 Prozent der Fälle wird sich ein Wechsel lohnen? Und wo gibt es auch Fälle, wo es nicht lohnt aus eurer Sicht?
speaker-0: Da lenne ich mich ganz klar aus dem Fenster. haben ja die Folge damit begonnen, dass Riester daran gekrankt hat, dass die allermeisten Verträge zu teuer waren, schlechte Rendite liefern und da ist ganz klar, die allermeisten Verträge werden sich wahrscheinlich lohnen, in ein günstiges Altersvorsorge-Depot zu übertragen. ich weniger Kosten drin habe, weil ich langfristig höhere Renditechancen habe, weil ich auch wahrscheinlich das Gefühl habe, hey, das ist transparenter, vor allem wenn es zum Beispiel... Neobroker über eine Direktbank, über eine App letztendlich auf einem Handy läuft und dann kriege ich nicht irgendwie einmal im Jahr so eine seltsame Jahresermitteilung, wo dann irgendwie Kosten drauf stehen und ich durchblick das auch nicht so, das wird alles sehr viel transveransager sein. Also klare Message für die allermeisten Rieseverträger. für die allermeisten Verträge wird es sich lohnen, das zu übertragen. Es sieht auch danach aus, dass ich, wenn mein Vertrag mindestens fünf Jahre alt ist, dafür auch keine Kosten bezahlen muss. Da muss man noch anschauen, berechnet der der neue Anbieter, mehr Kosten. Auch da glaube ich, dass es da sehr gute Angebote geben wird. Also klare Message, die meisten Verträge wird es sich lohnen zu übertragen und dann auch wieder einzuzahlen. Es gibt ja sehr viele beitragsfeiergestellte Verträge, dann kann man die Zahlung auch wieder aufnehmen. Jetzt mag es Ausnahmen geben. Eine Ausnahme ist zum Beispiel, wenn ich wirklich noch so einen uralten, riesen Bank-Sparplan habe, gab es ja mal so an und da zu mal. Und vor allen Dingen, wenn der alt ist, dann hat er vielleicht noch hohe Zinsen. Diese Bank-Sparpläne hatten in aller Regel auch sehr sehr niedrige Kosten, dann kann ich den auch weiter laufen lassen als sichere Geldanlage. Wenn ich das denn möchte. Wenn ich aber sage, ja das ist ganz nett, dass ich da jetzt, ich sag jetzt irgendwas, ja drei Prozent Zinsen drauf bekommen habe, eigentlich weiß ich, muss da noch mehr gehen, dann kann man auch so sogar so einen Bank-Sparplan übertragen. Und noch ein Sonderfall wäre, ich, also in aller Regel habe ich niedriges Einkommen, ja. oder mein Ehepartner und Ehepartnerin ist der eigentlich Förderberechtigte und ich muss in meinen alten Register nur 60 Euro Mindestbeitrag einbezahlen und bekomme darauf sogar noch Kinderzulagen. Also ideal, falls sage ich mal, ich zahle 60 Euro ein, bekomme 175 Euro Grundzulage für mich selbst und sagen wir mal zwei Kinderzulagen je 300 Euro. Dieses Verhältnis lohnt sich und das kriegst halt im neuen Altersvorsorge-Depot nicht, weil da musst du 300 Euro pro Jahr einbezahlen, die volle Zulage zu bekommen. Das wird sich wahrscheinlich, aber das sind Ausnahmefälle. Und selbst in dem Fall haben wir heute auch schon in der Redaktion diskutiert, wenn das Kindergeld irgendwann ausläuft, weil die Kids zu groß werden, ich dann die Kinder zu lange nicht mehr bekomme, wahrscheinlich spätestens dann wird sich lohnen, alten Vertrag auf einen Altersvorsorge-Lippo zu übertragen.
speaker-1: Ja, und wenn die Laufzeit besonders lang ist und die Kosten höher als 1 % sind auch, das haben wir mal nachgerechnet. Und es ist noch ein Fall als Zusatz und die Fragen hatte ich auch schon, wo wir relativ alte KundInnen hatten, also alt in Anführungszeichen natürlich, aber nah an der Rentenphase, die so 65, 66 sind und die noch so ganz hohe… Das soll ich noch neu formulieren. Ja, also nah an der Rentenphase sind, so meine ich das. die so ganz hohe, wie du meinest, Saeedi, im Bankspartplan, so ganz hohe Rentenfaktoren haben, wo man sich schon überlegen muss, natürlich will ich jetzt einen Auszahlplan machen, der quasi gar keine Garantien hat oder wenn ich das adäquat vergleiche mit einer Leibrente, dann können die teilweise so hoch sein, dass man sich dann so kurz vorher noch überlegen muss, auch die Ausnahmefälle wird es geben, aber wie du schon sagst, ich glaube in 90 bis 95 Prozent der Fälle ... ist es dann so, dass man guten Gewissens in die neue Variante wechseln kann.
speaker-0: Und in dem Fall ist jetzt ein wichtiger Tipp, wenn jetzt gerade jemand, wenn die Riesenerrente zur Auszahlung ansteht, ich würde es jetzt gerade nicht machen. Ich würde abwarten sozusagen, weil auch das wären wir, ihr macht das ja auch offensichtlich, bei Finanzwärme das auch vergleichen mit den neuen Produkten. Es kann durchaus sein, dass es sich lohnt zur Auszahlphase in ein neues Produkt, eben zum Beispiel so einen Auszahlplan in Anspruch zu nehmen. Ja, wenn die Rente, die mir mein alter Versicherer sozusagen anbietet, sehr hoch ist, dann... dann kann ich das ja in Anspruch nehmen. Ich glaube, dass in vielen Fällen die Auszahlpläne, und deshalb hast du ja vorhin auch schon angedeutet, sehr viel attraktiver sein werden.
speaker-1: Sadie, ich werde dir die Abschlussworte überlassen. Die Frage kommt natürlich von mir. Jetzt haben wir April und wir reden die ganze Zeit darüber, dass das nächstes Jahr startet. Jetzt sind vermutlich einige schon mit den Füßen, weil sie denken, es ist hart das Thema, ihr habt mich motiviert, ich kümmere mich darum, ich mache das. So, und dann kommt der Sommer und der Winter. Das wird man auch wieder vergessen. Also was würdest du jetzt denen raten, sagen, hey, ich habe euch gehört, es ist wichtig,
speaker-0: der Herbst und Winter und dann hat man
speaker-1: Ich möchte mich darum kümmern. Ich möchte das aber auch nicht vergessen, dass ich mich darum kümmern muss. Welche Motivation mich so mitgeben oder vielleicht ein Datum, was wir uns jetzt in den Kalender schreiben sollen oder, oder, oder was hast du da für einen Tipp?
speaker-0: uns. Kein Datum in den Kalender. Anfangen jetzt. Hol dir eine App aufs Handy, eröffne ein Depot, gute Tipps findest du auf finanzdip.de und mach einen ETF-Sparplan. Und du kannst dann zum 1. Januar immer noch wahrscheinlich zu Nullkosten, 150 Euro oder wie viel auch immer, in ein solches Altersvorsorge Depot wechseln oder noch zusätzlich aufs Ackwellen, vielleicht für Dienst irgendwann mal schwer. Aber wie du richtig sagst Lena, das Wichtige ist, ins Tun zu kommen. Und ins Tun zu kommen ist immer besser was. immer besser heute als morgen. Einfach mal einen ETF-Sparplan eröffnen. Wenn du dich nicht traust, dann fängst mit einem kleinen Betrag an, dann machst du vielleicht mal 50 Euro im Monat, einfach nur sich mal dran zu gewöhnen. ja, und jetzt geht das da rein. das ist jetzt mal bei 5 Prozent nach unten gegangen, weil Trump sich wieder was ausgedacht hat. Hey, aber jetzt ist wieder 3 Prozent nach oben gegangen. Ja, und sich überhaupt an dieses ganze Thema zu gewöhnen. Und dann kann man sich nächstes Jahr immer noch darum kümmern, dass man dann eine hübsche Zulage vom Staat oben drauf bekommt. Aber es geht nicht. Der Key ist nicht das Anzufangen, weil ich eine staatliche Zulage bekomme. Der Key ist überhaupt anzufangen, denn der entscheidende Faktor bei der ganzen Geschichte ist die Zeit. Dass das Geld mehr wird, kommt nur durch den Zinseszinseffekt zustande. Und der entscheidende Faktor für den Zinseszinseffekt ist tatsächlich nicht so wahnsinnig wie wie viel ich einzahle. Ja, natürlich spielt das schon auch eine große Rolle. Aber es ist vor allem Zeit. Die Zeit gibt dir keiner mehr zurück. Und deswegen, wenn du dich jetzt wegen dem ganzen Thema Altersvorsorge Depot und das geht erst zum 1. Januar damit los, jetzt damit beschäftigst, dann fang. jetzt an, eröffne ein günstiges Depot, fang mal mit zum Beispiel mit einem kleinen ITS-Sparplan an und Hauptsache du kommst ins Tun und du hast eine Routine zugelegt und dann kannst du im nächsten Jahr oder Ende des Jahres dich immer noch ein gefördertes
speaker-1: Super, danke. Das Saeedi Solilatu von Finanztip.
speaker-0: Finanzen vorbei, hört auch gerne unsere TF-Reihe.
speaker-1: Folge 20 bis 30 da gehe ich die ganze Reise durch, wie ich von keine Ahnung bis hin zu hey ich habe in ETFs investiert. das gehen wir da durch und Inge und ich machen bei him Inge oder? Unsere kleine neue ETF-Reihe damit man wirklich noch mal reinkommt was sind ETFs? haben alle blöden Anführungs...
speaker-0: Nächste Woche! beantworten.
speaker-1: Zeichen, Fragen, die man überhaupt haben kann. Also bleibt dran und danke Saeedi für die Motivation jetzt anzufangen und jetzt dieses nervöse, aufregende Kitzeln, was ich jetzt verspüre nach euren tollen Insights, das jetzt zu nutzen und loszulegen. Vielen Dank Saeedi, danke. Tschüss ihr alle.
speaker-0: Danke sehr gerne. Ciao.