How I met my money

How I met my money

Der Finanzpodcast für Anfänger

Transkript

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speaker-0: Willkommen bei How I Met My Money. Ich bin Lena, freie Journalistin und Interviewerin.

speaker-1: Und ich bin Ingo, Honorarberater, Finanzcoach und ein kleines Kapitalistenschweinchen. In diesem Podcast geht es nicht nur ums Geld, sondern auch darum, was Geld mit dir macht. Mit dem Gefühl, nie genug zu haben. Mit Streit in Beziehungen. Mit Freiheit. Mit Sicherheit. Und manchmal auch mit Scham.

speaker-0: Wir sprechen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis und stellen die Fragen, die du dir vielleicht so noch nie gestellt hast. Warum gehe ich mit Geld so ⁓ wie ich es eben tue? Was habe ich über Geld in der Kindheit gelernt? Und stimmt das eigentlich alles noch?

speaker-1: Hier bekommst du wirkliche Aha-Momente, echte Geschichten, praktische Tipps und Hacks und den Raum tiefer zu gehen.

speaker-0: Denn wer sein Geld versteht, der lernt auch sich selbst besser kennen.

speaker-1: Power-Wentner-Money wird produziert und vermarktet von Maywerk-Finanzpartner und der OFA Online-Finanzakademie. Und jetzt viel Spaß mit dieser Folge.

speaker-0: Was wäre, wenn Luxus für dich schon längst da wäre, nur nicht da, wo du

speaker-1: Und mit dieser tiefgehenden typischen Lena-Frage willkommen zur neuen How I Met My Money Reihe. Denn in den nächsten Wochen werden wir uns mit dem Thema Luxus befassen. Denn vielleicht ist Luxus für dich, morgens ohne Wecker aufzuwachen, Zeit zu haben oder stille. Einfach nur ein sicherer Ort oder das Gefühl, dies selbst wieder zu erkennen. Aber andersherum ist Luxus für dich auch Drei oder mehr Immobilien zu haben, die neue Chanel-Tasche oder Business Glass zu fliegen.

speaker-0: Ja, ich denke bei dir ist es die Schnelltasche,

speaker-1: Ich weiß nicht, ob ich mir jemals in meinem Leben schon eine Tasche gekauft hab. zum Reisen, ja.

speaker-0: Das ganz schön innen für Männer. würde es mir mal überlegen. In 26 ist der Moment für dich gekommen, Ingo. Wenn man so ein neues Thema aufmacht, denkt man so, wo fangen wir denn jetzt an? Und ich glaube, es macht immer Sinn, sich mal die Sprache anzuschauen. Luxus kommt, wie so viele andere Wörter auch, aus dem Lateinischen und hatte früher eher so eine negative Bedeutung. Übermaß, Ausschweifung, etwas, das als zu viel galt.

speaker-1: Ich weiß noch nicht.

speaker-0: Und erst später, im französischen Lix, verschub sich so ein bisschen der Ton, denn da wurde es aus dem moralischen Vorwurf eher so was Besonderes, etwas, das nicht fürs Überleben notwendig war, aber das Leben weicher, angenehmer, schöner macht. Und genau diese Verschiebung erzählt ziemlich viel darüber, wie wir heute über Luxus nachdenken, als etwas, das über das Notwendige hinausgeht und Ja, vielleicht sogar stärkt. Aber das schauen wir mal in dieser Reihe. Ich glaube, was dieses Sprachliche uns zeigt, ist, dass Luxus keine feste Kategorie ist, festes Konzept, sondern dass wir Luxus Bedeutung geben. Jede Kultur, jede Zeit, jede Familie, jeder Mensch definiert ihn anders. Und Ingo, vermutlich haben wir auch innerhalb der Jahre, die wir jetzt älter geworden sind, irgendwie verschiedene Versionen, Definitionen von Luxus. so für uns mitgenommen und definiert.

speaker-1: Genau, ja, das auf jeden Fall. dürft ihr schon alle gespannt sein. Und jetzt kommt etwas, was in der Luxusforschung immer wieder auftaucht, denn Menschen empfinden Luxus dann, wenn etwas gleichzeitig funktional und emotional besonders ist. Also, wenn es eine innere Seite von dir berührt. Also Freiheit, Ruhe, Anerkennung, Genuss oder auch zum Beispiel Entwicklung. Das heißt, wir reagieren nicht auf die Sache an sich. oder das Ding oder den Gegenstand, sondern auf das Gefühl dahinter.

speaker-0: Das erinnert mich total an ein Bild, das uns Monika Müller, die Diplompsychologin, unsere Lieblingspsychologin bei ihm, mal mitgegeben hat. Dieser Identitätsteppich. Wahrscheinlich erinnerst du dich noch gut dran? Ja, da draußen vielleicht auch. Ich erkläre es aber nochmal für alle, die noch nie was vom Identitätsteppich gehört haben. Wir kommen ja alle als kleine, süße Babys auf die Welt. Und man kann sich jetzt mal so vorstellen, dass wir da auf einem Teppich liegen. Und auf diesem Teppich ist alles vorhanden. All unsere Seiten. Laut sein, leise sein, wild sein, zart sein, Mut, Angst, Kreativität, Chaos, Ruhe. Also alle Seiten, die wir so als Mensch haben können, die liegen da so ausgebreitet vor uns und die sind auch in uns. Und dann wachsen wir auf, wir werden größer und wir merken zum Beispiel, was gut ankommt und was nicht so gut ankommt. Welche Seiten erwünscht sind, welche vielleicht eher so peinlich sind und Stück für Stück kann man sich so vorstellen, wird dieser Teppich, der am Anfang so groß war, kleiner. Man könnte sich so vorstellen, dass wir Teile einklappen. Nicht unbedingt, weil wir das jetzt so aktiv bewusst entschieden haben und so wollen, sondern einfach weil wir zum Beispiel gelernt haben, das gehört sich nicht oder das ist zu viel, das ist zu wenig.

speaker-1: Ja und genau da wird Luxus jetzt psychologisch gesehen interessant, denn es gibt Momente in denen etwas Luxuriöses eine Seite uns berührt die im Alltag kaum Platz hat. Nicht weil der Gegenstand das in Anführungszeichen macht, sondern weil er eine innere Tür in uns öffnet. Also ein Gefühl taucht auf was lange nicht da war. Zum Beispiel könnte das sein, ihr habt ja vielleicht gerade schon mal so was vor den Augen, aber Ja, eine gewisse Weite, die ich auf einmal spüre, oder Ruhe. Das gibt mir eine gewisse Bedeutung, welche auch immer. Ich verspüre Unabhängigkeit oder bei etwas luxuriösem Großzügigkeit, wenn ich zum Beispiel was verschenke. Aber auch eine Verspieltheit, die ich vielleicht lange nicht mehr gespürt habe. Oder auch Selbstfürsorge.

speaker-0: Das heißt, viel eher als über Luxus gleich Konsum nachzudenken. Könnten wir uns vielleicht ab jetzt überhaupt in dieser Reihe mal fragen, was löst ein bestimmter Moment in uns aus, wenn wir uns luxuriös fühlen oder wenn wir denken, jetzt gönnen wir uns Luxus. Welches Gefühl zeigt sich da? Und vielleicht auch, wir bei diesem Identitätsteffich bleiben, welcher Anteil kommt da wieder von uns zu Wort?

speaker-1: Ja, und wir finden, dass dieses neue Himmenthema unglaublich viel Potenzial hat. Jeder hat wahrscheinlich schon mal gesagt, das ist ein Luxusproblem. Nur mal als Beispiel. Aber es hat so viel Potenzial, sich besser selbst kennenzulernen. Menschen, die beispielsweise früh viel Verantwortung tragen mussten, empfinden Luxus vielleicht als Entlastung. Oder Menschen, die wenig Sicherheit hatten, die empfinden auf einmal Stabilität als Luxus. Oder Menschen, sagen, okay, ich selten Raum für meine eigenen Bedürfnisse. Und auf einmal ist Aufmerksamkeit zum Beispiel ein gewisser Luxus. Und ich glaube, es geht eben auch beide Seiten. Welcher Luxusgegenstand gibt mir oder welcher Luxus gibt mir Aufmerksamkeit oder ist Aufmerksamkeit Luxus? Auch das wird, glaube ich, sehr spannend sein, das in jede Richtung zu analysieren. Aber es geht auf jeden Fall, und das hast du ja auch schon beschrieben, Lena, und wir heute, und die Forschung zum Thema Luxus auch, ⁓ emotionale Resonanz. Was reagiert da eigentlich wirklich in mir, wenn ich vermeintlich Luxus verspüre?

speaker-0: Was wir auf jeden Fall auch beleuchten werden und jetzt mal ganz kurz antisern ist ja so ein bisschen, dass man direkt an Statussymbolen denkt. Also ich denke da ganz viel rein, ich an so die Luxus-Uhr zum Beispiel. Und das finde ich total spannend, dass für manche ist das eine Statussymbol, für ein anderes so ein Werkzeug. Also zum Beispiel nehmen wir mal das Auto, war früher irgendwie, keine Ahnung. Voll das krasse Status Symbol, guck mal mein schickes Auto, was ich jetzt mal wasche vor der Tür. Für viel ist das heute so ein Werkzeug geworden, von A nach B zu kommen. Und für mich persönlich ist es Luxus, gar kein Auto zu besitzen, also ich einfach die Bahn nehmen kann. Und das sollten wir auf jeden Fall auch mal näher beleuchten. Also wie verändert sich das so über die Zeit? Wie verändert sich das vielleicht in Generationen oder ist das eine Persönlichkeitssache? Ich glaube, das ist total cool zu sehen, wenn sich vielleicht für manche was wie Freiheit anfühlt und dann für den nächsten als Belastung. Wir werden darüber viel versprechen, diese Entwicklung von Luxus und Identität, über die Statussymbole der Zukunft. Also was wird das Auto von morgen? Bin ich auch gespannt. Über Freiheit, über Wohlstand und auch so, was ist Reichtum für dich? Was ist Reichtum für andere? Und warum definiert das eigentlich jeder anders? Und was ich cool finden würde, Ingo, wenn wir schauen würden, wenn jeder danach weiß, inwiefern uns Luxus persönlich stärken kann. Was, ja, wovon wir mehr wollen, mehr Luxus oder wo wir auch mal was loslassen können.

speaker-1: Da werden wir noch viel über uns selbst lernen, nehme ich an. Aber bevor wir jetzt zum Ende kommen, erst einmal ein Aufruf an euch. Welche Expertinnen, welche Experten wollt ihr hören? Kennt ihr vielleicht aus diesem Bereich Leute, die ihr schon mal gehört habt oder unbedingt mal hören wollt? Welche spezifische Thema sollen wir besprechen? Schreibt es uns. Alles, was euch dazu einfällt an halloathowamattmymoney.de. ja, davon leben wir. Unsere Inhalte von euch für euch zu machen. Und da würden wir uns natürlich ganz besonders freuen, wenn da der ein oder andere Impuls von euch kommt.

speaker-0: Ich freue mich schon auf eure Mails.

speaker-1: Und dann zum Abschluss haben wir aber auch noch anschließend an letzten Folgen, wo wir schon viele Impulse gegeben haben, auch noch zwei Fragen für euch, die euch in der Woche jetzt begleiten können.

speaker-0: Bis zum nächsten Mal, bis dann, sollten Sie beantwortet sein.

speaker-1: Ja, ja. Und zwar Nummer eins, was war der kleinste Luxusmoment deiner letzten Tage und warum hat er dich berührt? Und Nummer zwei, welche Seite deines inneren Teppichs würde sich freuen, wieder öfter Platz zu bekommen oder wieder aufgeklappt zu werden?

speaker-0: Ingo, verrätst du uns das? Zumindest die Antwort auf die erste Frage will ich gerne mal hören. So was war so ein richtig schöner kleiner Looksmoment in den letzten Tagen. ⁓

speaker-1: Ich würde sagen, dass ich ein bisschen rückwärts angeschlagen und dass ich einfach mal in die Badewanne gehen konnte und einfach mal eine Stunde lang, mitten am Tag, mir rausnehmen konnte und wollte, eine Stunde lang mit totem Meer, Badesalz und einem grünen Erkältungsbad und ganz viel Schaum, eine Stunde lang mit Kerzen in der Badewanne zu hocken.

speaker-0: Ich bin ein extremer Schaumfan geworden. Das macht richtig Spaß. Wenn man das direkt in das Wasser reinkippt, wenn das Wasser so runterläuft, dann wird es extrem schaumig. Das ist so mein Geheimtipp.

speaker-1: Das stimmt. Aber jetzt will ich auch eine Frage stellen, Lena. Welche Seite deines inneren Teppichs würde sich dann freuen, wieder die obere Seite zu sehen und wieder aufgeklappt zu sein?

speaker-0: Ja, ist nicht so schwierig, das zu beantworten für mich. Ich würde sagen, so ein Faden, ein Fransen vom Identitätsteppich, der auf jeden Fall so ein bisschen noch schmaler geworden ist, sag ich mal, ist dieser zielose Leerlauf. Also dieses Einfachmal machen, ohne produktiv zu sein, ohne auf Amy aufzupassen, ohne eine Lohnarbeit zu machen, ohne einen Laptop aufzuklappen. Durch wahnsinnig viel Verantwortung ist dafür weniger Platz geworden. Vielleicht kennt das auch der eine oder andere von euch. Wenn ich mich so dran erinnere, wie das so als Kind war, das war für mich total normal. Einfach so aus dem Kinderzimmer so rumzusitzen und irgendwas zu machen, zu basteln, den Küscheltehren zu spielen. und dieses einfach mal machen ohne Ziel, das würde ich sagen, ist für mich jetzt gerade so Luxus. Und würde ich ganz gerne wieder mehr aufklappen, in Zukunft zumindest, auf meinem Tag. Es hilft mir auf jeden Fall, mit dir himm zu machen. Weil irgendwie das Gefühl bei himm so diese Seite von mir raus kann. Das kommt noch mehr zur Geltung, wenn ich dich Tapetitistenschweinchen nennen darf. Das ist immer ganz, ganz, ähm, ganz Warum das denn? Das macht mich schon glücklich. Und alles ist.

speaker-1: Ich habe ein bisschen Spitz zu sein, ne? Okay, okay. Und Eis essen. Wie in jeder Folge. Ja gut, dann Lena, haben wir es glaube ich für heute. ⁓

speaker-0: Freut euch auf die Reihe, schreibt uns eure Wünsche. Und es geht los mit der luxuriössten Filmreihe, die ihr je gehört habt. Ciao!

speaker-1: Bis dann, ciao.

Über diesen Podcast

Was, wenn dein Umgang mit Geld mehr über dich verrät, als du denkst?
In How I met my money geht’s nicht nur ums Geld - sondern darum, was es mit dir macht.

Journalistin und Interviewerin Lena Kronenbürger & Honorarberater und Finanzcoach Ingo Schröder sprechen offen über die Themen, die meist unter der Oberfläche bleiben: Geldsorgen, Beziehungskonflikte, Scham, Sicherheit und echte Freiheit.

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Disclaimer: Der Inhalt dieses Podcasts dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die im Podcast gemachten Aussagen sind nicht als Aufforderung oder Empfehlung zu verstehen, einzelne Finanzprodukte zu erwerben oder zu verkaufen. Alle Informationen aus diesem Podcast können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen.

von und mit Lena Kronenbürger & Ingo Schröder

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