How I met my money

How I met my money

Der Finanzpodcast für Anfänger

Transkript

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Speaker 2: Willkommen zu How I Met My Money, dem Finanzpodcast für Anfänger mit Ingo Schröder und Lena Kronenbürger. In unserer Geld- und Sex-Themenreihe ist Diplom-Psychologin Monika Müller als Expertin erneut bei uns im Podcast. In Teil 2 mit ihr erfahren wir, wie unser Umgang mit Geld, unsere Sexualität beeinflusst. Und wir bekommen die Anleitung für ein Experiment, mit dem sicherlich nicht nur ich, sondern auch du nicht gerechnet hast. Hör unbedingt rein. Ich finde es sehr interessant. Vielleicht können wir da noch mal konkret darauf eingehen, weil ich bin mir ganz sicher, dass A, äh, Viele haben mal aufgeschreckt, wo auch immer sie sind, ob im Auto, hoffentlich kein U-Fahr gebaut haben, als sie gehört haben, dass man auch abhängig sein darf und dass das gut so ist. Aber ich bin mir sicher, da gibt es viele Aufschreie da draußen, wo viele denken, also, Moment mal, das glaube ich jetzt nicht so ganz. Vielleicht können wir das noch mal so bisschen anfassbarer machen. Tatsächlich bin ich in dieser Situation, also nehmen wir mich einfach mal. Ich verdiene jetzt einigermaßen gut, meine Partnerin aufgrund von Jobgestaltung und von Wandel an der Stelle weniger. Und jetzt kommt eben dieses... Das unterschiedliche Geld in den Raum, das trifft aufeinander. können wir das noch mal so bisschen anfassbar machen mit der... Oder du kannst mich dann gerne auch fragen, Monika. Von dieser Macht-Ohnmacht-Abhängigkeit, worauf man dann noch mal achten kann und was das dann im Endeffekt mit der Sexualität zu tun hat. Also quasi mich einfach mal als Beispiel zu nehmen.

Speaker 1: Also da kommen wir noch mal zu diesem bekannten Thema, was die eine oder andere Zuhörerin vielleicht noch kennt, zu diesem Thema der Projektion. Wir haben ja jetzt über sehr allgemeine Dinge, die uns alle betreffen, gesprochen. Und ich glaube, jetzt, wenn wir das mal an dir, deiner Partnerin und vielen anderen, die eben in Partnerschaft leben oder eine demnächst oder gerade dabei sind, zu etablieren. Geld löst ja in uns. immer etwas aus. Mein berühmter Satz, dein Blick auf den Kontoauszug, er löst was aus. Da kommt keiner von uns herum. Die Frage ist nur, nehmen wir es wahr. Das würde bedeuten, dass jeder von euch in der Partnerschaft einfach da mal mit startet, aufzuschreiben vielleicht oder sich bewusst zu werden. Nur was löst das denn aus, dass meine Partnerin weniger Geld hat oder mein Partner Mehr Geld hat oder auch umgekehrt. Und da glaube ich, ist es wichtig, dass wir total offen sind für alle unterschiedlichen Reaktionen. Es kann in mir auslösen, wenn mein Partner, meine Partnerin weniger Geld hat, dass ich plötzlich das Gefühl von Macht spüre. Aber es kann auch Ohnmacht auslösen, weil ich das Gefühl habe, ich darf gar keine Nähe eingehen, weil dieser andere Mensch mir nicht zurückgeben kann, was ich brauche oder die Sicherheit, die ich haben muss. Also es löst etwas aus, diese Unterschiede und ich sage mal Unterschiede, die sind Standard. Also ich kenne kein Paar, was per se von Anfang bis Ende der Partnerschaft immer gleich viel Vermögen, Einkommen, wie auch immer hatte. Also erst mal gucken, was löst es aus? Und jetzt kommen wir noch mal zu diesem

Speaker 2: Kann ich da mal kurz einhaken, damit du den Projektionen weitermachen kannst? Das war ja so quasi ein bisschen mein More Model. Ich finde das gerade ganz spannend, weil ich ja live darüber nachdenke gerade. meine erste Reaktion war, naja, eigentlich übe ich jetzt, klar, ich bin ein bisschen weiter mit den Projektionen, mit dem ganzen Thema, eigentlich übe ich da jetzt nicht macht oder oder ohne Macht aus in irgendeiner Form. Habe aber gleichzeitig festgestellt, dass ich so das erste Wort, mir eingefallen ist, war Unterstützung. Also ich unterstütze dann gerne, damit man gemeinsam Events erleben kann oder Dinge möglich macht. Das ist natürlich ein perfektes Mittel, ⁓ eine gewisse Macht auszuüben eigentlich, oder?

Speaker 1: Ja, allein schon dieses Wort, ja das löst bei mir schon, du hast ja gemerkt, I'm as more aus, Weil darin drückst du doch schon aus, dass etwas in dir, nicht absichtlich, aber unbewusst, das Gefühl hat, der andere braucht deine Unterstützung. Und das ist natürlich kokolores. Es kann doch sein, dass du eine klasse Partnerin gefunden hast. Also ich würde jetzt mal sagen, so.

Speaker 2: Die würde sich die Frau doch anhören, den Gast.

Speaker 1: Ja, das wollen wir hoffen. Also ich kann nur von mir ausgehen. Wenn ich wenig Geld hatte oder habe, dann werde ich erst recht kreativ und potent. So, und das ist genau das, was du sagst. Danke für das Beispiel. Jeder von uns sollte das annehmen, was er da merkt und vielleicht mit dem Freund, vielleicht durch den Podcast, vielleicht durch den Coaching, durch ein Seminar oder einfach durch ein eigenes Aufschreiben das wahrnehmen und auf jeden Fall mal hinterfragen, was steckt denn da wirklich drin. Eigentlich ist es so gemeint wie eine gute Absicht, aber gute Absichten, das wissen wir auch schon von unseren Eltern, führen nicht immer zu guten Konsequenzen und Folgen. Und so ist es auch in der Partnerschaft. Also vielleicht brauchst du Unterstützung wahrzunehmen, wie viel Potenzial deine Partnerin, Achtung, mit und ohne Geld hat. Weil, denk mal zehn Jahre weiter und die hat vielleicht plötzlich mehr Geld als du. Woher auch immer. Einkommen, Unternehmen, Erbschaft. Wenn du in diesem Muster bleibst, dann fühlst du dich plötzlich unterlegen und ob du damit gut klarkommst, ist die Frage solange dir das unbewusst ist oder unklar bleibt. Unterlegen sein sorgt kein Problem. Ja, ich finde das manchmal gut, wenn ich unterlegen bin, sage ich immer, was nicht zu können, nicht so gut zu sein, gibt einem auch Freiraum. wenn man sich selber mit diesem Konzept auch mag.

Speaker 2: Darf ich da ganz kurz mal einhaken? Ich finde, wenn wir darauf so sprechen kommen, Sie uns vorhin uns erklärt haben, dass auch diese Abhängigkeit, ja, gut ist, weil man zum Beispiel sich aufeinander verlassen kann in jeglicher Hinsicht, auch in finanzieller Hinsicht, dann ist das doch so, dass vielleicht eine Partnerin oder ein Partner für den die andere Partnerin auch dann sorgt. In dem Sinne ist es vielleicht nicht nur Witzig, Ingo das sagt, sondern vielleicht auch Realität.

Speaker 1: Der Fakt ist das eine. Also der Zahlendaten, Fakten, Fakt. Das Gefühl dabei ist entscheidend. Fühle ich mich wohl, wenn jemand für mich sorgt? Natürlich sollte ich mich wohlfühlen, wenn jemand für mich sorgt. Wir können überhaupt nicht überleben, wenn wir nicht füreinander, sei es in Familie, in Unternehmen, in der Gesellschaft füreinander sorgen. Aber jetzt kommt es. Entscheidend ist, können wir das auf Augenhöhe. Kann ich das Sorgen annehmen und auf Augenhöhe mit dem Partner bleiben? Und kann ich Sorgen für den Partner und Partnerin und gleichzeitig diesen Menschen, diese Person auf Augenhöhe mit allem Potenzial, was sie hat, wahrnehmen? Weil dann kann ich auch spüren, wann braucht der andere meine Sorge nicht mehr? Und der andere hat auch den Raum oder wir sind beide vielleicht achtsam dafür, mir zu signalisieren, wann er keine Sorge mehr braucht. Oder wann ihn die Sorge vielleicht doch ein bisschen passiv macht, einschränkt, wie auch immer weniger kreativ macht als nötig.

Speaker 2: Ich finde das auch in der, also für mich ist die Konklusion daraus, Gespräch noch mal aktiver über Geld tatsächlich einzugehen. Auch noch mal dieses Verhältnis, diese Wahrnehmung einfach zu schildern und mal zu gucken, was beim anderen passiert. Aber ich glaube, der entscheidende Punkt ist halt, darüber zu sprechen und sich dann eben das, was wir ja am Anfang auch schon hatten, dass wir einen Moment dafür schaffen, einen Raum dafür schaffen, die Gelegenheit dafür schaffen, sich beide wohlfühlen, dass man eben mal darüber offen sprechen kann. Und ich finde, dann kann man auch mal ganz schön wieder auf das Thema Sexualität zurückkommen. Zum Teil haben wir diese Gespräche schon geführt, ein bisschen mit Geld, aber das geht, glaube ich, noch mehr. Aber tatsächlich schafft das ja auch Emotionen in beide Richtungen, was tatsächlich aber die Sexualität da miteinander durchaus bereichert danach.

Speaker 1: Genau. Und auch Sexualität ist im Grunde genommen ein Spiegel, wie wir als Mensch uns fühlen, wie gesagt, wir gesund sind, ob wir uns wohlfühlen, ob wir stressfrei sind, aber auch wie die Partnerschaft sich entwickelt, gestaltet. Das ist Anfang sicherlich auch ein spannender Suchprozess. Im Verlauf der Partnerschaft auch die Frage, wie können wir sowohl im Umgang mit Geld als auch Sexualität die Neugier und die Entwicklung aufrechterhalten. Also eingefahrene Muster sind weder bei der Sexualität noch beim Geld gut. Und vielleicht kann man es sogar kombinieren. Also ich bringe jetzt mal ein sehr spannendes Beispiel vielleicht ein. Vielleicht kann man auch Sexualität und Geld in der Partnerschaft verbinden.

Speaker 2: Das heißt, wir gehen jetzt sozusagen Richtung Prostitution im Privathaushalt?

Speaker 1: Nein, ich glaube, Prostitution im Privathaushalt war noch nicht gemeint, sondern erst mal die Frage, darf Geld, das was ja bei der Ausgangssituation der Partnerschaft auf jeden Fall der Fall ist, wie wir wissen, darf Geld diese Attraktivität, diese Wirkung beibehalten? Darf ich meinen Partner attraktiv finden, wenn er oder sie mehr Geld hat als ich. Darf ich aber auch? im Grunde genommen das Geld sozusagen als Spielball in die Sexualität mit einfließen lassen. In unsere Gespräche über die Partnerschaft und Sexualität. Und ich glaube nicht, dass das Entscheidende ist oder das Pragmatische dann ist, dass wir im eigentlichen Sinne Prostitution in die Partnerschaft einbringen müssen. Aber die Freiheit mal damit zu spielen, Wenn ich Das was ich mit Geld verbinde, praktisch mal auf die Bettkante lege und sage, was verändert es denn, wenn das Geld da liegt?

Speaker 2: Also wenn ich jetzt da 1000 Euro hinlege oder was?

Speaker 1: löst das was in uns aus. ich vermute mal, das klingt für die Zuhörer, wir sind da ja schon ein bisschen herausfordernd, sicherlich sehr, ich soll sagen, sehr fremd. Aber ich glaube, ist durchaus erlaubt, dieses Gedankenspiel einfach mal zu machen, ob wir das wollen oder nicht, Das Geld liegt mit im Bett. und wenn vielleicht der Partner gerade seinen Job verloren hat oder die Partnerin, wenn wir jetzt in der Beziehung sind, ist ja die Frage, bleibt er attraktiv für mich oder verändert sich da was? Und darf ich darüber reden? Es gibt ja nicht nur Honeymoon-Zeiten, sondern auch herausfordernde Zeiten in der Partnerschaft. Das spielt Geld häufig eine Rolle? Und das so abzukoppeln von der Sexualität, glaube ich, geht überhaupt nicht, wenn dann machen wir uns da was vor. Und deshalb meine Überlegung eher, ja, vielleicht ganz praktisch die 1000 Euro aufs Bett legen oder einfach achtsam darüber sein. Das sollte Veränderungen in der Partnerschaft sein, die schleichend. Dass vielleicht der eine Partner, am Anfang wenig verdient hat, weniger verdient hat, plötzlich viel mehr verdient als der andere. Und dass das schleichend in der Partnerschaft etwas auslöst und auch in der Sexualität, was gegebenenfalls zu einem Abkühlen von der Partnerschaft führen kann, werden wir uns da nicht bewusst mit beschäftigen. Oder aber auch eine plötzliche Veränderung, eine Krise, Jobverlust. Und jetzt nehmen wir einfach das traditionelle Beispiel mal von dem Partner, der Partner, für den für den Unterhalt der Familie vielleicht zuständig war bisher. Das ist natürlich erst mal sowieso eine Krise. Ganz klar in vielerlei Hinsicht, aber auch in der Intimität der Partner. Und dann ist doch die Frage, wie kann ich mich selber reflektieren, jetzt wenn ich die Partnerin der Partnerin, denen das nicht passiert ist, sondern dem gegenüber, nämlich das war, bin ich so achtsam zu spüren, dass sich dann vielleicht was verändert, mein Partner gegenüber. Dann kann ich gucken, wie du schon angesprochen hast, Ingo, taucht da plötzlich ein altes Muster auf? Ist das in meiner Familie mal passiert? Denke ich da mehr an meinen Vater als an meinen Mann gerade? Ist jetzt ein bisschen standardisiertes Beispiel. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, kann ich diesen Erstimpuls nutzen? Ich meinem Partner idealerweise darüber sprechen, aber vielleicht muss ich es erstmal mit mir abhandeln und gucken, was ich Wieso ist das eigentlich so? Dass ich meinen Mann, den ich jetzt jahrelang attraktiv fand, dem Moment, wo der seinen Job verliert, nicht mehr attraktiv finde, nicht mehr sexuell anziehend finde. Und das ist dann, glaube ich, nicht nicht wie beim Anfang der Beziehung diese biologische Ebene, die wir uns da genau angucken sollten, sondern die psychologische Ebene. Was sind unsere unbewussten Muster, unsere Projektionen auf Geld, die die ganze Zeit vielleicht keine große Rolle gespielt haben, weil das Einkommen ist gelaufen, ist alles gut gewesen, ich habe auch Einkommen und so weiter, aber plötzlich gibt es eine große Veränderung und da tauchen plötzlich Dinge auf, wo ich mich vielleicht auch selbst für schäme, dass ich mich so, oder dass ich so denke, dass ich so fühle. Und da sollte ich das erstmal mir eingestehen, aber dann natürlich auch idealerweise ins Gespräch gehen.

Speaker 2: Ja, jetzt haben wir gut angefangen, wie man auch tiefe Gespräche führt. Ich stelle mir selbst im tollsten Setting das nicht so schön vor, wenn man so zu hören bekommt. Ich finde dich nicht so attraktiv, weil die finanzielle Situation gerade nicht so schön ist. Ist es nicht vielleicht sinnvoller, erstmal weiterhin bei sich zu bleiben und zu schauen, muss das wirklich so sein, muss ich das verbinden miteinander? Ich denke, was soll der andere Partner und die andere Partnerin damit anfangen, wenn man dann sagt... Ja, ich wünsche jetzt nicht mehr so gut.

Speaker 1: Idealerweise finde ich einen Weg, das mit mir zu klären. Aber wenn mir das nicht gelingt, ist es die zweitbeste Lösung. Und jetzt kommt was ganz Schönes aus der Paararbeit. Die zweitbeste Lösung, vielleicht sogar am Ende die beste Lösung. Aber die zweitbeste Lösung ist erst mal, das mit dem Partner tatsächlich anzusprechen und dann sagt der vielleicht kann ich verstehen. Mir geht es ähnlich. Ich fühle mich auch nicht mehr so sexuell, energetisch, potent, weil ich weniger Geld verdiene, weil ich meinen Job verloren habe. Und da haben sich vielleicht auf unwusster Ebene diese beiden miteinander verbunden, ausgetauscht, ohne dass ich es gemerkt habe. Und dann kann sich ein wunderbares Gespräch ergeben. Dann können die darüber nachdenken, okay, wie können wir trotz diesem Stress, den wir dann natürlich miteinander in der Familie vielleicht auch haben, uns trotzdem wieder eine Zeit schaffen, die müssen wir vielleicht bewusst herstellen, wo wir neu aufeinander zugehen. Wo ich dir zeige, was mir an dir gefällt, weil das ist ja nicht komplett weg, ist doch klar. Es ist nur gestört, irritiert. Und wo der andere, der sich vielleicht selber auch nicht so wohl fühlt in seinem Körper, in seinem Sein, wieder Kontakt zu sich findet und wir mit ganz schönen gemeinsamen Schritten, trotz dieser Krise zueinander finden und da habe ich sowohl die eigene Erfahrung als auch die ganz viele Erfahrungen in der Arbeit mit Klienten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung danach noch besser ist als vorher, die ist relativ groß.

Speaker 2: auch weil man es entkoppeln konnte. Weil man dadurch sieht, man kann sich sexuell attraktiv finden, obwohl zum Beispiel gar nicht das, was man immer dachte, was man braucht, diese finanzielle Sicherheit, wenn man das so sehen will, nicht mehr da ist, dass man andere Ebenen findet.

Speaker 1: Ja, und dass man eben Sicherheit, nochmal, das ist so ein wunderbares Beispiel, finde ich, dass man Sicherheit in dem Kontakt findet zueinander. Geld gibt ja gar keine Sicherheit, wie wir alle drei wissen. Wir glauben das ja nur immer. Und in so einer Situation kann ein Paar merken, was es vielleicht, je nachdem wie lange es zusammen ist, an Basis aufgebaut hat, mit und ohne Geld. Und in so einer Krise, gerade wenn so eine Geldkrise da ist, verliert man das aus dem Auge. Aber man kann das sehr, sehr gut in dieser Situation genau anschauen und spüren. Und dann ist eben die Sicherheit. die Kraft, die daraus entsteht, die ist da mit und ohne Geld.

Speaker 2: Oder man stellt halt fest, dass man die Sicherheit nicht hat, weil man vorher das auf Geld komplett projiziert hat in der Beziehung. Aber dann hat man mindestens einen Ankerpunkt, wo man dran arbeiten kann.

Speaker 1: Genau. Und auch das ist, ich sag mal, wahrscheinlich am ehesten die Chance, Beziehung dauerhaft auch aufrechtzuerhalten. Und natürlich, und das wissen wir auch, auch Unsicherheit kann wunderbare Momente kreieren. Weil nur Sicherheit kann auch langweilig machen. das mal ganz banal auszudrücken. Und so eine gemeinsame Unsicherheit, sich so neu aufeinander zu bewegen. nicht so sicher zu fühlen oder zu wissen, dass der andere mich schon attraktiv findet und vielleicht auch mal sich die Frage stellt, vielleicht kann ich für meine Attraktivität noch mal was tun. Gibt es die eine oder andere Entwicklung, die man bei sich vielleicht nicht mehr so wahrgenommen hat. Also das ist eine Menge Chancen in allen Richtungen. Auch, wie du gesagt hast, irgendwo mal zu entdecken. Vielleicht haben wir uns die ganze Zeit ein bisschen in Sicherheit gewogen oder in guten Dingen gewogen, die trotzdem die trotzdem vielen Geld gar nicht da waren.

Speaker 2: Mir gehen die 1000 Euro auf der Bettkante nicht aus dem Kopf. Könnten wir das noch mal jetzt verbinden mit dem, was wir gerade gelernt haben? Also versteht das richtig, dass wenn das Geld dann da liegt, dass man dadurch auch noch mal seinen Projektion vielleicht sogar näher kommt und dadurch natürlich auch vielleicht dieses Gespräch öffnen kann oder steckt da was, ein anderer Impuls von Ihnen dahinter?

Speaker 1: Das kann auch ein spielerischer Impuls sein, wenn wir jetzt nicht in die große Krise reingehen, die wir uns angeguckt haben, kann das auch ein spielerischer Impuls sein. Das ja kein Einschein sein, kann mehrere Scheine sein. Dass ich einfach damit spiele. Was ist es denn eigentlich, das jetzt nochmal aufzugreifen, was Sie am Anfang gesagt haben, was ist es eigentlich, was in der Situation so prickelnd ist, wenn ich jemand dafür bezahle, mir Sex zu haben. Gut, ich kann das außerhalb der Beziehung leben, da muss ich das Paar natürlich darauf vereinbaren. Muss oder kann, wie auch immer. Aber ich kann das natürlich doch auch in der Beziehung mal spielerisch austesten. Wie geht's mir denn, wenn ich... Ja, wenn wir diese Geldscheine mal mit etwas belegen, was mir gut tun könnte, was ich mir wünschen würde. Wo ich sage, ich gebe dir mal 100 Euro für einen Akt, der ungewöhnlich ist. Was wir noch nie gemacht haben. Wie fühlt sich das an? Ist das prickelnd? Ist das erschreckend? das Spaß?

Speaker 2: Ist es zu wenig Geld?

Speaker 1: Ist es denn eine Unverschämtheit? Ja, für 100 Euro so ein Akt. Also sorry. Das ist sicherlich etwas, Paare, es gibt ja viele Paare, die alle Möchenspiele machen. Mit Toys, mit anderen Personen. Warum nicht mit Geld?

Speaker 2: Ja? Das ist doch eine wunderbare Aufforderung an unsere Community, dass ihr uns mal erzählt, ob ihr sowas schon mal gemacht habt oder wenn ihr inspiriert seid durch die Worte von Monika Müller und durch unsere Folge, was ihr mal so ausprobiert habt und wie dann so die Reaktionen waren. Oder Lena, das wäre doch eigentlich mal ganz schön. Ja, ich würde da aber auch nochmal anregen, ganz gut vielleicht in die Folgen zwei und drei reinzuhören. Ich glaube schon, dass die Projektionsarbeit, das haben Sie ja auch gerade erwähnt, wichtig ist, dass man da nicht ganz naiv reinspringt und solche Spielchen, so witzig sie auch klingen. Haben Sie da vielleicht noch so einen abschließenden Rat für uns, wenn wir jetzt wirklich sagen, wir gehen mal auf dieses Spielwesen und schauen uns das an?

Speaker 1: Ich glaube, dass es gut vorbereitet sein sollte, dass also ein paar sich das eine Idee entwickeln sollen. Vielleicht sogar fast wie ein Skript, dass es mit etwas Abstand wichtig ist, drüber zu sprechen, weil manchmal in der Situation Dinge passieren, die man noch nicht so ganz einordnen kann, die dann nachklingen. Und die können sehr bereichernd sein, die können sehr anregend sein, die können aber auch irritierend sein. Und genau da sollte man den Faden vielleicht ein paar Wochen später nochmal aufnehmen und mit einem gewissen zeitlichen Abstand nochmal zurückblicken, sagen, wie war das jetzt eigentlich und was habe ich über mich gelernt, was mir überraschend neu war, was habe ich über dich gelernt, wo habe ich vielleicht eine Grenze überschritten, außer Situation heraus. die ich gerne wieder ziehen möchte. Auch das darf in der Partnerschaft, glaube ich, der Fall sein, dass ich noch mal neu denke, wo sind meine Grenzen? Bei aller Freiheit und bei allem Spielraum, den wir uns da gewähren sollten. Und dann, glaube ich, wird es rund. Dann haben wir alle Chancen und allen Spaß, aber eben auch die Tiefe, so ein Spiel, die so eine Entwicklung für eine Partnerschaft mit sich bringen kann und ich glaube, ich glaube es wird nichts passieren, was nicht da ist. Und wenn wir es schaffen, das in verschiedenster Form in der Partnerschaft mit und ohne Geld in der Sexualität einfließen zu lassen, dann bleibt die, also die wichtigste Erfahrung aus eigene Anschauung, aber auch aus der Arbeit mit Menschen, dass wir dann immer die Chance nutzen können, daraus Neues zu gestalten. Und wenn es denn auch eine Trennung ist, dann ist es trotzdem eine andere Trennung als die, die wir in einer unbewussten Situation haben. Weil vielleicht der Mensch, die Partner sich entwickelt haben, im lauf der zeit und an grenzen gestoßen sind die diese partnerschaft nicht mehr gestalten kann die räume die daraus entstehen und dann kann eine trennung sinnvoll sein aber ich glaube in den meisten fällen ist das eher ein rezept noch mal auf die küche vom anfang zurück zu kommen für gute partnerschaft

Speaker 2: Ja, also Sellerie und Geld auf der Bettkante. Danke für diese Tipps, Frau Müller. Natürlich haben wir noch viel mehr von Ihnen gelernt. Wir werden vertieft auch noch mal auf die biologische Seite, die Sie uns erläutert haben, schauen. Wir haben über Gesundheit gesprochen und vor allen Dingen, dass eben nicht nur darum geht, oberflächlich über Geld und Sex zu sprechen, sondern ja. dass die Qualität dieser Gespräche essentiell ist. Herzlichen Dank Frau Millan und danke Ingo. Vielen Dank Monika und danke Lena. Danke.

Speaker 1: Danke, hat mir viel Spaß gemacht.

Speaker 2: Von uns erst, glaube ich. Ja, definitiv. Ich nehme direkt etwas mit. Meine Partner sitzen hier neben mir. werden gleich mal Gespräche darüber führen. Und bis nächsten Montag dann noch ein wührend sein. Also vielen Dank auch an der Seite. Und ich hoffe, ihr da draußen mögt es genauso wie wir. Gibt uns gerne Feedback dazu. Und dann sehen wir uns wieder. Bis dann.

Speaker 1: Danke.

Speaker 2: Danke, dass du zugehört hast und toll, dass du ein Teil von How I Met My Money bist. Wir hoffen, hat diese Folge gefallen. ⁓ keine Folge zu verpassen, klick einfach direkt auf den Abonnieren-Button auf Spotify, Deezer und Apple Podcasts. Für weitere Tipps und Tricks und Informationen, damit du dein Geld und dich besser kennenlernst, folge uns auf Instagram, Twitter, Facebook und LinkedIn. Dort kannst uns auch immer schreiben, falls du Fragen, Feedback oder Themenwünsche hast. How I Make My Money wird gesponsert von der Maywerk Finanzakademie. Spannende Online-Kurse für deine finanzielle Zukunft zu ETFs, Immobilien und Altersvorsorge. Natürlich gibt's für dich Rabatt. Schau dafür einfach in die Show Notes. Bis zum nächsten Money Monday. Wir freuen uns schon.

Über diesen Podcast

Was, wenn dein Umgang mit Geld mehr über dich verrät, als du denkst?
In How I met my money geht’s nicht nur ums Geld - sondern darum, was es mit dir macht.

Journalistin und Interviewerin Lena Kronenbürger & Honorarberater und Finanzcoach Ingo Schröder sprechen offen über die Themen, die meist unter der Oberfläche bleiben: Geldsorgen, Beziehungskonflikte, Scham, Sicherheit und echte Freiheit.

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Disclaimer: Der Inhalt dieses Podcasts dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die im Podcast gemachten Aussagen sind nicht als Aufforderung oder Empfehlung zu verstehen, einzelne Finanzprodukte zu erwerben oder zu verkaufen. Alle Informationen aus diesem Podcast können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen.

von und mit Lena Kronenbürger & Ingo Schröder

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