Der Finanzpodcast für Anfänger
speaker-0: Da kann man sich auch so diesen einen Satz mal merken. Wir kaufen nicht mehr Besitz. Wir kaufen Zustände. Dieses ruhig sein oder fokussiert sein, gesund sein.
speaker-1: Schön, man sich aus dem Zustand, aus dem man ist, rauskaufen könnte. Weil man diese Zustände verändern kann und sich quasi erkauft, fühlt es sich nicht nach einer typischen Ausgabe an, beziehungsweise nach Luxus.
speaker-0: Kennst du dieses Gefühl, dass du eigentlich ein gutes Leben hast und trotzdem ständig denkst, hm, da geht doch noch was. Noch ein bisschen besser schlafen, noch ein bisschen weniger Stress, vielleicht noch ein Abo oder ein Tool, ein kleiner Hebel, das Leben irgendwie, ja, besser macht. Vielleicht sich damit bisschen ruhiger anfühlt.
speaker-1: bisschen leichter. Und plötzlich gibt man einfach Dinge oder da gibt man Geld für Dinge aus. Dinge vielleicht auch für Geld. Vielleicht muss man mal überlegen, die früher als Luxus gegolten hätten. so eine Schlaf-App, eine Apple Watch, ein Retreat, ein Bio-Hacking-Gadget oder einfach nur etwas, was für andere einfach mal mitdenkt.
speaker-0: Genau darum geht es heute. Also nicht ⁓ die Rolex, nicht das teure Auto oder die Chanel-Tasche, sondern die Frage, wie das kommen konnte, dass sich sein Leben im Griff haben, dass sich das heute wie Luxus anfühlt und warum wir bereit sind, mehr Geld, Zeit und Energie auszugeben, obwohl wir eigentlich doch weniger Druck haben wollen.
speaker-1: Und wir werden uns die Zahlen anschauen, die die überraschen, nämlich aus der Psychologie und die, die entlastet. Und wir haben drei Aha-Momente für dich, für euch heute vorbereitet, mit Beispielen, wo du wahrscheinlich ziemlich sicher denken wirst, okay, ja, kenn ich.
speaker-0: Okay, erstes Aha, der Luxus ist umgezogen, hat eine ganz neue Adresse, weg vom Objekt hin, hin zum Versprechen an dein Nervensystem. Das hat Fließtiteils in der letzten Folge auch schon uns erklärt. Heute schauen wir aber noch mehr hin auf die Funktionen, denn es ist nicht mehr so guck mal was ich alles habe, was ich alles besitze, sondern eher guck mal wie stabil ich bin.
speaker-1: Stabilbrudi fällt mir da ein. dachte schon, der ist umgezogen von Ernfeld nach Kalk, der Luxkuss. Wunderbar, wie größerer Rundsack. Kommt ja manchmal so vor über die Jahre und Jahrzehnte, dass der Luxus irgendwie umzieht und man zum Ghetto mutiert. aber ja, das ist auf jeden Fall etwas, der Luxus
speaker-0: Hol uns jetzt mal die Zahlen her, weil ganz ehrlich, hab das Gefühl, es ist alles so bisschen schwammig, oder? Also was ist denn Luxus? Was bedeutet das? Wie viel Geld wird denn da ausgegeben?
speaker-1: Ja, also es ist im Endeffekt so, Luxus sind zum Beispiel Reisen, Hotels, Experience. Und dieser ganze Markt im Endeffekt, der da adressiert werden kann, der liegt aktuell bei ungefähr 1,5 Millionen ... Billionen, sorry, bei 1,5 Billionen, 1 Million wäre viel, das geben wir schon aus, Lena, oder? Nein. Ja, und das ist tatsächlich globale Weltwirtschaft. Und da hängen ja auch schon viele Unternehmen dran, die war auch schon in der Vergangenheit ...
speaker-0: Zusammen.
speaker-1: in den letzten Folgen
speaker-0: auch so voll witzig, wenn du so abkürzt.
speaker-1: LVMH. Ja. Ja, man denkt da halt so an klassischen Luxus und vielleicht so was, wie an Uhren, Mode, Taschen, Beauty vielleicht, was auch immer einen da einfällt. Und der Markt ist noch riesig, aber tatsächlich, und das sieht man auch ganz schön an den Börsenkursen von zum Beispiel LVMH, ja, seit 2023 stagniert dieser Markt im Endeffekt. Aber dafür ist was ganz anderes im Kommen, nämlich der globale Wellnessmarkt. Das ist so was wie mentale Gesundheit, Longevity, Bewegung, worüber wir auch schon alles gesprochen haben. Schlaf, eben auch dieser typische Wellness-Kur, Tourismus. Und dort ist der breite Markt tatsächlich fast sechs Billionen ... Euro groß. Also oder Dollar, also noch viel, viel größer. Also fast viermal oder genau viermal so viel wie das, was man schon denkt, eigentlich krass sein muss mit Uhren, Taschen und allem drum und
speaker-0: Eigentlich kann man ja damit sagen, wir geben quasi viel mehr dafür aus, uns so toll zu fühlen, anstatt irgendwie jetzt so mit einer Tasche schick auszusehen, oder? Und da kann man sich auch so diesen einen Satz mal merken. Wir kaufen nicht mehr Besitz, wir kaufen Zustände. Klingt jetzt auch erstmal ein bisschen trocken, aber ich glaube, das stimmt. Wir kaufen dieses Ruhigsein oder fokussiert sein, gesund sein und vielleicht manchmal auch einfach dieses so... Bitte kurz nicht vom Alltagsschreis überfordert sein.
speaker-1: Schön, man aus dem Zustand, aus dem man ist, rauskaufen könnte. Da muss ich denken, früher in der Chemie, so Aggregatzzustände. Alle, Chemie mögen, ich weiß, dass manche, hier zuhören, Chemie mögen, ich hab's gehasst, Aggregatzzustände. Na ja, das sind auf jeden Fall andere Zustände. Und weil man eben diese Zustände verändern kann und sich quasi erkauft sozusagen, fühlt es sich eben auch nicht nach einer typischen Ausgabe an, beziehungsweise nach Luxus, sondern es ist eher so eine Art ... Prävention, Selbstfürsorge, ich funktioniere halt so besser. Dazu passt auch schön der Gedanke von Prof. Dr. Eva Asselmann, den wir hatten vor zwei Folgen, er hat genau das meinte, Luxus ist das, was knapp ist. Also, wofür viele Menschen denken, Geld ist das Knappste, aber wenn Geld für sie nicht das Knappste ist, sind es andere Dinge. Zeit, mentale Ruhe, einfach nicht müssen, sich nicht hetzen lassen. Das ist knapp, das kann man sich nicht so einfach erkaufen, sondern das ist dann eben ... manche oder für viele immer mehr Luxus.
speaker-0: Das zeigt natürlich auch schon, dass das so ein Privileg ist. Also wenn man irgendwie sagt, so wie du gerade schon gesagt hast, wenn Geld nicht das Knappste ist, wenn manch ist es das, wenn es aber nicht das Knappste ist, dann kommt eben das andere rein. dieses Nichtmüsse, wie du gerade gesagt hast. Und wenn wir noch mal auf Felizia das Moor hat, die letzte Folge bei uns war, noch mal drauf zurückkommen, dann finde ich das schon irgendwie spannend zu sehen, dass dieses regulierte Leben auch so ein Statussignal ist und das eben deuten kann, ich hab mein Leben im Griff. Und da wird Luxus eben richtig psychologisch. Und das ist ja richtig himmäßig, oder? Irgendwo müssen wir finanzpsychologisch werden. Das heißt, wir werden in dieser Welt voller Unsicherheiten, also ich mein ganz ehrlich, wenn ich Nachrichten gucke, ist es, als ob die Welt, ja, brennt leider. Da wird irgendwie vielleicht dieser Luxus, dieser leise Luxus zur Selbstberuhigungsstrategie. Also nicht unbedingt, jetzt anderen zu zeigen, hey, cool, sondern ... sich selbst zu halten.
speaker-1: Ja, und da bringst du schon ein schönes Wort rein. Der leise Luxus, da werden wir noch mal mehr drauf eingehen. Da kommen wir gleich noch zu. Ja, das ist wie so eine Selbstschutzversicherung. Nicht gegen einen Unfall, sondern eben gegen dieses ... Gefühl, ich kipp gleich um, die Welt bricht über mir zusammen, und ich hab da für mich so den Ausweg.
speaker-0: Ich mag es so als... Klar, Maybach-mäßig, dass du jetzt an Versicherung denkst, dass du jetzt das letzte Woran ich denken würde, aber ja.
speaker-1: Die Haffel nicht, die Haffel nicht, die ist Lügsturm.
speaker-0: Leise Luxus. Bist du so einer? Bist du so einer der leise...
speaker-1: Boah, mal so, mal so, würd ich sagen an der Stelle. Also, sicherlich nicht komplett, nee. Es gibt, glaub ich, auch Situationen, wo ich auf die Kacke haue. Aber meistens versuch ich, zu teilen mit Freunden und das in schönen Momenten zu machen. Das hatten wir auch schon in vielen Momenten. Und du mit deinem Bild, Lena, gibt's da noch andere Beispiele, wo du leise warst? Oder vielleicht auch laut?
speaker-0: Ja, also ehrlich gesagt merke ich, dass mir so lauter Luxus fehlt, wenn ich mich vergleiche. Also manchmal ist es ja, dass ich dann doch Freundinnen habe, die total auf so Luxussachen stehen, also auf so Marken wirklich. Und dann denke ich, krass, warum habe ich eigentlich keine Chanel-Tasche? Ich ja auch mal tolles Tisil. Und das denke ich dann irgendwie so einen Abend lang, wenn man so zusammen unterwegs ist. Und dann habe ich dann vergessen. Also ich vergesse es wieder, dass es ja irgendwie anscheinend. Und das zeigt mir dann irgendwie, ich eher auf diesen leisen... Luxus stehe, aber das beleuchten wir gerade, muss ja nicht immer alles toll sein, dieser leise Luxus. Hat ja auch seine Schattenseiten. Aber sag mal ganz kurz, was ist so für dich noch leiser Luxus? Wenn wir es jetzt mal sagen, weg von diesem lauten Ich zeig alle Marken. Was ist das noch?
speaker-1: Ja, du sagst, keine Marken, kein fettes Logo auf einem T-Shirt, finde ich echt affig. Da achte ich schon drauf, keine Markenkrams in der Hinsicht zu tragen, außer es ist funktional, bei Jacken zum Beispiel oder bei manchen Schuhen.
speaker-0: Die Jogger ja alle mit Lululemen rum. Ich weiß nicht, ob das so ein Trend ist in Köln. Aber hier laufen alle in diesen... Also, ich hab auch eine, muss ich sagen. Aber ich find's halt so witzig, wenn man so rumläuft... Ja, hier ist doch eine Marke. Interessant. Dass alle dieses kleine Logo haben. Ich weiß nicht, ob das kennst. Das ist einfach so eine Sportmarke. Und ich frag mich, wie kommt so was zustande? Darüber müssen wir dem War auch noch reden.
speaker-1: Wahrscheinlich TikTok und Instagram und Co. Also es ist für mich natürlich auch Zeit, zum Beispiel, wenn meine Mutter demnächst Geburtstag einfach zu sagen, hey, ab dem Punkt, sie kann, aber ich habe den ganzen Tag vorher geblockt und arbeite da nicht und halte das auch frei. Für Partnerkinder ja das Gleiche, für Partnerinnen natürlich auch. Das ist so leiser Luxus für mich. Da sind wir wieder beim Thema Zeit.
speaker-0: Ja, mein, für manche ist es ja auch so was ganz... Was du gerade gesagt hast, so diese Zeit. Dieses ganz klare, okay, jeden Tag nach 18 Uhr hab ich keine Termine mehr. So, das ist ja auch für manche so leiser Luxus. Was kennst du noch so aus deinem Freundeskreis? Gibt's noch irgendwas, wo Leute so haben, so, keine Ahnung, wie so Ratschläge, die man sich so hinter die Ohren geschrieben hat?
speaker-1: Ich trinke eher Dry January, ne? Der looks so schlechthin. Aber man trinkt kein Alkohol mehr unter der Woche, damit man besser schlafen kann. Also Schlaf generell.
speaker-0: Alle sagen so, ich trinke keinen Alkohol.
speaker-1: Ich habe heute noch nicht 5 Liter Wasser getrunken. Oder mein Stanley Cup ist PVC frei, also Mikroplastik frei. Ich habe so eine neue Art und Technik. Supplements finde ich gerade ein Riesenthema. Hat man letztens auch wieder im Büro. Collagen. Also Supplements finde ich auch ein krasses Thema, gerade wo du es bisschen mitbekommst.
speaker-0: Oder mit diesem Ura-Ring, haben wir da vorher schon gesprochen.
speaker-1: Nee, also ich weiß, ich kenne Leute, die ihn haben, aber nee.
speaker-0: Wir haben noch andere Marken, aber hier haben sie diesen Ring. finde es total interessant, weil mir dann Freunde hier total gestresst erzählen, wie schlecht sie geschlafen haben. Ich denke, dafür brauche ich keinen Ring. Aber dann war das jetzt so, dass Lino, also mein Mann, mir letztens gesagt hat, es gibt mir eine Kreditkarte, volles, cooles Angebot, du willst, ich mir einen Ring für dich holen. Der sieht schick aus, gibt mir einen Keramik, hab ich mir alles angeguckt, das schon cool, dann könnte man total viel alles tracken. Würde ich gern mal sehen, wie das aussieht in meinen Gesundheitswerten. Und dann dachte ich so irgendwann, ne stopp, will ich das wirklich? Und ich hab mich dagegen entschieden. Das war mir so voll das große Gedankenspiel für mich. dieses, ich will nicht irgendwie hören, ich hab schlecht geschlafen, wenn ich zum Beispiel morgens aufwache und denke, ich hab voll gut geschlafen. Für mich ist es irgendwie, glaub ich, doch der Luxus, beim Gefühl zu trauen.
speaker-1: Ja, und ich mein, so finden die einen nicht in den Markt und bleiben lieber beim Gefühl, aber eben viele andere lassen sich auch gern davon leiten, suchen Orientierung eben auch in so einer Welt, die unruhiger ist.
speaker-0: bin dir fast noch eingefallen. hab fast das gekauft. Es war schon schwierig für mich Nein zu sagen. Und wer weiß, ich nächstes Jahr doch mit einem Ding rumlaufe. ja, genau.
speaker-1: Die Herren der Ringe, die Herren der Ringe, der eine Ring, der sie alle knichtet.
speaker-0: Die können mich ja noch kriegen in den Markt und die meisten sind ja auch in den Markt. Vermutlich weißt du, wie viele Schritte du gelaufen hast am Tag, oder?
speaker-1: Nee, so Krams mach ich tatsächlich nicht. Also ich bin einfach kein Urenträger tatsächlich. Ring auch nicht. Von daher müsste es wahrscheinlich, keine Ahnung, irgendein Chip sein, ich irgendwann habe. ⁓ Ring, genau. So ein Nasensteinchen. Nasenring. Nee, aber ich meine ja alles.
speaker-0: Morgen bin ich auf Hootbett hier. Das ist gut, wenn du es vorhin machen willst.
speaker-1: Ja, genau. Ich zieh immer so einen Nase-Ring an. So ein Kuhring. Ja. Nee, es ist ein Markt. Variables, Health Tracking, digitale Gesundheitsservices. Apple Watch, ich hab jetzt Laura meine gegeben, also meiner Freundin. Über 100 Millionen 100 Milliarden, die Zahlen sind so groß, komm vollkommen durcheinander. Billionen, Millionen, Milliarden. Nee, aber 100 Milliarden, und der Markt wächst weiter. Das wird sicher immer mehr kommen, auch mit mehr Brillen jetzt ja auch. der Stelle und da wird die Technik auch immer besser, die Chips immer kleiner, also irgendwann finden sie sicherlich auch unter die Haut und ja, früher hat man halt Status getragen und jetzt trägt man ihn vielleicht nur maximal am Handgelenk oder nicht maximal, aber häufiger und dann schauen wir mal.
speaker-0: hast die Worte Zustand rein, oder? Also wenn Status über Zustände läuft, ist es zumindest bei mir in meinen Augen anstrengend, kann für andere cool sein. Aber wenn jetzt so Fokus, deine Energie, dein Schlaf jeden Tag lang bewertet wird, dann ist es nicht so, du einfach schön die Augen morgens aufmachst und glücklich in den Tag stattest, sondern du bekommst erst mal einen Urteil. Wie war es denn letzte Nacht, Ingo?
speaker-1: Geil!
speaker-0: Na gut, das lassen wir so stehen. Erzählen Sie mal gerne jetzt in die Schlafkarte. Ingo, jetzt nehmen wir schnell das Aha Nummer 3.
speaker-1: viel geschlafen, wollte ich damit sagen. Ich hab viel geschlafen, das denken alle, das ist falsch. Ich hab das Beste zum Thema Luxus in mein Schlafzimmer geholt. Weil wir haben so dicke Schränke und wir schauen schon mal abends gerne immer noch eine Sendung. Auf der Couch ist es schon unbequem, du willst dich ins Bett lümmeln. Es gab jetzt so einen coolen Beamer, der sich automatisch an der Wand ausrichtet sozusagen. Der wie so eine ... Also, der so komplett drehbar ist. So ein Beamer, sieht eher aus wie ein Zylinder. Dann kann man den einfach an die Decke packen und guckst einfach so hoch. alle, gerade auf YouTube gucken und das Video sich anschauen, guckst einfach so hoch und kannst im Bett liegen und dann macht man einfach aus, montierst es ab, fertig. Total geil. Hat auch nicht viel gekostet. Also, verhältnismäßig 300 Euro, ne? Find ich günstig mit Sound, mit Amazon Prime, Netflix, alles drin. Und total gut. Und jetzt guck mal, abends aber was, klappst du und dann ... Also, manche sagen ja auch zur Selbstoptimierung, sollst abends so was nicht machen oder eine Stunde vorher.
speaker-0: ganz schräg, also dass der Ring tränken würde. hab hinter mir auch ein... Siehst du das, wie man es Video sieht? Aber man kann es runterziehen an die Leinwand. Wir haben auch ein Beamer. Ich liebe es, weil ich kann ja mit Emy nicht mehr einfach ins Kino gehen. Die Zeiten sind gerade vorbei und ich liebe das. Zu Hause ist eine Home.
speaker-1: Dann dann lieber Bob der Baumeister.
speaker-0: Nee, nee, Fernseher wird noch gar nicht geguckt, wenn sie im Bett ist und dann hier richtig Homekino, das ist mein Luxus.
speaker-1: Ja, sehr gut. Apropos Luxus, es gibt noch den dritten Teil heute, den wir euch versprochen haben, drei Aha-Momente. Und es ist immer seltener, dass es so ein Moment ist von Luxus, ich kauf mir einmal was, so einen Impuls, dann hab ich das für den Moment. Viel häufiger sind's eben laufende Zustände.
speaker-0: Wie dein Netflix-Abo, sonst könntest nicht an die Wand starren.
speaker-1: Ich nicht, das unbedingt Luxus ist an der Stelle. Aber ein Abo zum Beispiel, hab so ein Supplement, wo mir die in so Granular zusammengestellt werden. Und das scheint, Mhm, richtig. Ja, und das sind 200 Euro im Monat. Das ist dann schon echt happig. Aber das ist ein Abo und definitiv ein Luxusgegenstand, der laufend da ist. Mhm.
speaker-0: Ja, voll interessant, Das heißt, das ist ein ganzer neuer Markt. Die ganzen Märkte sind jetzt auf Abos gebaut. Mit dem, ich nicht, verspreche es eigentlich so, wenn du aufhörst mit diesem Abo, dann verlierst du den Zustand. Wie bei mir, ich habe gerade ein Abo abgeschlossen für Yoga. Schauen wir mal, für so ein Yoga-Studio. Das ist natürlich auch so interessant, wie das vielleicht das Gefühl von Luxus verändert. Also früher war das, wie du eben gesagt hast, so ein Impulskauf oder ... Weiß ich nicht, oder ein großer Kauf von einer Chanel-Handtasche oder so. Und jetzt ist das irgendwie ein Fixkosten-Blog. Jeden Monat. Ja? Die Meditations-App. Keine Ahnung. Ein Coaching-Programm. weiß nicht, du hast mir auch mal erzählt von so einem Marketing-Ding. Du kannst dich ja in alles irgendwie so reinfuchsen und dann im besten Fall, ja, denkst es ist total billig, wie du gesagt hast, es ist doch nur 7,99. Aber das leppert sich.
speaker-1: Ja, ja, und man vergisst halt mal schneller einfach darüber, Das, ähm, also so kleines Abo ... ist später gekündigt, glaub ich, als ein einmaliger also, ein einmaliger Kauf kaufst du halt einmal, ne? Dann ist es weg, aber so ein Abo kann man auch mal definitiv vergessen. Und das ist, ja, das ist schon was anderes. ja, ihr da draußen wisst wahrscheinlich auch alle, was wir damit meinen, ja? Ich hab ja grad schon erzählt, ich kenn's ja von mir auch. Aber investier eben auch gerne in Dinge, die mir so das Gefühl geben, dass man leistungsfähiger ist. Aber das ist halt eben auch die Falle von so einem Abo, dass man denkt, ich bin jetzt abhängig davon, wenn ich das Abo nicht mehr habe, dann bin ich das auch nicht mehr. Das ist natürlich trotzdem auch diese Art von Luxus psychologisch anspruchsvoll. so versucht uns die Luxusindustrie natürlich auf ganz anderem Wege, auch wieder so ein bisschen am Nacken zu packen und zu sagen, du brauchst das, ansonsten bist du nicht der gleiche Mensch. Aber dann ist das nicht so. Das darf man bei jedem Nutzungsschatz
speaker-0: Bei diesen Dingen, darauf zurückzukommen, keine werbung, obviously. Weil da muss man auch wieder ein Abo abschließen. Du kannst eine Regelung benutzen, wenn du wieder so ein Abo hast. Das heißt, da, keine Ahnung, ist das jetzt irgendwie wirklich nicht das Luxus, wie war das noch mal, Eva Asselmann, so Kaviar oder so, wie es so früher die Idee war, wie es so purer Genuss ist, sondern es so eine Absicherung. Also, ja. Ich find's total spannend, auch wenn man mal so Ich hab noch mal Mark Zuckerberg gedacht, wie der früher auch getreten ist. Weißt du, mit seinem Hoodie total eher leger. Aber trotzdem eher der. Und bisschen Anti-Status. Status war das ja. Und jetzt, wenn man so in den Silicon Valley guckt, finde ich eher so, genau das, was wir gerade beschrieben haben. Weißt du, so Eisbäder, krasse Trainingsfläne, Routinen, das ist ein Detail. Also, dass der Körper so zum Projekt wird. dass Kontrolle wirklich die neue Währung ist. Das finde ich einfach wichtig zu wissen. Wir können das alles weitermachen und wie gesagt, ist auch ein Privileg, wenn wir dafür die Zeit haben und die Muße und die finanziellen Ressourcen. Aber ich finde es schon mal gut, wir uns uns alle, uns auch Ingo, aufmerksam machen, dass diese Zustände wie Ruhe und Stabilität und Kontrolle und dass wir so auf uns achten. dass das auch ein Markt ist. Der Markt ist
speaker-1: Ja, und ... Genau, der leise Luxus. Ich glaub, man muss sich dem bewusst sein. so vielen Dingen, wir immer hinhaben, Bewusstsein, Kontrolle darüber behalten oder zurückerlangen, wenn man sich dem nicht bewusst ist, damit's da auch nicht ausartet an der Stelle oder man eine Sucht im Zweifel gerät. Aber es gibt natürlich auch eine andere Seite. Den Luxus, der nicht zwangsläufig beruhigen will, sondern der eher Aufmerksamkeit möchte. Und ein schönes Beispiel dafür, ich glaube seit jeher, also wenn ich an das so ein bekannterer amerikanischer Rapper Lil Wayne, der hat einfach mal 150.000 Euro für seine Kauleister ausgegeben. für Zähne und wahrscheinlich noch mit bisschen Bling-Bling-Schmuck da drin. Also nicht für irgendeine Uhr, nicht für irgendeine Weltreise, sondern für den Mund. Also bin schon froh, wenn ich mit 150 Euro mit meiner professionellen Zahnreinigung rausgehe vom Zahnarzt. Mehr muss ich dabei mit dem nicht sein. Aber der hat sich direkt zwei Luxusauto in die Kauliste pflanzen lassen. Also das ist definitiv.
speaker-0: reden wir über diesen lauten Luxus. Wir werden nächste Woche mit Dr. Julia Riedmeier genau darüber reden, diesen lauten Luxus, wie die super reichene Geld ausgeben, denn wir müssen hingucken aufs Geld und auch auf Jachten. Also das wird gut. Ich würde sagen, jetzt seid ihr mal dran. Ihr müsst uns mal E-Mail schreiben, oder Inge? Alle, die gerade zuhört, meine E-Mail schreiben. alle, aber die, die Lust haben. wär richtig cool.
speaker-1: Genau, seid laut und leise. Also schreibt uns auf hallo-att-hour-met-my-money.de. Oder könnt ihr auch bei Instagram, bei uns, bei Mywerk und schreiben.
speaker-0: Immer montags und samstags.
speaker-1: Ja. Was euer liebster, leiser und lauter Luxus ist. Und womit ihr das Leben am liebsten im Griff haltet. Und noch eine Sache, Wir haben eine neue Website. Wir haben unsere Website neu gestaltet. Das stimmt. Geht auf hau-money.de, da gibt's ganz oben eine ganz coole Funktion. Ich hab gesehen, ich muss nur eine Sache optimieren. Aber wenn ihr mal ganz runterscrollt, gibt's eine KI-Suche. Ihr könnt unseren ganzen Podcast ... KI-technisch durchsuchen. Falls ihr denkt, in welcher Folge war das noch mal, wo ich das gehört habe, wenn ihr Leute überzeugen wollt, Podcast zu hören, könnt ihr die auf die Seite schicken und eingeben, worauf sie Bock haben zu hören. Dann gibt die KI-Suche automatisch eine Empfehlung, welche Folgen ihr hören könnt.
speaker-0: Ich hab's
speaker-1: Die Freunde von dir, Lena, Ausprobieren haben direkt erst mal Sex eingegeben, ne?
speaker-0: Ja, das stimmt und da kommt ja auch viel. Wir haben eine ganze Reihe dazu. Also wir haben kein Thema ausgelassen. Schaut mal rein. Fünf Jahre hin, da gibt es ziemlich viel, wie wir wissen, angehäuft ist. Viel Spaß beim Durchfass der alten Folgen. Danke fürs Zuhören, wie immer. Und seid gespannt, spitzt die Ölchen nächste Woche am Money Monday. geht weiter mit Luxus. Lauter Luxus. Den superreichen.
speaker-1: Tschüss!