Der Finanzpodcast für Anfänger
speaker-0: Willkommen bei How I Met My Money. Ich bin Lena, freie Journalistin und Interviewerin.
speaker-1: Und ich bin Ingo, Honorarberater, Finanzcoach und ein kleines Kapitalistenschweinchen. In diesem Podcast geht es nicht nur ums Geld, sondern auch darum, was Geld mit dir macht. Mit dem Gefühl, nie genug zu haben. Mit Streit in Beziehungen. Mit Freiheit. Mit Sicherheit. Und manchmal auch mit Scham.
speaker-0: Wir sprechen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis und stellen die Fragen, die du dir vielleicht so noch nie gestellt hast. Warum gehe ich mit Geld so ⁓ wie ich es eben tue? Was habe ich über Geld in der Kindheit gelernt? Und stimmt das eigentlich alles noch?
speaker-1: Hier bekommst du wirkliche Aha-Momente, echte Geschichten, praktische Tipps und Hacks und den Raum tiefer zu gehen.
speaker-0: Denn wer sein Geld versteht, der lernt auch sich selbst besser kennen.
speaker-1: Power-Wentner-Money wird produziert und vermarktet von Maywerk-Finanzpartner und der OFA Online-Finanzakademie. Und jetzt viel Spaß mit dieser Folge.
speaker-0: Während wir hier alle rumsitzen, werden Deals gemacht über Öl, über seltene Metalle, über Energie. Vor kurzem, also Anfang 2026, griff der US-Präsident militärisch in Venezuela ein.
speaker-1: Ja, das war auch sehr spannend. bin morgens wach geworden und dachte erst so, wo ist das KI generiert, was da passiert? Und man hat ja vorher schon ein bisschen vermutet, dass er in Venezuela eingreift. Aber durch die Nähe nach Kolumbien ist es natürlich auch familiär bei mir sehr stark verwurzelt gewesen. es hört ja damit nicht auf. Grönland wird auch wieder politisch diskutiert. denkt ja, ich glaube, am Anfang dachten selbst die Dänen, das wäre eigentlich ein Joke. mittlerweile merkt man aber eben, dass vor allem auch nach dieser Insel nicht nur militärisch greifen will, vor allem, das ist denke ich recht klar, nachher ein Zähler wegen strategischen Gründen und natürlich auch Rohstoffen, vor allem seltene Erden.
speaker-0: Wir beide sind ja keine Autobesitzer, aber diejenigen, die jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren, sind vermutlich jetzt gerade empört an der Zapfsäule oder manche warten auf ihr neues Handy, schauen vielleicht ziemlich genervt auf die Stromrechnung. Es hat alles Auswirkungen, oder? Was gerade passiert?
speaker-1: Ja, definitiv. Also Ölpreise gehen nach oben, Rohstoffpreise werden immer teurer. Und da hängen natürlich überall Preise mit den Produkten und dementsprechend kann das eben noch Auswirkungen auf das Depot im Endeffekt haben. Und genau darum wird es heute gehen. Nicht wer jetzt bei der ganzen Sache Recht hat, wer Schuld hat. Also ich glaube bei Trump brauchen wir keine zwei Meinungen haben, sondern es ist eben die Frage, was bedeutet das eigentlich für uns? Was bedeutet das für dich? Was bedeutet das für deinen Geldbeutel? und auch eben die Zukunft der Depots und der Geldbeutel von uns allen.
speaker-0: Ja, also Öl und seltene Erden werden jetzt mal von uns an den Küchentisch geholt. Wir müssen mal vorher über was reden.
speaker-1: Auf den Küchentisch.
speaker-0: Ich hab die hier schon mal der Ölgelage und wir können vielleicht gut erklären, die verschiedenen Metalle. Die legen jetzt alle bei mir rum. Wir müssen über ein Fass reden, Ingo. Ein Barrel, sagt man Fass, es gibt nämlich so eine Maß an, die muss man irgendwie dann einfach kennen, wenn man halt über Öl redet, über Ölmeldungen. Also ein Barrel Öl sind, ich hab's nachgeschaut Ingo, 159 Liter. Und ich bade ja gerade ganz gerne, also das ist ja so ein Neukopie von mir.
speaker-1: Mach mal nen Fass auf, Lena.
speaker-0: Ich weiß nicht. Ein luxurieses Hobby. Stell dir also so eine normale Badewanne vor, nicht so eine riesen Wanne. Ja, so eine Badewanne voll, das ist ungefähr ein Barrel. So kann man sich das vorstellen. So viel Öl.
speaker-1: In Öl! Scheicheln! Da muss man eben dazu wissen, dass die Welt aktuell rund 100 Millionen Beryl, also 100 Millionen Fässer Öl pro Tag verbraucht.
speaker-0: 100 Millionen Badewannen. Jeden Tag.
speaker-1: Ja, das ist viel baden auf jeden Fall in Öl. Also Dagobert Duck hat einen Geldspeicher. Andere schwimmen in Öl. Und wenn man sich so ein Schwimmbecken auf vielleicht mal ein anderes Beispiel vorstellt. Ein olympisches Becken, dann Forbes und Phelps und wie sie den finden, Forbes was anderes, Phelps, hieß er damals, der Olympiasieger, drin geschwommen ist. Da passen zweieinhalb Millionen Liter rein. Sprich, 100 Millionen Barrel werden also ... umgerechnet 159 Liter. Da kommt man dann also grob auf 16 Milliarden Liter Öl am Tag. 100 Millionen Beryl mal 159, 16 Milliarden Liter.
speaker-0: Ich schon wieder aus Ingo, zu viele Zahlen.
speaker-1: Merkt ihr einfach, 6.000 Olympische Schwimmbecken. Tag neu befüllt werden.
speaker-0: Oh mein Gott. Und wir sind jetzt hier kein Politpodcast, wir werden auch keine politische Satire irgendwie so machen, sondern wir wollen einfach mal uns das anschauen, was bedeutet das denn gerade, was politisch passiert für genau unsere Depots, aber auch einfach für die Finanzwelt generell und warum das überhaupt alles passiert. Also Venezuela hat die größten nachgewiesenen Öhrreserven der Welt, es sind über 300 Milliarden barrel und Das ist natürlich erstmal so auf dem Papier gesehen ein absoluter Schatz. Aber da gibt es ein Problem, nämlich ein Schatz im Boden ist noch kein Geld in der Kasse. Das ist schon mal gut, so könntest es mal merken. Ein Schatz im kein Geld in der Kasse. Denn dieses Öl ist ziemlich zäh, es braucht auch einige Technik und spezielle Refinierien. Und wenn da über Jahre auch nicht investiert... Leitet einfach die Infrastruktur. Und es geht auch noch Know-how verloren. Und so brechen auch immer mehr Förderungen ein.
speaker-1: Definitiv. Und es war ja so, dass Hugo Chávez quasi der vor Moduro kam, dann auch Ölfirmen wie Exxon komplett enteignet hat. Also, nicht Exxon, Konoko Phillips war es an der Stelle, die dann komplett enteignet wurden an der Stelle. Also von heute auf morgen, stell dir mal vor, Bayer hier nebenan in Köln. Das war einmal sagst du nö. dir gehört das jetzt nicht mehr, Bayer, das gehört jetzt uns als Staat. Das ist dem damals eben passiert und wie du gerade schon sagtest, das ist dann auch schwer. Öl, ja, also da muss man quasi mehr Aufwand betreiben, es zu fördern und es hat jetzt auch nicht überall seine Einsatzmöglichkeiten. Nichtsdestotrotz, ist Öl weltweit, man hat das ja damals auch schon mit dem Irak vermutet, dass Bush Junior dann damals deswegen auch eingegriffen hat als Vorwand. ist es eben ein elementar wichtiger Rohstoff. Und genau deswegen, unter dem Vorwand natürlich Maduro als Drogenschmuggler, also Stabilität und Demokratie als Vorwand, hat dann eben der US-Präsident Trump eingegriffen an der Stelle. Aber wie wir uns, glaube ich, alle denken können, geht es eben doch das Öl. Er hat dann auch direkt gesagt, wir pumpen da mehrere hunderte Milliarden rein, unterstützen die Ölindustrie, hat die ... Wichtigsten Chefs von Exxon, von Schlumberger, von Konoko Phillips und wie sie alle heißen, Chef Ron, die ja noch aktiv sind an der Stelle, an einen Tisch geholt. ja, darum geht es im Endeffekt. Und es ist eben wichtig zu verstehen, dass Öl in der Welt immer noch eine große Rolle spielt. Wer liefert wohin? Zum Beispiel hat ja Venezuela auch viel Öl nach China und Russland Verbindungen auch gehabt an der Stelle. Auch eben da demokratisch noch mal dieses Einfallstor quasi der chinesischen und russischen Einflussmöglichkeiten nach Südamerika und dementsprechend auch nicht so weit weg von Amerika. Das ist aber definitiv ein Thema. wieder zurückzukommen, was bedeutet es eigentlich für euch, wenn Öl knapp wird, wenn Öl teurer wird, dann schlägt sich das eben am Ende auch in Transportkosten, in Lebensmittelpreisen. in generellen Preisen, in Heizkosten wieder. Und dann haben wir wieder ein Thema, was viele von euch kennen und was uns die letzten Jahre ja immer wieder begleitet hat, nämlich das Thema Inflation und eine vermeintlich steigende Inflation.
speaker-0: Ich finde es total wichtig, mal hinzuschauen, wo uns Öl eigentlich im Alltag Denn es kann ja einen empören, wenn man die Nachrichten schaut. Aber oft fühlt sich Öl für mich im Alltag. Ja, benutze ich doch gar nicht, ich doch gar kein Auto. klar, es gibt natürlich diese direkten Ölströme wie Benzin, Diesel, Kerosin, aber auch Indirektos, gerade schon Transportwege gesagt. Also LKWs, die unsere Lebensmittel fahren, Containerschiffe, die Kleidung, die unsere Handys, also Elektronik transportieren. Da gibt es so Petrochemie heißt das, also Kunststoffe, Dünger, super viele chemische Produkte. All das hängt auch an Öl oder eben seinen Derivaten.
speaker-1: Ja, und das ist es dann eben, die gesamte Wertschöpfungskette, auch wenn man in der Chemie ist, in Make-up oder manchen Dingen zum Beispiel, nachdem wie nachhaltig es ist, ist auch Öl mit drin in gewisser Form. Kleidung kann es auch mit sein. Also da gibt es die verschiedensten Dinge, wo man Öl gar nicht vermutet, glaube ich, typischerweise. Und ja, gleichzeitig ist es dann dementsprechend für uns auch alle ein Thema. Natürlich könnte man mit Ölaktien profitieren, aber darum geht es gar nicht. sondern es ist wirklich das Thema Industriewerte, die vielleicht darunter leiden. Aber viel ist ja mittlerweile auch Tech, wenn man so ein MSC World hat. wir 30 Prozent Tech mit drin. Da könnte man jetzt denken, okay, Öl spielt da nicht so eine große Rolle. Seltene ernten schon eher. Aber was uns alle betrifft, und das haben wir ganz schön in Corona gemerkt, ist eben dieses Thema Inflation. Und wir haben gerade eben eine Situation, dass Zinsen eher sinken. Trump will auch weiter, dass sie sinken, tut ja auch einiges dafür, den aktuellen Fatschaff Jerome Powell zu diskreditieren und ihn sogar an Klageschriften zu schicken. Aber demnächst ist er halt nicht mehr da. wird ein neuer Fatschaff bestimmt von Donald Trump. Und wenn dann Zinsen weiter sinken und gleichzeitig die Inflation wieder in Wallung kommen durch, zum Beispiel höhere Rohstoffpreise, dann kann sich ebenso eine Aufwerfspirale entwickeln. wo dann die Inflation quasi wieder außer Rand und Band gerät und man dementsprechend auch wieder eine Belastung, oder das kann dann eine Belastung für die Wirtschaft sein, Zinsen müssen höher, also höhere Zinsen für die Wirtschaft und für die Börse sind schlecht, für die Unternehmen. Und so kann eben so eine Teufelspirale nach oben im Endeffekt entstehen. Und daher hat das Thema Öl definitiv jetzt nicht nur von der Demokratie her und auch nicht nur politisch, sondern eben auch börsenseitig eingehöriges Gewicht. Und da muss man auf jeden Fall mein Euklein drauf werfen.
speaker-0: Weiß jetzt, Anlegerin Ingo nervös werde oder jetzt einfach mal wie immer Fiesaschtell halten.
speaker-1: Ja, physische Stillheiten. Also die Inflation, wenn man sich das mal weltweit anschaut, in einem ganz normalen Fahrwasser mittlerweile an der Stelle. Und momentan, Börse ist ja wie Echtzeit. Die Börse preist das in der Regel schon richtig ein und man kann ja sehen, wie hoch die Ölpreise sind. Sie sind auch die letzten Tage zurückgekommen, auch durch das Thema Iran. Da wurde es ja auch nochmal befeuert. Da ist ja auch ein großer Förderer an der Stelle. Aber im Großen und Ganzen muss ich mir noch keine Gedanken dazu machen, aber man darf es eben mit beobachten und sich dementsprechend ein wenig in sein Priming Buffet, wie wir es ja gelernt haben, berücksichtigen.
speaker-0: Kommen wir zum zweiten großen Schauplatz der News aktuell. Grönland wirkt auf den ersten Blick weit weg. Eis, Eis, noch mehr Eis? Daran denke ich, wenn man nicht nur Ingo.
speaker-1: Ja, aber kein Eis von der Eisdiele, ne?
speaker-0: Nein, leider nicht. Leider würden wir das sofort aufschlecken und würden wir die sagen würden, wir würden gerne die Insel kaufen. Aber nein, das hat der aktuelle US-Präsident gemacht.
speaker-1: Ja, das muss man sich vorstellen. Ich kaufe Grönland, hallo. Das fühlt sich ein bisschen an wie Monopoly. Ich bin gerade an der Schlossallee. Wie geht es weiter? Ich kaufe Grönland. Eigentlich schon ziemlich grotesk, aber tatsächlich geht das gerade ab an der Stelle. Auch das wird mit der Sicherheit Amerikas kolportiert, indem man sagt, Russland und China haben auch schon ihre Schiffe da. Nehmen wir uns das einfach mal an sich. Auch da geht es Bodenschätze, seltene Erden. Da steigt richtig viel. viel auf Grönland. Und jetzt fragen sich ja vielleicht einige von euch seltene Erden. Also ist das jetzt der Torf in meinem Garten oder was ist eigentlich damit gemeint,
speaker-0: Ich hab ihr gesagt, ich hab sie alle schon hier auf meinem Küchentisch, damit wir uns das gut angucken können. Es sind 17 chemische Elemente, die besondere magnetische, elektrische und optische Eigenschaften haben. Und man kann sich das so ganz gut vorstellen wie, keine Ahnung, meine Gewürzsammlung überm Herd. Ich weiß nicht, wo deine Gewürzsammlung ist, bei mir ist sie in so einem kleinen Schrank überm Herd. Man braucht von so Gewürzen keine Kilo. Aber wenn man gar nicht würzt, schmeckt das Essen über nicht. Und so ist es auch bei diesen seltenen Erden. jetzt in unserem Handy, unserem Smartphone sind jetzt nicht Kiloweise, aber wir brauchen schon Bruchteile von Gramm eben. Also wir brauchen schon etwas davon. Im E-Auto sind es ein paar Kilo. Man kann auch sagen, so ohne seltene Erden funktionieren weder unsere Lautsprecher noch Kopfhörer, Motoren, auch keine Windräder und Lasertechniken gehen auch nicht mehr. Also was ich richtig spannend fand bei der Recherche ist nochmal, dass es bisschen ironisch eigentlich. Die heißen ja so seltene Erden, aber die sind gar nicht super selten. Die sind einfach nur super schwer zu trennen und super schwer zu verarbeiten und auch schlecht für die Umwelt.
speaker-1: Ja, genau, kommt viel deswegen aus China. achten, also die haben einfach spezielle Techniken entwickelt, spezielle Förderanlagen, aber achten wahrscheinlich auch einfach weniger auf die Umwelt und auf die Menschenbedingungen, wie sie denn vorherrschen. Aber man hat das, glaube ich, vor ein paar Monaten, weiß ja noch so, dass, glaube ich, VW oder ... viel in der Autoindustrie mal einen kurzen Produktionsstopp hatten, weil im Endeffekt die Chips nicht mehr lieferbar waren, die notwendig waren, diese Autos zu bauen. Und das hing genau damit zusammen, dass man eben da das Thema hatte, seltene Erden, Einfuhrstöppe und so weiter. Also das ist schon ein Thema und da ist China eben führend. Also die kommen da auch häufig vor, diese seltenen Erden. Aber es sind eben die Verarbeitungskapazitäten, die dort besonders ausgereift sind an der Frage. Deswegen versucht man sich da halt auf amerikanischer Seite, ganz nebenbei auch auf europäischer Seite, unabhängiger von China zu machen. Ja, also China ist quasi der Verarbeitungsking der Welt an der Stelle. Aber das Schöne ist, das muss uns jetzt nicht unbedingt beunruhigen an der Stelle, diese ganzen Themen mit Grönland, USA, Venezuela und dem allem drum und dran. Subjektiv kann man natürlich anders draufschauen, aber für uns im ... Podcast und in die, die in Unternehmen investieren, oft aber auch ohne zu merken in Rohstoffe, die dahinterstecken. Weltpolitik und Geologie ist das eine. Gerade Politik hat häufiger kurze Beine an den Kapitalmärkten und Finanzmärkte. Die Entwicklung derer, das kommt zwar irgendwo auch zusammen, aber für die langfristige Entwicklung hat es dann zum Glück doch weniger Auswirkungen. Danke euch fürs Zuhören und wir hören uns am nächsten Money Monday wieder mit unserem brandneuen Thema, was wir weiter verfolgen, nämlich...
speaker-0: Luxus! Ich hör eh rein, Ingo. Bis dann, tschüss ihr Lieben!