How I met my money

How I met my money

Der Finanzpodcast für Anfänger

Transkript

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speaker-0: Denn der Staat wird ein eigenes Standardprodukt auf den Markt bringen. Das heißt, es gibt einen Eingriff in die freie Marktwirtschaft. Wenn der Staat was baut, der ja gar kein Verkaufsinteresse hat, könnte man schon eher sagen, bevor ich ganz verloren bin, mach ich das staatliche Produkt. Ob's dann nicht an der einen oder anderen Stelle noch besser geht, das hängt dann wieder von der freien Marktwirtschaft ab. Aber ich persönlich find's gut.

speaker-1: Ich glaube Altersvorsorge ist eines dieser Themen, dem wir hoffen, dass es sich irgendwann einfach wie von selbst klärt. Tut es nicht. Und genau deshalb sprechen auch alle gerade darüber. Letzte Woche erst, der Bundestag beschließt die größte Reform der privaten Altersvorsorge seit 20 Jahren. Neues Depot, neue Förderung, alles soll einfacher werden und am Ende mehr bringen. Und mein Gedanke war nicht voll spannend, sondern eher Okay, ist das jetzt wirklich relevant für mich oder ist das jetzt auch wieder so ein Produkt, das gut klingt, aber am Ende keiner versteht? Ich hoffe, dass ich nicht die Einzige bin, bzw. ich glaube, dass ich nicht die Einzige bin, denn vermutlich gibt es viele von euch, die gerade irgendwie dazwischen steht, ich sollte mich darum kümmern und auch ich habe keine Lust, mich da reinzudenken. Kein Problem, dafür haben wir Ingo da. Wir schauen uns das gemeinsam mit. ihm an und wollen wissen, was hat sich da verändert und wie könnte uns das tatsächlich helfen.

speaker-0: Hallöchen!

speaker-1: Jetzt brauchen wir deine Passion für das Thema. Erstmal so, wenn ich diese Headline jetzt nochmal so vorlese, größere Form seit 20 Jahren, stimmt das? Also was hat sich da wirklich verändert?

speaker-0: Und ich wollte noch mal, wir haben nicht nur mich da, sondern wir haben in nächsten Folge noch Saidi von Finanzfluss. Also alle, die sich jetzt mit dem Thema Altersvorsorge-Depot und Riester-Rentenreform, Riester 2.0 beschäftigen wollen. Saidi ist da nächste Woche, dann noch Marciano auch da im Kontext. Also wir werden in den nächsten Folgen das Thema mal richtig aufrollen an der Stelle. Denn es ist aus meiner Sicht tatsächlich eine der größten Rentenreformen der letzten Jahre. Also dieses Thema Riester war ja immer so bisschen verpönt. Es gab schon sinnvolle Möglichkeiten, aber wenige an der Stelle. Aber was da jetzt passiert ist, ursprünglich war es ja der Entwurf von der FDP. Aber dann hat ja Lindner gesagt, ich mach nicht mehr. Und dann ist das alles so bisschen in einer staubigen Kiste verschwunden im Bundestag. Und wurde jetzt mit der neuen Bundesregierung wieder rausgeholt, verbessert an einigen Stellen, definitiv. Und viele können davon profitieren. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, jetzt besser für die Altersvorsorge vorzusorgen. Was es aber ist, es ist nicht unbedingt einfacher geworden, es zu verstehen. Aber da können wir gleich noch mal bisschen mehr drauf eingehen. Hast du denn schon so bisschen die Kernpunkte da verstanden, Lena? Oder soll ich da noch mal ein bisschen reingehen?

speaker-1: Ja, ich möchte von dir alles wissen. Also nach dieser Folge möchte ich, dass alle, diese Folge gehört haben, inklusive mir, so immer so himmmäßig beim Abendessen, dass es den Freunden erklären können. dass man denkt, ich hab's verstanden, ich hab mehr als ich hätte gelesen. Also sag mal, was ist so jetzt die größte Änderung?

speaker-0: Ja, also vorher wurde immer kritisiert, dass es viele Kosten hat. Dafür gibt es jetzt einen sogenannten Kostendeckel. Zumindest für ein Standardprodukt, da können wir später auch noch mal drauf eingehen. Aber das war immer einer der größten Kritikpunkte der VerbraucherschützerInnen. Aber auch, dass es quasi immer zu 100 Prozent eine Garantie der Beiträge enthalten musste. Und die Folge, dass eine Versicherung dir die Beiträge garantieren muss, heißt, sie können nicht alles am Kapitalmarkt, nicht alles in ETFs anbieten. Und dieser Garantiezwang, der wurde auch aufgehoben. Und so kann man eben viel mehr in Formen aus den ETFs anlegen. Aber trotzdem, wenn man unbedingt möchte, mehr Garantien oder Garantien anwählen. Aber ich hab eben die Flexibilität, der einen Seite mehr Rendite machen zu können. Bei gleichzeitig staatlicher Förderung, das hat Riester schon immer ausgemacht. Man bekommt also Geld dafür, dass man Kinder hat, ja. Man bekommt Zulagen vom Staat, dass man selbst da einzahlt und man hat sogar noch eine steuerliche Ersparnis an der Stelle. Für Berufsstaaten gibt es manchmal auch noch einen Bonus, wenn man unter 25 ist. Und das in Kombination mit einer staatlichen Förderung und ich kann vielen ETFs anlegen bis zu 100 Prozent, gleichzeitig aber auch Garantien haben, wenn ich vielleicht schon bisschen älter bin oder wenn ich einfach nicht so eine hohe Risikobereitschaft habe. Das ist eine sehr spannende und kann eine sehr rendite trächtige. Möglichkeit sein, die Altersvorsorge vorzusorgen.

speaker-1: Kannst du da noch mal genau darauf eingehen, dass wir Garantien und dass wir trotzdem 100 % ETFs anlegen können? Also es geht es nicht darum, Garantien komplett abzuschaffen, sondern dass sie eben nicht mehr die Voraussetzungen für die Förderung sind. Kannst du das noch mal bisschen weitererläutern?

speaker-0: Ja, also im Endeffekt geht's darum, ... vorher hat man dieses Produkt so konstruiert, ... dass eben das rauskommen muss, was man einzahlt, ... um das sicher zu gestalten. Das stammt aber halt noch aus einer Zeit, ... so um den 2000ern herum, 2005, ... wo im Endeffekt dieses, wo auch, ... ich glaub, die Politik noch gar nicht so weit war, dass man sagt, okay, ich kann wirklich an den Kapitalmärkten ... viel Geld verdienen. Das ist heute ... schon anders, Politiker sind offener dafür, Geld an den Kapitalmärkten anzulegen, tatsächlich jeglicher Couleur an Parteien, sind fast alle eigentlich dafür offen. Und dementsprechend wurde der Ruf auch eben lauter zu sagen, na ja, warum soll denn jemand, der 25 ist, der 30, viel Garantie brauchen, der hat ja noch ewig Zeit anzulegen. Und wenn ich aber viel Garantie wähle, was im alten Riesler-Vertrag nicht anders ging, dann mach ich halt weniger Rendite. Das heißt, ich habe Obruthinitätskosten, weil ich nicht so viel Rendite machen kann. Und Versicherer zwingt es eben dazu, einen Teil des Geldes nicht anlegen zu können in ETFs. Sprich, wenn du 100 Euro einzahlst, ja, dann gingen immer so 40 bis 50, je nach Anbieter, mal mehr, mal weniger Euro automatisch erst mal quasi zur Versicherung, die dafür sorgen müssen. dass am Ende die 100 Euro, die du jeden Monat eingezahlt hast, wieder rauskommen. Dafür müssen die sich ein Stück vom Kuchen wegnehmen. Der darf nicht schwanken. Und das ist jetzt nicht mehr so, wie du ein ETF-Depot hast. Da ist das ja auch nicht so. Da kannst du auch sagen, ich pack alles in MSD World Emergen Markets. Du hast keine staatliche Förderung dabei. Anderrum gibt's auch Leute, die sagen, für mich ist das Thema Riester auch spannend. Ich ... Ich aber nicht so hohe Risikobereitschaft. bin schon 55, will gar nicht mehr viel Risiko eingehen. Dann wär's schön für mich, eine Garantie zu wählen. Aber ich brauch vielleicht nicht 100 Prozent Garantie, sondern nur 80 Prozent Garantie. Und dadurch hab ich die Möglichkeit, trotzdem noch mehr an den Renditen der Kapitalmärkte zu partizipieren.

speaker-1: Ich habe jetzt so viele Fragen, aber bleiben wir erst mal beim groben Überblick. Für wen ist das gedacht?

speaker-0: Bisher war es für typische Arbeitnehmerinnen gedacht. Personen, die rentenversicherungspflichtig sind, beziehungsweise Beamte waren auch dabei. Das war die typische Zielgruppe. Das war auch immer einer der Kritikpunkte. Selbstständige müssen vorsorgen, haben nur sonst Rührup gehabt als andere Vorsorgemaßnahmen. Aber konnten nicht riestern. Und das wurde jetzt geändert. Selbstständige können ... auch demnächst dann quasi riestern. Sowohl als auch Versorgungswerke, also auch Personen, Ärzte, Architekten, Steuerberaterinnen, die konnten vorher auch nicht riestern. Auch diese Personen sind jetzt förderfähig. Kleines Sternchen an der Stelle, sie konnten theoretisch riestern, wenn sie einen Partner, eine Partnerin hatten, die in diesem Förderkreis viel, also rentenversicherungsfähige Arbeitnehmer in waren. Da konnten die nicht viel machen, kann man eigentlich außen vor lassen. Das ändert sich jetzt natürlich. Somit ist der Personenkreis, der gefördert wird, der staatliche Förderung bekommt, und von diesem, ich sag mal, aufgepimmten ETF-Depot profitieren können deutlich größer. Das ist natürlich erst mal eine positive ...

speaker-1: Das aufgepimmte ETF-Depot. Also mehr Menschen, mehr Flexibilität, mehr Renditechancen klingt super. Was ist jetzt der Haken? Ist doch irgendwas krumm bei der Sache oder ist alles so rosig?

speaker-0: Vielleicht holen noch mal kurz aus, was ist der Vorteil? Dann können wir auf das Promo eingehen. Ich glaub, das ist noch mal ganz wichtig. Ganz kurz von der Thematik her. Man bekommt schneller jetzt seine Zulagen. Vorher hat man, wenn man vier Prozent von seinem Vorjahresbrutto eingezahlt hat, hat man 175 Euro bekommen. Wenn man weniger eingezahlt hat, dann prozentual weniger. Und das Gleiche galt auch für Kinder. Das heißt, wenn ich Kinder hatte ... Da musste ich auch bis zu vier Prozent maximal einzahlen. Wenn das Kind nach 2008 geboren war, bekam ich 300 Euro, davor 185. Ansonsten nur anteilig. Das hat sich jetzt geändert. Man bekommt eine Grundzulage. Und die ist tatsächlich etwas höher. Das heißt, wenn ich 360 Euro im Jahr einzahle, bekomme ich 180 Euro Grundzulage. Also schon mal mehr als die 175 vor Jahr.

speaker-1: Das ist eine Grundzulage. Das bekommt man einfach ausgezeichnet.

speaker-0: Du hast bekommen ein Geschenk vom Staat, wie so einen kleinen Bonus.

speaker-1: Das das, was ich nicht bekomme in meinem normalen ETF-Depot. Weil ich ihn dann staatlich gefördert bin, bekomme ich dann was dazu.

speaker-0: Richtig, Das ist schon mal ein Vorteil.

speaker-1: Also 540 im Jahr.

speaker-0: Genau, also du bekommst die ersten ... Also, wenn du 30 Euro im Monat einzahlst, bekommst du 15 geschenkt. Mhm. On top. So und für das nächste

speaker-1: Maximal 45. Man bekommt, je nachdem, wie viel man einzahlt, aber es ist gedeckt auf 45 Euro pro Jahr.

speaker-0: Genau. Und dann kannst du noch mal 360 Euro on top bekommen. Also 30 Euro im Monat zu den 15 Euro, wenn du in Summe 150 Euro einzahlst. Also erster Step, ich zahl 30 Euro ein und bekomm 15 pro Monat. Zweiter Step, wenn ich das erhöhe von 30 Euro auf 150, bekomm ich statt 15 Euro pro Monat Förderung 45 Euro pro Monat Förderung.

speaker-1: Und es gibt nichts dazwischen, also ich kann jetzt nicht 75.

speaker-0: Doch, doch. Aber dann bekommst du halt immer nur anteilig Förderung sozusagen. Und jeden Euro, den du einzahlst ... Mhm. ... bekommst du auch einen Euro Zulage für dein Kind. Bis maximal 300 Euro pro Jahr, also 25 Euro pro Monat pro Kind. In deinem Beispiel, Lena, mit einem Kind, wäre das jetzt so, vielleicht haben wir zwei, aber mit einem Kind wär's so, wenn du also 150 Euro einzahlst Mhm. ... würdest du in Summe 840 Euro dazubekommen. Also 150 plus 70 Euro. Sprich fast 50 ...

speaker-1: Das war schon damals so bei RiSA, dass es auch wieder lohnt.

speaker-0: Nicht in der Höhe. Das ist jetzt das Spannende. In der alten Variante hättest du nur 475 statt 840 an Zulage bekommen. Also diese Grundzulage ist schon mal höher plus die Kinderförderung ist gleichgeblieben, zumindest für Kinder, die nach 2008 geboren sind. Aber du erreichst das schneller. Im Endeffekt werden Leute, die geringeres Einkommen haben, früher mehr Zulage Das ist also erst mal positiv. Was ist jetzt das Problem oder nicht das Problem, aber was sind die Herausforderungen, die Risiken des Ganzen? Dadurch, dass es jetzt viele verschiedene Möglichkeiten gibt, nicht nur in der Ansparphase, also ich kann 0 % Garantie machen, kann 80 % Garantie machen, ich kann 100 % Garantie machen, ist es erst mal schon, es gibt mehr Möglichkeiten. Dann kann ich aber auch, vorher war es so Ich konnte mir bei Rista 30 % zur Renten beginnen, also wenn du 67 bist, 30 % einmalig auszahlen, maximal. Und oder alles verrenten lassen. Also entweder den Rest, die 70 % oder komplett. Das hat man jetzt auch geändert, dass man da noch mehr Optionen hat an der Stelle. Also da kann ich entscheiden, will ich das als Versicherung haben? Oder will ich das zum Beispiel mir selbst auszahlen, wie so ein Auszahlplan? Was nicht unbedingt einfacher macht an der Stelle.

speaker-1: Das heißt, es ist einfach komplexer geworden, weil die Möglichkeiten besser geworden sind.

speaker-0: Ja, so kann man es ganz gut sagen. Die Möglichkeiten sind besser geworden, aber dadurch, dass man jedem viel Flexibilität geben will, ist es halt einfach komplexer.

speaker-1: Man muss sich extrem gut jetzt reindenken oder mit Himm Beispiel und weiteren Möglichkeiten informieren oder man braucht wirklich einen Finanzberater, eine Finanzberaterin. Ist das richtig, dass eigentlich jemand Hilfe braucht?

speaker-0: Ja, wahrscheinlich schon. Vielleicht bleiben wir kurz mal bei den Nachteilen, dann können wir das bisschen ordnen an der Stelle. Jetzt gibt es einen Punkt. Wir haben vorhin das Thema Kostendeckel angesprochen. Und das ist gut, dass es ihn gibt. Vorher war einer dieser Kritikpunkte, dass Ries zu teuer ist. Dann hat man diesen Kostendeckel eingeführt. Allerdings für ein sogenanntes Standardprodukt. Dieses Standardprodukt wird dann zum 1.1.2027, also quasi ab jetzt bis 1.1.27, werden Anforderungen für dieses Standardprodukt festgelegt werden. Und jeder, der dieses Standardprodukt anbieten will, dieses Standard-Altersvorsorge-Rista 2.0-Ding, nennen wir das einfach mal, der muss sich daran halten und darf nicht mehr als ein Prozent kosten, inklusive der Fonds oder der ETFs, da einbauen. Mhm. Das heißt aber auch, es gibt nicht Standardprodukte, teurer sind. Dementsprechend, und ich kann dir eins versprechen, Finanzvertriebe werden höchstwahrscheinlich, auf Provision arbeiten, nicht diese Standardprodukte vertreiben, weil es sich überhaupt nicht für sie lohnen würde, so was zu vertreiben. Weil die auf Provision arbeiten, und die könnten ihren Vertrieb damit gar nicht bezahlen. Weil ... diese Provision, also wenn da Provision ausgeschüttet wird in diesem Standardprodukt, dann muss die auf die gesamte Laufzeit verteilt werden. Das heißt, ich kann nicht meinem Vermittler vorne dran ganz viel Provision geben, sondern eigentlich kann ich dir nur jeden Monat was bezahlen. So, und dann kommen wir nämlich zu dem Punkt, an wen kann ich mich jetzt eigentlich wenden, wenn ich Fragen hab? Das ist eine gute Frage an der Stelle. Wir werden es beim nächsten Mal dahaben, da werden wir also hören ... was der Verbraucherschutz im Endeffekt dazu sagt. Verbraucherportale, die werden natürlich einiges dazu beitragen. Da kann ich mich aber nicht eins zu eins hinwenden. Der Provisionsvertrieb ist Interessenkonflikt befangen und hat wahrscheinlich, ähnlich wie, denk ich mal, beim ETF-Depot, da haben die Provisionsvertriebe auch immer gesagt, nein, es gibt bessere Möglichkeiten, du kannst das so und so machen, sie im Endeffekt nichts davon haben, ein ETF-Depot zu vermitteln. Wird es beim Altersvorsorge-Depot sein, auch wenn sie nicht komplett dran vorbeigehen werden an so einem Riesenthema? So, und wer kann dir noch helfen? Der Provisionsvertrieb sowieso nicht. Dann gibt's ja Depotanbieter, ja? Also auf einmal Scalable und Co. können auf einmal auch solche Produkte anbieten. Na ja, aber was werden die dir sagen? Macht das Depot bei mir. Ob's irgendeine andere, bessere Lösung gibt, werden die dir nicht neutral erklären.

speaker-1: Einfach ein normales ETF-Depot anstatt...

speaker-0: Nee, es wird quasi, wenn man es so beschreiben will, ein ETF-Depot sein mit Riester-Mantel. Aber du wirst bei Scalable hingehen können und sagen können, kann ein normales Depot machen, ein Kinderdepot und ein Altersvorsorge-Depot. So vom Prinzip her, denk ich, würd's laufen, aber werden wir dann sehen. Aber die Frage ist natürlich a, wofür entscheid ich mich denn am Ende des Tages? Und dann kommt die nächste Frage. Was mach ich eigentlich, wenn ich schon einen Riester-Vertrag habe? Oder wenn ich erkenne, dass es für mich sinnvoll sein könnte oder ich überprüfen möchte, ob es für mich sinnvoll ist, starte ich schon dieses Jahr. Oder fange ich erst nächstes Jahr an?

speaker-1: Ich werde schon nervös, Ingo. Was ich daran total schwierig finde, oder was vielleicht, was du gerade meintest, was vielleicht bestimmte Betriebe, die eben Provision verlangen, ausnutzen werden, vermutlich, ja, dass es dieses quasi Gütesiegel gibt, Anführungszeichen, staatlich gefördert, oder? Also, man denkt so, es ist doch geprüft vom Staat, das passt schon, was kann schon schiefgehen, aber du sagst gerade, lasst uns da richtig aufpassen, lasst uns schauen. was genau du da auswählst.

speaker-0: richtig. Staatlich gefördert heißt nicht staatlich geprüft.

speaker-1: Genau, aber man denkt das schnell, so dieses statische Förderden, denkst das klingt ja ganz gut wie so ein Gütesiegel. Also ich will nur sagen, was ich jetzt denken würde, wenn ich, oder was ich einfach gerade schon denke, ja, ist doch super, wenn der Staat das vorschlägt, also das ist einfach eine super Idee.

speaker-0: Ja, nur weil es staatlich gefördert ist, so war es ja jetzt auch, heißt es nicht, dass es was bringt.

speaker-1: Und das ist wichtig, dass wir das erst mal festhalten.

speaker-0: Total, total. Wir haben dazu auch einen Rechner, packen wir euch in die Show Notes rein, wo man das für sich durchrechnen kann. Und man kann schon sagen, dass wenn man ein Standardprodukt ... Das ist erst mal das, was wir kennen und was von den Kosten limitiert ist auf 1 Prozent pro Jahr. Wenn man das machen würde, dann wäre das besser als jedes ETF-Depot. Selbst mit Provision und 100 Prozent Garantie. Das würde alles schlagen. Das heißt, alle, die jetzt ein ETF-Depot haben Die können für sich schon mal abspeichern, wenn sie da 300 Euro reinzahlen pro Monat im ETF-Depot. Nächstes Jahr, ab 1.1.27, packe ich 150 Euro pro Monat in so ein Altersvorsorge-Depot rein. Da kann man sich auf den Kopf stellen, solange wie man so ein Standardprodukt nehmen würde, je nachdem, was das dann alles noch für Bedingungen hat. Das muss man abwarten jetzt. Aber rein von der Kostenbasis versus was ich gefördert bekomme, ist das ein super Deal.

speaker-1: Das ist erstmal Wahnsinn. Also das ist doch super. Weil ich mein bisher war das ja für uns so, ich FDP, das ist es. Und jetzt, nee, es gibt was besseres. heißt... Total.

speaker-0: Total. Und das ist auch das Spannende, wenn man jetzt zum Beispiel sagt, ich hab eine Person mit einem Kind, die zahlt 150 Euro ein, ist um und bei 35. Die hätte vor Jahr im ETF-Depot, im normalen ETF-Depot, bei sechs Prozent Rendite 166.000 Euro bekommen. Um und bei. In einem Altersvorsorgedepot, was vielleicht supergünstig ist über einen Broker, wären bis zu 240.000 Also, ein enormer Unterschied für das Gleiche, was ich einzahle. Aber es ist eben wichtig, dass ich so ein Standardprodukt nehme, beziehungsweise auf die Kosten achte. Und natürlich noch die ganzen Optionen. Also, das ist ungefähr so, als wenn ich sagen würde, ich geh zu McDonald's, ja? Und dann steht man ja auch an diesen Dingern da und wählt so aus, was nehm ich denn jetzt alles? Und dann steht da halt eine Pommes. Und einmal wird hier angezeigt, ja, du kannst so ... auch noch jetzt Ketchup, Mayo und allem Drum und Dran nehmen. Apropos, wenn du fertig bist, kriegst du noch einen kleinen Rabatt, du noch ein Eis nimmst. Willst du da Schokosoße drauf oder willst du da Karamell drauf? Apropos, wenn du übermorgen wiederkommst, gibt's noch einen Gutschein für ein Getränk. Was für ein Getränk willst du nehmen? Ja, kommen, wenn man eine Entscheidung trifft bei diesem Riester-Ding, kommen noch viele andere Dinge hinzu. Und es ist gut, dass es diese Flexibilität gibt. Andererseits wette ich da drauf, dass es halt dass es auch viele Fragezeichen entsteht. Das heißt, was passieren wird, ist, dass VerbraucherschützerInnen und Portale, da können wir nächste Woche mit Saidi drüber sprechen, viele Dinge vereinfachen werden, ⁓ das einer möglichst breiten Masse zugänglich zu machen. Was super ist, heißt aber nicht, dass das für jeden passt und für jeden die beste Lösung ist. Dann wird einem kein Gruppenkurs helfen, sondern aus meiner Sicht jemand, der dir unabhängig weiterhelfen kann. Das muss ich jetzt auch sagen, weil wir eine Honorarberatungsfirma sind. Was wir jetzt schon teilweise an Fragen mitbekommen, geht das genau in die Richtung. Vor allem, wenn ich, wie vorhin gesagt, bestehende Verträge habe.

speaker-1: Das heißt, du profitierst eigentlich davon. MyVec profitiert davon, dass es jetzt etwas gibt, was toll ist, aber auch komplex.

speaker-0: Ich glaube, wir informieren viele Leute mit vielen for free Infos. Und darüber hinaus werden viele auf uns zukommen und sagen, ja, okay, ich brauch da wirklich Hilfe. Das heißt, an zweiter Stelle werden wir davon hoffentlich profitieren, weil wir vielen Leuten unabhängige Informationen geben können. Aber in erster Hinsicht in ...

speaker-1: Aber mit der Folge, was wir gerade machen, und mit Saidi nächste Woche und dann Marciano von Malwerk werden wir schon jetzt noch mal tiefer reingehen. heißt, wenn du gerade zuhörst als Hörerin und denkst, ich fuchse mich da jetzt rein, dann geht das auch mit diesem Rechner, von dem du erzählt hast. Man kann sich da reinfuchsen, man muss halt nur Zeit und Muße haben.

speaker-0: Ja, total. Wir haben einen Blog-Kartikel dazu geschrieben, sehr ausführlich, den können wir auch mit in die Show Notes packen. Wir haben diesen Rechner, wo du sagen kannst, ich start jetzt neu, ich hab Bock, zu machen, das wird sich gut, ich will mal prüfen, das was für mich ist, und den Vergleich erstellen zum ETF-Typo. Oder du kannst auch eingeben, das und das spar ich gerade schon, das das hab ich schon in meinem Vertrag von dann und dann ist der. Und dann auch mal gucken, okay, lohnt sich so ein Wechsel. Das kannst du kostenfrei ermitteln an der Stelle.

speaker-1: das noch mal ganz kurz machen. Jetzt haben wir dich ja als Finanzprofi an der Seite. Kannst du uns vielleicht mal drei Punkte oder drei Fragen mitgeben, wo man sagt, daran erkenne ich jetzt ein gutes Produkt, ohne jetzt in diese Fallen zu laufen, ohne dass die Kosten irgendwie alles auffressen zum Beispiel.

speaker-0: Ja, in der neuen Welt oder in alten?

speaker-1: Ab nächstem Jahr dann. Was meinst du mit der alten Welt?

speaker-0: Ja, also ... Nö, ja, ja, also ... Genau, wenn man schon bestehende Verträge hat. Also, vom Prinzip her ist erst mal ein Punkt wichtig. Die sogenannten Effektivkosten. Also, was kostet mich das Ganze jedes Jahr? Ja, das ... Bei allen Riester-Verträgen, die seit sechs, sieben Jahren existieren, wird das auf jeden Fall aufgeführt. Und diese Kosten sollten nicht über ein Prozent sein. So wie jetzt auch der Kostendeckel ist an der Stelle. Jetzt schon. In der Zukunft sowieso. Tendenziell sogar noch niedriger. Also zum Beispiel gute provisionsfreie Tarife, die es jetzt schon gibt, kosten ungefähr 0,7 Prozent. Es gibt aber auch Verträge da draußen, ganz viele. Vor allem provisionsbehaftete, die kosten zwei, zweieinhalb Prozent pro Jahr. Mal ganz davon abgesehen, dass am Anfang noch mal Abschlussprovision abgezogen wird. Also das ist so das eine und eigentlich der Hauptpunkt, worauf man achten sollte an der Stelle. Und da ist es eben spannend zu sehen, was, und vielleicht weiß der Saidi auch schon mehr, weil sie ja da auch viel unterwegs waren an der Stelle, mit Finanztipp, ist es eben spannend zu sehen, wird, was werden Broker an Angeboten vorhalten? Was werden Versicherungen machen? Und das Spannende ist auch, Lena, der Staat ist auf einmal mit im Rennen. Denn der Staat wird ein eigenes Standardprodukt auf den Markt bringen. Das heißt, es gibt einen Eingriff in die freie Marktwirtschaft. kann man so sehen. Ich find's ganz gut, muss ich sagen. Weil man sich daran orientieren kann und weil es den VerbraucherInnen da draußen ... Das ist eher so ein Gütesiegel, du beschreibst. Nur, weil es staatliche Förderung gibt, das nicht, dass es gut ist. Wenn der Staat was baut, der ja gar kein Verkaufsinteresse hat an der Stelle, könnte man schon eher sagen, bevor ich ganz verloren bin, mach ich das staatliche Produkt. ob es dann nicht an der einen oder anderen Stelle noch besser geht. Das muss man rausfinden, das hängt dann natürlich wieder von der freien Marktwirtschaft ab an der Stelle. Aber ich persönlich find's gut.

speaker-1: Ehrlich gesagt würde ich jetzt mich fragen, warum nicht auf jeden Fall das beim Start abschließen. Das klingt für mich sehr vertrauenswürdig. Gut, man kann in der Einzelfall anders sein, je nachdem, dass man da noch bisschen was rausholen kann sozusagen, wenn man ganz individuell beraten wird.

speaker-0: Ja, kann ich's aus- Ja, zum Beispiel. Also ich meine, man könnte das jetzt, was der Staat alles macht, in manchem Bereich, mir fällt jetzt spontan die gesetzliche Krankenversicherung ein. Ich kann mich natürlich auch privat versichern und kann mir bessere Leistungen sichern. Man muss abwarten, wie das ausgestaltet ist an der Stelle. Und ich glaube, so gibt es an einigen Stellen Dinge, wo einen der Staat unterstützt und einem der Staat Möglichkeiten gibt. Aber vielleicht gibt es ja pfiffige Produktanbieter, pfiffige Ideen an der Stelle. die das Ganze noch mal an einer Stelle lukrative machen. Da wissen wir einfach noch nicht mehr, weil es jetzt noch so frisch ist. Aber das bleibt auf jeden Fall richtig spannend.

speaker-1: das alles ab nächstem Jahr, richtig?

speaker-0: Erster, erster, sieben zwanzig.

speaker-1: Wie fühlt sich das für dich jetzt an? Das ist ja eine wahnsinnige Veränderung. irgendwie auch... Ich hab das Gefühl gehabt, du hast das Thema vorgeschlagen, was machen wir jetzt? ich, typischer Alina-Mania, oh ja, juhu, nochmal, ich mich vor Sorge. Hab ich im Intro auch ganz ehrlich so beschrieben. Wie ist das so für dich? Da passiert auf einmal was, auch in Deutschland. fühlt sich fast, wenn du es so beschreibst, bisschen so wie... Ja, so... Endlich mal wieder Aufbruch an

speaker-0: Ja, also dass sich der Mal was tut und dass sich auch was in die Richtung getan hat, dass man das Gefühl hat, das geht eher in Verbraucherrichtung und nicht in Finanzlobbyrichtung, das finde ich erstmal sehr positiv an der Stelle. Dass es doch dann an vielen Stellen ja zwar Flexibilität gibt, aber doch komplizierter wird, sorgt einerseits bei mir für Aufbruchstimmung, ⁓ also weg die innere Lust einfache Aufklärung zu betreiben, wie wir das ja auch in anderen Bereichen beim Malwerk machen, auf der anderen Seite Ja, finde ich es auch bisschen schade, dass es dann doch nur beim Standardprodukt kostendeckel geblieben ist und nicht pauschal eingeführt wurde, weil es wieder halt Tür und Tor öffnet für Provisionsvertriebe, die wieder irgendwelche Tor in Produkte anbieten und mit irgendwelchen Storylines.

speaker-1: Weil die Lobby so stark ist? Was ist der Grund dafür? Traut die Politik da nicht?

speaker-0: Ja, die Argumentation dahinter ist häufig, naja, Altersvorsorge erklärt sich ja nicht von selbst und die Leute schließen es nicht von selbst ab. Was ich durchaus nachvollziehen kann, weil das Produkt jetzt nicht einfacher geworden ist. Mein Gegenargument wäre, ETFs ist jetzt auch nicht unbedingt einfach. Trotzdem haben es viele gemacht, auch ohne dass irgendein Finanzvertrieb oder ein provisionsbasierter Verkäufer die Ecke kommt, weil er dafür bezahlt wird, jemandem was zu verkaufen. Nichtsdestotrotz hilft es den Leuten am Ende nicht. oder weniger, wenn sie halt teure Produkte angedreht bekommen, obwohl der Intent dahinter gut war. Ganz nebenbei, Riester konnte sich auch in vielen Fällen in der alten Welt schon lohnen, war dieser Anteil von provisionsfreien Tarifen halt so verschwindend gering, dass deswegen 99,8 Prozent aller Riester-Verträge einfach für die Tonne waren. Und das wird sicherlich jetzt besser werden, aber man hätte es auch konsequent zum Ende durchsetzen können. Und natürlich muss man einfach sagen, es hängen natürlich auch Arbeitsplätze da dran. Das muss man davon nicht vergessen. Ob das jetzt Backoffice-Mitarbeiter sind, Innendienst von Versicherungen, die Menschen, die dort arbeiten. Also mal fernab davon, dass es für Verbraucher nicht die beste Lösung ist. ja trotzdem Menschen davon. ja, das könnte man natürlich auch aus der Brille sehen und auch so argumentieren aus Lobby-Sicht. Aber sicherlich sind die Parteispenden von provisionsbasierten Strukturvertrieben oder Versicherungen größer als von Honorarberatern oder Verbraucherschützern.

speaker-1: Ja Ingo, weißt du ja, wo du weit mal dran kurbeln kannst. Bevor wir nächsten MoniMandi Saidi von Finanztip die Bühne geben, hast du noch etwas, was du den Hymnhörerinnen auf den Weg mitgeben willst bezüglich dieses Altersvorsorge-Themes?

speaker-0: Seid neugierig, beschäftigt euch damit. Fast jeder kann es nutzen. Nutzt den Rechner von uns, den wir in die Show Notes packen an der Stelle. Rechnet es euch selbst durch, seid da aktiv. Bleibt da dran an dem Thema, denn aus unserer Sicht ist es die Möglichkeit mit dem größten Hebel und der größten Flexibilität. Also eine super Chance, seine Rentenlücke noch effektiver zu schließen oder überhaupt erst mal zu schließen bzw. anzufangen mit der Altersvorsorge. Das ist das Erste, was ich machen würde, wenn ich Altersvorsorge starten würde vor jedem ETF-Depot. Daher, wenn euch das Thema am Herzen liegt, kümmert euch drum, wenn ihr andere kennt, die es noch nicht gemacht haben oder machen wollen, sagt es ihnen, schickt ihnen das zu. Und dann seid ihr auf einem guten Weg mit Ben auch hier an der Stelle.

speaker-1: Eine kesterische Frage zum Ende. Willst du es machen nächstes Jahr? Bist du der erste Kunde?

speaker-0: Gute Frage. Habe ich mir in dem ganzen Trubel, alle Inhalte darzustellen, habe ich mir die Frage noch gar nicht selbst gestellt. Ja, wenn ich jetzt so überlege, spricht eigentlich überhaupt nichts dagegen, es nicht zu tun. Also ja.

speaker-1: Danke dir und danke euch fürs Zuhören. Das war ein erster Schritt mal hinter die Schlagzeile zu schauen und in den nächsten zwei Folgen vertiefen wir das Thema. Bis nächstes Mal im Handel. Ciao.

speaker-0: Bis dann, ciao!

Über diesen Podcast

Was, wenn dein Umgang mit Geld mehr über dich verrät, als du denkst?
In How I met my money geht’s nicht nur ums Geld - sondern darum, was es mit dir macht.

Journalistin und Interviewerin Lena Kronenbürger & Honorarberater und Finanzcoach Ingo Schröder sprechen offen über die Themen, die meist unter der Oberfläche bleiben: Geldsorgen, Beziehungskonflikte, Scham, Sicherheit und echte Freiheit.

Dafür laden sie wöchentlich am #moneymonday spannende Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis ein - und stellen die Fragen, die du dir vielleicht selbst nie gestellt hast:
• Warum gehe ich so mit Geld um, wie ich’s tue?
• Was habe ich über Geld gelernt - und was davon stimmt heute noch?
• Wie finde ich meinen eigenen, gesunden Umgang mit Geld?

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Disclaimer: Der Inhalt dieses Podcasts dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die im Podcast gemachten Aussagen sind nicht als Aufforderung oder Empfehlung zu verstehen, einzelne Finanzprodukte zu erwerben oder zu verkaufen. Alle Informationen aus diesem Podcast können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen.

von und mit Lena Kronenbürger & Ingo Schröder

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