How I met my money

How I met my money

Der Finanzpodcast für Anfänger

Transkript

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speaker-0: Was ist denn authentisch für dich? Morgens nach dem Aufstehen mit dem Kaffee auf dem Balkon. Alles danach ist eine Rolle, die wir einnehmen? Sobald ich meine erste Klamotte, die jeder sieht, anziehe, ist das wirklich authentische vorbei. In unserer Luxus-Reihe haben wir über Marken, über Lebensstile, über Zeit als Luxus gesprochen. Und warum sich manche am Freitagmorgen lieber noch eine teure Uhr anstatt ein Brötchen kaufen. Unsere heutige Expertin zeigt das Luxus oft noch etwas ganz. anderes ist. Ein unsichtbares System von Regeln. Manche beherrschen diese Regeln ganz selbstverständlich, andere merken sie erst, wenn sie plötzlich nicht dazu gehören. Zum Beispiel, weil sie aus einem Golfclub geworfen werden. Unsere heutige Expertin Kirsten Demer ist genau das passiert, sie wurde aus dem Golfclub geworfen und ist heute Knigge-Expertin. Kirsten hat mit Stars wie J-Lo Kylie Minogue gearbeitet und so aus nächster Nähe erlebt, wie schnell entschieden wird, wer Eindruck macht, wer ernst genommen wird und wen sich Türen öffnen. Heute hilft es Menschen genau, das besser zu verstehen. Wie wir wirken. Und welche Codes wir kennen sollten, ⁓ erfolgreich zu werden. Schön, dass du da bist, Kirsten. Vielen Dank für die Einladung und schön, dass ich bei euch sein darf.

speaker-1: Ich küsse ihn, du siehst.

speaker-0: Hallo! ⁓ ganz provokant einzusteigen und auch ⁓ Ingo dich ganz wach zu kriegen, sag's dir, Kirsten hat nicht nur mit J.Lo und Kylie Minogue gearbeitet, sie hat diese Stars auch nackt gesehen. Kirsten, wie kam es bitte dazu? Wunder, ja, das hört sich wilder an als es tatsächlich ist. Ich habe für ein 5-Stern-Hotel gearbeitet und wenn die Stars so etwas buchen wie ein Coach oder Sporttherapeut, was ich damals war, Personal Trainerin. Dann gehen andere Nationen mit anderen Voraussetzungen zu diesem Coach oder zu der Therapie. Und dadurch, dass die in dem Hotel waren und geschlafen haben und mich dann gebucht haben über die House-Tipping-Leute, waren die halt in ihrem Schlaf gemacht. Und ich durfte die dann über die Schleuse, die man da so hat, dann wecken, auch das ist sehr besonders, sehr intim und dann sind die halt zum Teil noch nackig, ich nicht wusste, dass viele nackt schlafen in diesen gemütlichen Betten und dann stehen die auf und sind tatsächlich unbekleidet und da wird man auch beim ersten Mal nicht vorgewarnt, weil das ja in diesen Routinen so ist, dann die Hausdarm und die Personal Assistants sind dabei und keiner sagt, wenn die jetzt aufsteht, sie nackt. Irgendwann weiß man es und dann baut man das auch anders auf und dreht sich dann ⁓ Aber am Anfang steht man da und denkt, ach du Schreck. Ja, so kam es, also ganz unspektakulär.

speaker-1: Vor allem ist es ja auch spannend, da du die Welt ja eben nicht so als Fan erlebst, wie es vielleicht viele andere tun, sondern eben als Dienstleisterin. Du weißt eben, wie du gerade beschrieben hast, diejenige dafür, die dir das aufweckt, dann mit denen Sport macht oder so. Aber jetzt mal so aus der Perspektive als Dienstleisterin, so hinter den Kulissen. Was unterschätzt man so von außen, wenn man so an Stars und an Luxus denkt im Endeffekt? an Glamour, so Kylie Minogue, Get Out of My Head und so. Da ist ja schon so ein bisschen Glamour dabei. Ich sing heute nicht. Was unterschätzt man da, wenn man als Dienstleister mit denen zusammenarbeitet?

speaker-0: unterschätzen tatsächlich die eigene Courage. das ist ganz spannend. Wenn ich das so erzählt habe, haben immer alle gesagt, das ist ja auch nur normaler Mensch. ich sage, nee, also es ist normaler Mensch. Und trotzdem haben alle wirklich Schlotterbeine, wenn es heißt, die und die Person kommt und die und die Person möchte jetzt was von dir. Und das geht mir wirklich bis heute so. dass ich jedes Mal, ein neuer Promi bei mir irgendwie auftaucht, wie auch immer, fragt mich dazu bitte nicht, warum die bei mir landen. Ich mache dafür keine Werbung. Es sind immer irgendwelche x-Ecken. Und ich habe jedes Mal wirklich Schlotterknie. Und die meisten tun immer so cool, wenn sie dann erfahren, mit wem ich so arbeite oder gearbeitet habe. Das meiste ist wirklich, dass man einfach aufgeregt ist. Wirklich aufgeregt. Man steht da. Also ich halte mit meinem Sack und Papst. Gummibänder, Handtücher, irgendwas. Und jedes Mal, bevor ich geklopft hab oder wenn ich wusste, jetzt geht die Tür auf und die Person kommt rein, hab ich Schweißausbrüche gehabt. Ich hab wirklich geschwitzt, obwohl ich genau wusste, jetzt kommt die Person. Keine Chance. Bis heute nicht. Ich hätte genau das Gegenteil erwartet. dachte so, ja, also du sagst zwar, man sollte so authentisch wie möglich mit den Stars interagieren. Ja. Weil man redet sich so viel ein. Ich hab mir auch einreden wollen. Es gibt ja auch so Codes, sagen, dann stell dir alle nackt vor. Welch Wunder, die waren ja nackt. Ich brauchte sie mir nicht mehr vorzustellen. Das ist für mich kein guter Tipp gewesen. Ich muss diese Panik auch zulassen und dann auch zulassen. Ich bin jetzt echt saumäßig aufgeregt und kein Mensch braucht jetzt zu tun, ja ist da auch egal, ob da die berühmte Person steht, sondern ich musste das echt zulassen und sagen, ja ich bin echt ein bisschen aufgeregt, aber wir kriegen das hin.

speaker-1: Warum ist das eigentlich so? Die geben dir jetzt ja nicht vorher eine Pille und machen Schlotterbeine daraus, sozusagen. Damit wirst du sicherlich auch beschäftigt haben. Viele erkennen sich sicherlich wieder an der Stelle, wenn man mal irgendwo in der Bahn ist und denkt, wow, okay, da sieht man jetzt den und den, den man mal Fernsehen gesehen hat. Wahrscheinlich, größer der Star, desto größer die Schlotterbeine oder die Aufregung an der Stelle. Wie kommt das eigentlich? Wenn man sich näher mit diesen Leuten beschäftigt, die zweite Frage, was überrascht einen meistens und nimmt einen dann vielleicht auch wieder die Schlotterweine?

speaker-0: Ich kann das schwer beantworten. glaube, ist der Status der Person. Also, die hatten gewissen Status. Die berühmteste Person, der schönste Mann, die schönste Frau, irgendwas. Also der Status ist super hoch von der Person. Und dann wird mehr so auf, mache ich jetzt alles richtig. Was ist, wenn die zigig ist? Was ist, wenn das und das passiert? Also man überdenkt ja, was passiert, wenn. Mag die mich überhaupt und was passiert alles? Das ist so die Panik. Und was am meisten überrascht, und das ist tatsächlich mir bei jeder Person im A-Promi-Status passiert, dass die eher so im Tiefstatus auf mich zukamen und ich das Gefühl hatte, ich bin jetzt der Promi geworden plötzlich. das hat sich dann, als ich in den Räumlichkeiten war umgedreht, dann haben die mir alle irgendwas angeboten oder ist das okay für dich hier? Also die Rolle drehte sich in den Räumen komplett und ich denke, eigentlich hoch, irgendwas ist schief und dadurch entstand jedes Mal so ein Miteinander, aber wirklich nur in diesem engen Kreis. Also ich als Therapeutin. Kirsten, glaube, wir müssen ein bisschen mal schauen, was dein Leben dir schon alles geboten hat. Damit man versteht, warum war das so, dass du mit Leuten wie J.Lo gearbeitet hast und auch als Zahnarzthelferin und als Kneegexpertin. Also da sind ja einige Leben in einem verpackt. Nimm uns mal mit, wie kam es überhaupt, dass du damals Personal Trainerin warst? Also Zahnarzthelferin, ich muss also... Ich bin 3,50. Man darf es nicht vergessen. Früher, nach der Schule, klar, hier wird nicht gechillt, sondern was next? Was machst du jetzt als nächstes? Ich wollte irgendwas mit Sport machen, weil ich komme aus dem Sport. Dann war klar, Physiotherapeutin, waren aber die Plätze so voll. War nicht chill dein Leben ein Jahr, sondern dann mach was dazwischen. Und dann war es was mit Medizin und ich hatte mich auf eine Stelle beim Arzt beworben und das war leider ein Zahnarzt. Damals auch nicht mit Internet, sondern Schiffrenummer, also habe ich da irgendeine Zahl verwechselt. Und das hat mich begeistert, weil da war so Hands-on-Arbeit. Ich also Zahnarzt-Helferin geworden, weil sowas bricht man ja auch nicht ab. Und danach konnte ich studieren und dann habe ich sofort Sport studiert und musste arbeiten. Weil auch da war so viel Geld ist nicht vorhanden von Seiten der Eltern. Das heißt, ich habe nebenher gearbeitet und einer von meinen Studienkollegen meinte im Hyatt, also im Hotel, ist ein Job frei. Der ist soo langweilig, weil man steht nur rum. Das war damals so ein Mini-Weldnisbereich. Bis heute ist der klein. Man steht rum und dann gibt man halt Handtücher raus und guckt mal, ob die alle noch auf ihren Geräten stehen. Das war's. Und tatsächlich war das so, bis die Welle der Personal Trainer kam oder die Welle der Wunsch eines Personal Trainers und Sporttherapeut und dem Hotellen war nur ich als irgendwas mit Sport. das hieß, Kylie Minogue hat jemand gebucht gehabt und keiner wusste, was zu tun ist. Und dann wurde ich da von meiner langweiligen Bühne hinter der Rezeption abgerufen und hatte den Job. hilflos wie wir alle waren mit dieser Aussage, sie braucht jetzt eine Trainerin und ein Sport, irgendwas, geh hin, mach was, ist uns egal wie. So kam ich tatsächlich zu dem ersten Promi-Job und fragte mich, wie es war. Es war die Hölle, weil aufgeregter konnte man nicht sein. Und das war wunderbar, weil sie, wie gesagt, sehr klein ist, ich sehr klein. Und das war unser Match. Und dann haben wir uns dann eine Stunde net unterhalten. Ich hab sie gebogen trainiert und wir haben Sport gemacht und danach wurde sie befragt ob das okay war und sie hat mir fünf Sterne gegeben und das war natürlich für den Chef damals der Pitch zu sagen so immer wenn so was kommt dann geht das zur Kirsten. ist nichts aufregendes, das ist einfach die Realität. Eigentlich spannend, also es war kein Geld da du brauchtest Geld und nicht Dadurch ist dann so ein spannender Weg entstanden. Wenn du uns nochmal mitnimmst in diese Promi-Welt, was würdest du sagen, hast du rausgefunden, ist für diese Stars Luxus? Was ist da so in Retrospektive deine Einschätzung? Die haben ja alles, was wir uns vielleicht wünschen, haben die oder sie bekommen es. Es ist egal wie, die Zimmer sind toll, die haben ja Suite und es wird alles gemacht, dass die kein Shedlag haben oder da ist immer so Entourage sie rum, die versuchen alles so bequem wie möglich zu machen. Luxus für die ist wirklich, privat zu sein und auch sich nicht einsam zu fühlen. Das ist für die purer Luxus zum Teil, weil Man vergisst immer die Zeiten, die die fahren und die man unterwegs ist. Das ist einfach nur Stress. Also von A nach B zu kommen ist Stress. Dann kommen irgendwelche Interviews, dann wird mal gepudert, dann wird irgendwas. Und die Zeit mit mir war für die zum Teil Luxus, weil das war Zeit. Nicht ich war der Luxus, ich. Sondern die Zeit zu sagen, jetzt kommt da eine, die macht mit mir irgendwas. Ob Massagen, ob Therapien, ob ob spazieren gehen, weil die müssen oft jemand bei sich haben aus rechtlichen Gründen. Das war Luxus. Und das haben die mich auch spüren lassen, dass das gerade das Schönste am Tag ist.

speaker-1: Ist das denn so viel anders als bei Privatpersonen, überlege ich gerade. Also es ist ja so dieses Mysterium Luxus, Promis. Promis sind so nochmal eine spezielle Art von Mensch. Ich habe gerade so überlegt, ich würde mich da jetzt auch wiederfinden. Also wenn ich mich da hinlege und mich massieren lassen kann, Sport mache, dann ist das für mich tatsächlich auch Luxus. Das heißt, so mit deiner ganzen Erfahrung, wie du da reingekommen bist, sind Promis anders, weil sie sich so ein Luxus leisten können oder sind es im Endeffekt doch genauso Menschen wie wir auch.

speaker-0: Im Endeffekt sind es genauso Menschen wie wir auch auf sehr, sehr großen Bühne. Was die anders können, glaube ich, als kein A-Promi, ist, glaube ich, die sind resilient gegen Stress und schlechte Stimmung. Das ist das, was mich ganz fasziniert hat. Die sind resilienter als ich zum Beispiel gegen Shitstorm oder irgendwas. Auch wenn sie vielleicht das eine oder andere mal ausflippen, aber bis die ausflippen, da wäre ich schon 100 mal ausgeflippt. Also ich war ja öfter auch dabei, wo ich gesagt habe, ey, stopp hier, was geht denn hier ab. Also ich finde, sind resilienter gegen so menschliche, gegen Neid, gegen Fehlverhalten, gegen alles sind die irgendwie resilienter, würde ich jetzt sagen.

speaker-1: Jetzt hast du ja schon geschrieben oder gerade gesagt, als ich es bin. Jetzt bist du ja nach dieser internationalen Zeit, hast du dann geheiratet, Kinder bekommen und bist aber plötzlich in ganz anderen Welt mit viel Geld, Netzwerk, gesellschaftlichen Regeln auf einmal. Wie war das denn für dich so von, ich werde in die Höhle der Löwen geschmissen mit Carly Minogue und trainier da mal. Was macht das mit einem selbst, gerade mit dem Wandel, den du dann auch familiär mit ihm technisch vollzogen hast?

speaker-0: Ich bin ja da raus aus dieser Promi-Welt ein Stück weit, weil, also erstens war mein Studium fertig, ich muss sagen, ich hab das während dem Studium gemacht, diese A-Promis trainieren, das ist auch ein bisschen absurd. Bin dann raus, hab meinen Mann geheiratet und zwei Kinder bekommen und hab gedacht, so jetzt, jetzt mach ich mal was anderes und, Wunder, dieses andere war gar nicht so viel anders, weil der... Papa ist Anwalt, das kann ich sagen. Das kann man auch googeln. Und plötzlich landete ich wieder in dieser Welt, wo es Regeln gab, wo Menschen mit Status waren. Und ich bin nicht so krass statusaffin. Ich hab's nicht, überhaupt nicht, aber nicht so, wie man sich das jetzt vielleicht wünscht. Und da habe ich gemerkt, ach, guck mal, hier sind fast die gleichen Regeln, die ich schon im Hotel kannte. von wegen anziehen. Also dort musste ich eine Uniform tragen, wie jeder Hotelangestellte. Wie Laufschritte. Wir hatten Sachen, nicht so schnell laufen. Hier gibt es plötzlich Regeln der Gesellschaft, wo fasse ich das Glas an und so Sachen. Und ich war völlig fasziniert davon, dass ich jetzt von einer Welt in die andere gehüpft bin und es wieder das Gleiche passiert ist. Und dann habe ich mich ja beruflich damit beschäftigt und gemerkt, jede Peergroup hat eigene Regeln. Also auch wenn wir Punks nehmen, haben eigene Regeln. Wirklich jede Peergroup hatte eigene Regeln. Du bist Punk im Herzen, ich habe sicher Regeln. Dann habe ich gemerkt, ich beschäftige mich beruflich mit den Regeln. Wo gibt es welche Regeln? Unter anderem eben die Golfklub-Regel. mussten meine Kinder ein Handicap machen. Also, haben Golf gespielt. Ich nicht, aber der Papa. Und dann kam ich da an in kurzer Hose, Rollerblades, Träger, Top, alles in äußerst auffälligen Farben und meine Kinder schon so zu mir. Nicht hier! Dann rannte meine Tochter raus, weil die mich gesehen hat und hat gesagt, so nicht, Mami du darfst hier so auf keinen Fall in dieses Gelände. Und dann kam schon jemand, ja hier ist geschlossene Gesellschaft und ich, okay, ich drehe dann. Egal, meine Kinder, mein Mann, alle da drin, ist egal, ich drehe ⁓ Und dann habe ich mich entschlossen Knigge zu lernen. Um überhaupt zu verstehen, was deine Kinder davon ihr wollen. Du meinst, ich kann eigentlich meine Kinder nicht. Ich fand es faszinierend, diese Regeln, die ich gelernt habe und über die wir alle diskutieren gerne, dass die nur dafür dienen, nicht auf den Füßen rumzudrehen oder die irgendwie in ihrer eigenen Art zu beleidigen. Das hat mich begeistert. Und so bin ich

speaker-1: Kannst du uns da noch mal mitnehmen an Stelle? Das finde ich super spannend. Denn das, du gemacht hast, daraus Neugier zu machen und zu verstehen, was da ist. Ich bewege mich manchmal auch in ganz guten Hotels. Ich weiß noch so Situationen, wo ich in super guten Hotel auf Teneriffa war und dann zum Mittagstisch kam. Es waren halt 32 Grad, ausnahmsweise auf Teneriffa. Und ich habe mich da halt am Mittagstisch draußen, an einer Beach Bar, aber gutes Hotel, habe ich mich da halt oberkörperfrei hingesetzt. und dann musste ich mir das anziehen. dachte mir, das ist vollkommen unpraktisch. Ich verstehe es auch überhaupt nicht. Ich hatte wirklich einen Widerstand in dem Moment und hab auch erst mal angefangen, ich hab denen gesagt, hast du mal auf die Temperaturanzeige geguckt? Meinte, das sind aber die Regeln hier. Ich dachte mir so, Scheiß auf die Regeln, das ist vollkommen unpraktisch. Und hab das dann abgelehnt. Ich bin da eher so ein innerer Punk, was solche Status-Dinge angeht, gerade wenn es in Kombination mit Luxus ist. Daher Kannst du uns und die Nutzer noch mal mitnehmen und nicht, damit ich auch lernen kann an der Stelle, wie diese Neugier bei dir entstand und was es auch bewölkt hat? Da bin ich ja jetzt sehr neugierig.

speaker-0: Du sollst nicht stören, sind die Regeln. Und das hat mich fasziniert. Und zwar in sämtlichen Formen. Du sollst nicht stören durch dein Aussehen. Du sollst nicht stören durch dein Verhalten. Zu laut, zu leise, irgendwas. Du sollst einfach nicht stören. Und das hat mich fasziniert in allen Facetten. Und jetzt gerade bei der Kleiderordnung ist so... Das ist das erste, was wir sehen. Da können wir uns jetzt darüber streiten oder nicht. Jemand kommt rein und wir sehen, wie geht der, wie ist der angezogen. Und dann ist so ein nackiger, und du bist sicher wunderschön, oben rum ohne, aber so ein nackiger Oberkörper kann stören, egal in welcher Form. Und dann sagt man, wenn das bedeckt ist, zum gewissen Grad stört es keinen. Und so sind die Regeln. aufgestellt worden.

speaker-1: Aber ist es da nicht so etwas, ist es in so einem Rahmen, in so Luxusgefilden nicht aufzufallen? Weil das macht es ja wiederum eigentlich auch aus, menschlich aufzufallen und sich zu präsentieren. Wir hatten auch schon Folgen über Klamottenstil zum Beispiel. gut, der ist jetzt nicht nackig, aber gibt's ja auch. Kenny West seine Freundin, mit der durchgegangen gelaufen ist. Also, da war nicht viel dran. ... Ist es das und ist das nicht dann auch ein bisschen schade eigentlich, dass man als Mensch nicht auffallen darf? Das macht es doch vielleicht auch irgendwo aus oder habe ich da jetzt einen blinden Fleck?

speaker-0: Ja, habe ich auch mal gedacht, bis ich das beobachtet habe. Und das witzige ist, je höher der Status, egal ob Geld, Macht oder Promi da sein, desto weniger fallen die wirklich auf. Außer sie wollen es. Weil ich nenne es immer, wenn du der Freak bist, dann fall auf. Ich bin selten der Freak oder manchmal schon durch meinen Job. Aber wenn ich nicht der Freak bin, falle ich nicht auf. Und so ist es auch bei den A-Promis. Das ist kein Witz, aber je höher der Status, desto weniger fällt die Person im ersten Step auf. Also man erkennt die, aber sie ist nicht so ta ta, hier bin ich. Je tiefer der Status von Invisapir Group, desto mehr fallen die auf. ist die Erfahrung.

speaker-1: Aber ist das so, weil man sonst im A-Promis-Status schon genug auffällt und dann das nicht mehr braucht? Also was ist der Grund dahinter? Das wird ja wahrscheinlich ein soziales Verhaltensmuster sein und so würde es sich mehr logisch erklären. Oder gibt es dafür andere Gründe?

speaker-0: Genau, die fallen auf durch ihr bloßes Dasein. Ich habe auch sehr lange mit Jogi Löw in Freiburg gearbeitet und sein pures Erscheinen war der ganze Saal ruhig. Der kam rein und der Raum war ruhig, weil alle erstarrt sind. Der war jetzt nicht besonders auffällig, ist so reingekommen, hu hu, hier bin ich, sondern kam ganz normal durch die Tür. Und schon allein das Wissen, man spürt es und dann sind die lieber ein bisschen im tiefer Status. Also lieber tief stapeln und kommen vorsichtig rein, weil sie fallen ⁓ auf. Und da kann man jetzt für sich entscheiden, will ich auffallen oder will ich mich erst mal zurechtfinden und dann gucken, wo ist nötig aufzufallen. Das fand ich immer ganz spannend zu beobachten. Ging es bei Ingos Beispiel eben vielleicht darum, Ingo, dass du wolltest gar nicht dazugehören zu der schicken Hotelelite, sondern du wolltest einfach da einfach deine...

speaker-1: Ich schlafen. mich anpassen den Gegebenheiten, dass es warm war und ich Hunger habe.

speaker-0: Ja, aber ist es nicht das, also wir reden ja heute auch über Codes und das, was man tun kann, wenn man auch anders wirken möchte vielleicht, wenn man nicht aus dem Golfclub geschmissen werden möchte zum Beispiel oder kein T-Shirt anziehen muss. Würdest du jetzt Ingo raten, Kirsten, bitte demnächst einfach anders angemessen. in die Lounge zu gehen oder halt einfach dein punker Herz und sei wie du bist. Hast du diese Regeln quasi, sind diese jetzt so in dir drin und du sagst, ja, das ist gut so oder bist du auch noch so, nee, ist schon okay auch die zu hinterfragen? Ja, also ich hinterfrag die komplett und wie gesagt, 41 von sechs lasse ich immer drin. Da ist auch egal wohin ich gehe. Aber ich versuche, ich versuche auch keinen zu stören. Also das ist so mein Credo. Wenn ich weiß, okay, das ist echt zu auffällig oder zu unangebracht, dann passe ich mich da an und sonst behalte ich das schon so, wie ich es gerne oder wie ich denke, wie ich es gerne habe. da kann man jetzt wirklich auf Nuancen gucken. Und wenn Menschen bei mir sind, so aus dem Topmanagement zum Thema Coaching, dann gehen wir bis ins kleinste Detail. Also welche Tasche, welchen Stift... Wie groß sind deine Schritte? Wie doll trittst du auf? Oder wie weniger doll? Wir gehen da alles durch. Sämtliche Sinne werden da angeguckt und geguckt. Können wir damit arbeiten? Ist das eine Idee für dich jetzt? Für Ingo wäre es vielleicht eine Idee, ein weißes T-Shirt oder ein hautfarbenes T-Shirt. nehme es oder irgendeins, was die Wärme ableitet. Wir gucken auf das Mühe an Details. Also es ist nicht mehr so Du musst Know-how haben, davon gehe ich immer aus, die Leute zu mir kommen, sondern jetzt gehen wir ins Detail.

speaker-1: Aber das ist ganz spannend. Kannst du da mal ein paar Beispiele mitnehmen? Viele denken ja bei Luxus und Erfolg zuerst an Geld, an Statussymbolen. Aber wenn ich dich richtig verstehe, sind es eben die viel subtileren Sachen, die entscheidenden Faktoren sind. Kannst du da mal so, du warst jetzt mit Schritten und so was, wie stark trete ich auf? Also wenn jetzt jemand will, dass er kompetent, erfolgreich und passend wahrgenommen wird, in dem Fall in der Umgebung. Hast du noch andere Beispiele, vielleicht auch kuriose Beispiele, wo man erst mal gar nicht so dran denken würde? Dass man halt stampft, also vielleicht nicht, ja, hört man ja auch. Kannst uns da mal so ein bisschen mitnehmen?

speaker-0: Es gibt nie eine Lösung für alle. muss ich sagen. wenn ihr irgendwas hört, so muss man. Das gibt es bei mir nicht. Sondern es gibt nur eine Peer Group Lösung. Eine Lösung für diesen Mensch, für den Beruf, für dieses Ziel. genau, wenn wir jetzt im Top-Management, bei euch geht es ich würde jetzt mal sagen Top-Management und Money-Money. Das heißt, im Top-Management gucken wir wirklich, was ist deine Position, wenn du in einen Raum kommst, musst du... direkt auffallen, der Chef ist da und dann werden zum Beispiel hört man deine Schuhe oder nicht? Ist dir wichtig, dass die zuhören sind oder nicht? Ist der Auftritt so feste, dass man merkt, hier kommt eine Person, die es wirklich drauf hat? Weil wenn man nur so tippelt und dann nehme ich Mann, Frau aus, ist bei beiden gleich, wenn ihr so in den Raum reinfliegt, dann ist es so, dann erschrickt. vielleicht die ganze Mannschaft und das ist nicht gut. Also wenn man am Anfang erschreckt wird, dann ist es einfach nicht gut für alle Beteiligten. Oder wo am Tisch möchtest sind, möchtest du das Team dich haben, möchtest du vorne stehen, sagen hier, ich mache eine Präsentation, was gibt es für Kleider für dich, gibt es eine Ordnung oder oder oder. also manchmal ist sogar so, dass wenn ich sage, komm wir bereiten zusammen den Tisch vor, wo ihr euch jetzt trefft und wenn es nur vier Leute sind, gucken wir. Wie fassen sich die Gläser an? Also sind es schön anfassbare Gläser oder steht noch irgendein Name von einem Hersteller drauf, was ich nicht empfehle zum Beispiel? Sind die Sachen vielleicht sogar getöpfert, weil es einfach zum Anfassen einfach viel viel schöner ist, wenn so selber getöpferte Sachen sind. Und dann gehen wir ja bis wirklich ins letzte Detail. Was ist der Person wichtig in dem Beruf? Und wenn jemand aus dem Betonbau kommt, ist für den was anderes wichtig, auch wenn er ein paar Millionen Milliarden macht, jemand der Anwalt ist. Was hast du Jogi Löw geraten? Welchen Stift hatte er dabei? Welcher Person persönlich ich was geraten habe, das verrate ich so natürlich nicht. Aber ich muss sagen, das war Brasilien, bevor es nach Brasilien ging. Da gibt es ja das Hemd zum Beispiel, das Yogi Hemd. Erzähl mir mehr, was ist mit dem Yogi Hemd? bin ja nicht in der Fußballwelt wie ihr jetzt drin. Also er mit seinem Team und das sind ja immer Teams, das ist ja nicht eine Person. Er macht halt eine tolle Arbeit so für sich. Das waren die ersten, die auch mit Status in die Öffentlichkeit gegangen sind als Fußballer. Davor gab es selten Fußballer, gerade in Deutschland mit Hemd und schicken Anzügen. Das haben die zwei. Dienstmann und Löw zum Beispiel. Also dass man nicht einfach jetzt im Jersey-T-Shirt herumkommt, sondern eben schick angezogen ist. Genau, und das ist auch ein Status. haben ganz viele schon in anderen Ländern gemacht und machen es. Bis heute gibt es eine Basketballtrainerin, die das bis zur Perfektion, die läuft die ganze Zeit auf High Heels rum. Das ist ihr Markenzeichen da. Und sowas kann man zum Beispiel abgucken oder sehen, was sich da so verändert. kuriosen Beispiel gefragt, vielleicht fällt dir auch gleich noch was anderes ein. Vielleicht können wir mal den Spieß umdrehen. ist denn so ein typisches Missverständnis, das viele Menschen über Erfolg haben? Also Dinge, von denen wir glauben, das wird uns auf jeden Fall die Tür öffnen. Irgendwelche Status und wurde, was aber im Endeffekt gar nicht entscheidend ist. Ich fand es ganz spannend, wie man in den Raum kommt. solche Sachen. Was ist so ein typisches Missverständnis und was ist es dann wirklich? Das sind also versteckte Zeichen, so unterschwellige Zeichen, die man so mit sich führt. Also eben die Chanel-Tasche, die nicht schreit, ich bin eine Chanel-Tasche, sondern die Chanel-Tasche oder die Louis Vuitton-Tasche, die sagt, ich bin eine, aber ich zeige es nicht im ersten Step. Also ich habe keine 100.000 Logos drauf und schreie, sondern ich bin eine. Weil mein Besitzer kann es sich leisten, das nicht rauszuschreien. Oder bei Kleider auch. Alle obersten haben nicht Gucci, Prada, sonst was riesengroß auf dem T-Shirt, sondern sie haben das an in irgendeiner Form, aber man weiß es. Also es ist klar, diese Menschen haben jetzt nicht No-Names an, sondern dahinter versteckt sich Qualität und so Sachen. Nach draußen schreien von Status ist meistens ein Erfolgsverhinderer. Also wenn ich wirklich sehr Nach hier bin ich schrei. Das finden die meisten sehr unangenehm. Das ist so ein Erfolgssinn. Denn dann so hart es klingt, no how es Also wenn ich irgendwo hinkomme, dann ist wünschenswert, dass die Person wirklich weiß, was es geht. nicht nur... nur Smalltalk am Anfang, sondern richtig tief reingehen können das Thema. Ja und auch nicht nur Entschuldigung, ich bin hier, das muss jetzt mal reichen, sondern ich bin auf einem Event oder ich bin irgendwo eingeladen und dann habe ich mich damit beschäftigt mit dem Thema oder mit dem Sachverhalt. Also da catcht man die meisten, wenn es Money geht, mit wirklich Know-how über die Branche oder über das Thema. Und nicht nur, weil man da ist und das schönste Kleid, den schönsten Anzug. Dann kann man auch oben ohne kommen, dann fällt man auch auf.

speaker-1: Okay, ja, ich weiß, was ich gesagt

speaker-0: Ja. Ein bisschen fühl ich mich jetzt auch so wie Ingo, als er da im Uwekörper nackt im Hotel saß. Ich streube mich so bisschen. denke so, man, das klingt irgendwie auch ... ja, so kalkuliert. Ich will erfolgreich werden, dann könnte ich dich ja engagieren. Und du sagst mir, wie ich mich so anziehe, so verhalte, so vorbereite, dass man denkt, ich bin erfolgreich. Oder dass ich zu dem Kreis gehöre. Lassen Sie mal kritisch hingucken, warum würdest du sagen, ist das aber wichtig heutzutage oder warum könnte man auch sagen, ganz ehrlich, müssen wir auch nicht machen? Genau, man fällt nämlich dann aus dem Raster, wenn plötzlich es zum Gespräch kommt. Wenn man alle Regeln der Gesellschaft oder in der Peercook grad befolgt hat und man ins Gespräch kommt und man dann nicht liefert, wie es so schön heißt. dann fällt man da ganz schnell wieder raus. Das sieht man in der Musikbranche, finde ich, ganz passend und das finde ich übertragbar auch alle, wenn die so singen können und so reingespült werden in das System und dann nicht liefern, also nicht abliefern, nicht performen oder jetzt bin ich aber leider doch zu müde für den nächsten Auftritt. Also was die alle haben und das ist wirklich über die Bank weg ist unfassbare Disziplin und Leidenschaft ihrem Beruf oder ihrem Beruf gegenüber. Und da kann ich so viel coachen und anpassen und guck mal hier, wie ich will. Ich muss immer davon ausgehen, die Person ist der Nerd in ihrem Bereich. bin kein Fake it till you make it ist nicht nicht mein Anspruch, mein Anspruch ist, du musst schon Know-how haben und in deinem Bereich echt was drauf haben.

speaker-1: Ja, und es ist auch sehr kongruent. hatten mal eine Folge mit jemandem, mit einer Gästin, die das Thema Luxusjachten und da Betreuung gemacht hat. Genau das Thema hatte sie auch aufgebracht. Wenn man dann so mitgenommen wird, also wir haben uns quasi vorgestellt, sie nimmt uns mit. Wir sollten auch weniger auffallen, die Schuhe natürlich auf der Luxusjacht ausziehen, aber dann eben auch eine gewisse Tiefe in Themen haben, damit man das liefern kann, so wie du beschreibst. quasi dadurch, dass man die Tiefe hat, auch nicht auffällt. Ganz spannend, danke. Man hat eine Tiefe im hat eine Expertise, man ist ein Freak in dem Thema. Und dadurch fällt man dann nicht auf in diesem Bereich, wo man ja in einer normalen Gesellschaft total auffallen würde.

speaker-0: Wenn man die Tiefe nicht hat, wenn man trotzdem eingeladen ist, weil man, werdet sicher tausendmal eingeladen, dann eben nicht so tun als ob, sondern wirklich zugeben. Ich finde es spannend, aber da muss ich mich nochmal informieren oder den Ball einfach zurückspielen und zu sagen, was muss ich denn wissen? Also nicht... nicht so, ich verrate jetzt mal nicht und ich stapel jetzt lieber höher als tiefer und irgendwann fällt es den Leuten auf und zwar an Minimalsverhalten fällt es auf, dass die Person nicht dazugehört. Was ist das Minimalverhalten? Zum Beispiel, dass man immer wieder versucht, sich da ins Gespräch zu drücken. Das ist ganz auffällig bei Menschen, die keine Ahnung haben, die drücken sich förmlich ins Gespräch, nicht aufzufallen. Also ich erzähle euch jetzt mal was und dann fängt die Person an und da kommt dann meistens nicht das, was alle eigentlich erwarten. Und wenn man sich da zu doll reindrücken will, weil man irgendwas will und dieses Ich will jetzt dazugehören, das merkt man. Das merkt jeder in der Peer Group. Da ist jemand, der will dazugehören. Vielleicht hat er so... Wenn man das Interview jetzt hört, dann kann man so Schnipsel rausnehmen. von dem, ich gesagt was ihr und dann in die höhere Gesellschaft versuchen, das umzusetzen. Das wird nicht funktionieren, weil man braucht da einen gewissen Habitus, gewisses Mitgehen. Und man wird schnell entlarvt, wenn man den nicht hat. Ich versuche immer für unsere Hymn-Community mitzudenken. Also was könnte jetzt für die Zuhörerinnen Zuhörer relevant auch sein für das alltägliche Leben? Und da ist jetzt nicht jeder Top-Managerin, sondern sucht zum Beispiel gerade neuen Job und hat ein Bewerbungsgespräch. Da wächst man also wie in so eine neue Welt rein, eine neue Firma mit neuen Menschen. Was ist so dein Tipp da? Was sollte vielleicht diese Person zuerst beobachten, bevor sie versucht, sich komplett anzupassen? Die Peer Group beobachten, also die Menschengruppe. Und das kann man ja heutzutage, früher musste man da ja so heimlich spionieren. Jetzt kann man das im Netz. Also man gibt wirklich die Firma, den Beruf, alles ins Netz rein und guckt. Bilder, guckt Videos und guckt Verhaltensformen von den Menschen an. was machen die gerne? Was finde ich alles über die raus? Man spielt sozusagen Reporter und versucht diese Peer Group zu erforschen. Das mache ich auch jedes Mal, wenn ich eine Anfrage bekomme von einer Softwarefirma, dann gucke ich mir diese Menschen an. Wie sind die? Was machen die aus? Was machen die privat? Also ich versuche so viel wie möglich. rauszuziehen, was diese Menschengruppe oder die Berufsgruppe macht, hat sich vorgestellt, träume, wie lange arbeiten die und damit gehe ich dann mit so einem Werkzeug, was mich entspannt dahin und ich sage auch nicht, ich lasse es auf mich zukommen, sondern ich nerde mich in das Thema rein oder in diese Peergroup. Aber sagen wir mal, ich mache das bei Inge. Also Inge, ne? haben wir für uns einen Sponsor, MyWerk. Ich möchte bei MyWerk arbeiten und recherchiere alles, Ingo, höre alle Podcast-Folgen, versuche herauszufinden, wie tickt Ingo, wie macht er das, was ist sein Stil, dann alles über die Firma. So, das weiß ich alles. Dann gehe ich zum Bewerbungsgespräch. Und jetzt? Also, lasst mich alle fließend wissen oder bin ich dann schon Ziehe ich mich auch schon so? Bin ich auch halbnackt beim Bewerbungsgespräch?

speaker-1: Ich hab gerade nackte Werbungsgespräche für euch.

speaker-0: Aber ich meine, was... also ich will... ist das eine? Ja und dann muss ich so ein Wett. So und jetzt gehe ich zu Ingo. In dem Fall nicht halbnackt hoffentlich, weil ich glaube auch Ingo würde da etwas irritiert gucken. Ab heute nicht mehr natürlich. Aber ich... entweder habe ich hingehört, dass er irgendwas besonders gerne mag, dann habe ich das dabei. Eis. Ich auch, aber dann... versuche ich irgendwann das Thema auf das Thema Eis zu lenken. Ich habe gelesen, aber man darf auch ehrlich sein und sagen, ich habe irgendwo gelesen, dass sie Eis gerne mögen. Ich mag da besonders irgendwas Eis. Oder hurra, gucken Sie mal hier, ich habe einen Button mit Eis-Icon mitgebracht. wir müssen... Also schon zeigen, dass man sich engagiert hat, dass man sich eingelesen hat, dass man sich eingehört in den Podcast und so weiter. Ja, und auch nicht... und jetzt kommt dieses Verhalten und zwar nicht Tata, ich hab dir alles mitgebracht, sondern so im Lament. Im Lament muss man das so aus dem Arm schütteln, aus der Tasche oder aus seinem Kopf rausschütteln. Und dabei noch man selbst bleiben. Also man hat quasi dieses neue Wissen. Also man ist quasi... ich bin Lena, aber ich wende das neue Wissen an. Durchsprache und was ist mit meinen Gesten in meinem Auftritt? Würdest du jetzt auch sagen, Beispiel, am besten, genau, damit ich Ingo nicht erschrecke, habe ich hohe Schuhe an und gehe sehr selbstsicher auf das Büro zu? Ich finde es wirklich spannend, wie du jetzt vorgehen würdest. Ja, ich kann mir jetzt keinen, weil ich Ingo nicht recherchiert habe, so bis ins Detail. Sorry. Aber genau. Wenn du jetzt bei mir im Coaching wirst, würden wir uns das angucken. Was ist too much, was ist zu wenig? Und würden dann gucken, stehst du sogar, bevor Ingo dir die Tür aufmacht oder sitzt du ganz höflich? Das muss man dann auch gucken. wir gehen da bis ins Detail. Bist du du selber, wenn du im on the fly bist? Also ich stehe immer und laufe lieber, weil mein Körper das lieber hat, wie sitzen und dann aufspringen. Dann denkt er, haaa. Deshalb stehe ich immer und gehe und mein Körper sagt, es ist alles noch in Ordnung. Jemand andere sitzt lieber und ist dann so bei sich. Das würden wir alles rausfinden, wie es der Person in ... Also ich verändere niemand, sondern ich gucke, was ist deine Komfortzone und wo kann ich da dran rumschrauben, dass der andere oder die andere Gruppe dich integriert. Das hört sich nach Manipulation an. Ist auch ein bisschen, glaube ich.

speaker-1: Nee, aber man muss ja darauf Lust haben, glaube sich zu integrieren. Ich glaube, ist so der Punkt. Man muss so dieses, was ich wahrnehme, wo ich gerade so drüber überlegt habe, man muss, glaube ich, ein gewisses Empathiegefühl haben, also zu wissen, wann bringe ich gewisse Dinge rein und wann auch nicht. Da muss ich natürlich Know-how haben, zu wissen, was bringe ich da rein in dem Moment. Und das andere, ja, man muss dieses... Dieses ich schleife mich so ein bisschen ab, ohne mich zu verstellen. Ein paar Kanten, ich vielleicht habe für den Moment. Aber ich kann die Kanten noch wieder, also ich kann es auch wieder kantiger machen, ich will. diese Flexibilität, dieses Skillset, sage ich mal, zu haben. ist jetzt für mich interpretiert.

speaker-0: Genau und auch zu wissen, ach krass, kann mich da wirklich auf jeden Sinn mal gucken. Mark Ingo ist in der Firma das gern gesehen. Ist da Teppich oder ist da irgendwas anderes? Wenn Teppich ist, dann kann ich die hohen Schuhe, ja ein bisschen lauter sind, weil es wird abgedämpft oder ist da nur Parkett. Da steht dann vielleicht ein Schild, keine Pfenning absetzen. Also ihr hört schon, man muss sich das. Das ist nicht mal so schnell aus dem Arm geschüttelt. sondern wir müssen uns da wirklich mit beschäftigen, was ist wichtig und was. Ich komme immer in Turnschuhe zum Beispiel, nicht immer, weil wenn gewünscht ist, das Abendgaderobe, dann stehe ich auch in der Abendgaderobe da. Also ich habe auch auf High Heels gelernt zu laufen, weil nichts ist übergriffiger, wie zu sagen, ich mache das immer so. das sind zum Beispiel Sachen, wenn jemand sagt, ich bin authentisch, was weiß ich eben, ohne das zu sagen, dann... Dann erkläre ich ganz genau, ab wann wird es respektlos und keiner hoffentlich möchte respektlos sein. Was ist denn dann authentisch für dich? Authentisch sein? Das ist für mich im Schlafanzug hier morgens, da erlebt ihr mich authentisch. Und alles was danach kommt ist nicht mehr authentisch. Alles danach ist eine Rolle, die wir einnehmen? In der man sich hoffentlich immer auch wohlfühlt, aber Wenn man mich, so mein wirklich Authentischer ist, morgens nach dem Aufstehen mit dem Kaffee auf dem Balkon und sobald ich mein Unterhöschen, hätte ich fast gesagt, das ist auch noch egal, aber sobald ich meine erste Klamotte, die jeder sieht, anziehe, ist das wirklich Authentische vorbei. Würdest du dann die These Luxus ist eine Sprache und wer eben diese Sprache spricht, gehört dazu? Würdest du diese These unterschreiben? Teils ja. Für alle, die vor allem diese Folge gehört haben, die dachten, wow, es geht J-Lo, geht krassere Stars, Jogilö haben wir jetzt schon gehört. Kannst du uns Abschluss nochmal diese Signale von denen, gesprochen hast, diese Codes anhand vielleicht, weiß nicht, ein, zwei anderen Promis nochmal erläutern? Weil ich glaube, das ist etwas, was man sich vielleicht noch besser vorstellen kann als Lena sitzt bei ... irgendwo im Werbungsgespräch ist. Das jeder, wir würden einfach nur Quatsch machen und Eis essen. Na, wer weiß. Das Problem ist, es ist halt... Ich nehme Joey Kelly. Dem habe ich Schwimmen beigebracht. Ist jetzt auch kein Geheimnis, aber die komplette Kelly-Family hat ja einen Ruf. Jetzt sind die ja einzeln unterwegs. Patrick, Joey, irgendwas. Und bei denen sieht man ganz gut, dass die eine Bühnenpräsenz haben und eine private Präsenz. Und dort ist auch klar, die wechseln ihre Rollen auch mit ihrem Outfit, mit ihrem Verhalten oder sonst was und versuchen aber so authentisch wie es geht zu sein. Ich finde bei denen habe ich es ganz live erlebt. Die hatten ein Bühnenoutfit und jetzt ist es schon 100 Jahre her, ich, das war 96, Wenn man alte Bilder sieht, sind die ja in so Straßenkleiderklamotten, also so Lumpensammler hat man die auch genannt, rumgelaufen. Das war das Bühnenoutfit. Hat man die aber privat erlebt, es ⁓ Verträge ging oder sonst was, dann waren die alle im Anzug. war unfassbar, wie die dann so eine Wandlung gemacht haben. Die haben sich auf jedes eingestellt, was kam. Das hat mich begeistert, weil das ist so weit weg von ich bin aber so ein Authentisches, wirklich es war jede Situation ach jetzt haben wir ein Gespräch mit der Bank zum Beispiel, dann ist klar ich ziehe einen Anzug an und nicht weil ich die Kelly Family bin, kommen wir in unseren Klamotten. Sowas zum Beispiel, wenn man das macht oder auch Auch Ceylo hat ihre Art verändert, wenn sie aus der Tür rausging. Also in dem Raum, dem ich, mit mir, war die ganz anders, danach, wenn sie die Tür aufgemacht hat und sie wusste, jetzt sieht mich die ganze Welt. Ist da der wahre Luxus, wenn man die Rollen mag, die man so reinschlüpft? Der wahre Luxus ist, wenn man das bewusst macht, dass es Rollen sind und damit auch konform geht, finde ich. Wirklich zu sagen, ich gehe nicht in Highings zum Sport oder ich habe jetzt ein Interview, da gehe ich jetzt nicht im Schlafanzug hin, sondern wirklich sagt, das finde ich gut, dann ist das pure Luxus. Danke Kirsten Dema, dass du uns Luxus als Sprache näher gebracht hast, beigebracht hast, ich sagen. Fließend können wir sie vielleicht noch nicht sprechen, aber wir haben verstanden, wer sie nicht kennt, nicht respektiert, der bleibt draußen. ob wir das wollen oder nicht, können wir selbst entscheiden. Also vielen Dank, Kirsten. Danke Ingo.

speaker-1: Vielen Dank. Ciao!

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Was, wenn dein Umgang mit Geld mehr über dich verrät, als du denkst?
In How I met my money geht’s nicht nur ums Geld - sondern darum, was es mit dir macht.

Journalistin und Interviewerin Lena Kronenbürger & Honorarberater und Finanzcoach Ingo Schröder sprechen offen über die Themen, die meist unter der Oberfläche bleiben: Geldsorgen, Beziehungskonflikte, Scham, Sicherheit und echte Freiheit.

Dafür laden sie wöchentlich am #moneymonday spannende Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis ein - und stellen die Fragen, die du dir vielleicht selbst nie gestellt hast:
• Warum gehe ich so mit Geld um, wie ich’s tue?
• Was habe ich über Geld gelernt - und was davon stimmt heute noch?
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Disclaimer: Der Inhalt dieses Podcasts dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die im Podcast gemachten Aussagen sind nicht als Aufforderung oder Empfehlung zu verstehen, einzelne Finanzprodukte zu erwerben oder zu verkaufen. Alle Informationen aus diesem Podcast können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen.

von und mit Lena Kronenbürger & Ingo Schröder

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